Spendenkonto inzwischen geschlossen

Nach Großbrand in Frasdorf: Landwirt will gespendetes Geld weitergeben

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Nach dem Großbrand in Frasdorf war die Welle der Hilfsbereitschaft groß.
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Frasdorf - Gut eine Woche nach dem Großbrand eines Bauernhofs im Ortsteil Dösdorf ist das eingerichtete Spendenkonto geschlossen worden. Dahinter steckt eine große Geste.

Große Teile eines Bauernhofs in Dösdorf (Frasdorf) brannten vor gut einer Woche (Dienstag, der 3. Dezember) bis auf die Grundmauern nieder. Nach dem schrecklichen Brand war die Welle der Hilfsbereitschaft in der Gemeinde groß. Der örtliche Kindergarten reagierte sofort und sammelte Sachspenden. Die Frasdorfer zögerten nicht lange und stellten Handtücher, Bettwäsche, Geschirr und andere Dinge zur Verfügung. Spendenaufrufe auf Facebook oder WhatsApp wurden fleißig geteilt.

Landwirt aus Dösdorf will Geld spenden

Auch ein Spendenkonto wurde eingerichtet. Dieses wurde inzwischen wieder geschlossen, wie Radio Charivari berichtet. Der betroffene Landwirt teilte demnach mit, dass er einen guten Versicherungsschutz habe. Die bereits eingegangenen Spenden wolle er deshalb lieber an die Familie weitergeben, die bei dem Brand ihre Einliegerwohnung im Bauernhaus verloren habe, so der Radiosender weiter. Außerdem bedankte sich der Landwirt bei den über 200 Einsatzkräften sowie allen Bauern, die seine über 100 Tiere bis auf weiteres aufgenommen haben.

Fotos: Ein Tag nach Großbrand auf Bauernhof in Dösdorf bei Frasdorf

Schaden in Höhe von 2,8 Millionen Euro bei Großbrand

Bei dem Großbrand am Dienstag (3. Dezember) war ein Sachschaden von rund 2,8 Millionen Euro entstanden, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd im Anschluss mitgeteilt hatte. Knapp 200 Einsatzkräfte kämpften gegen das Feuer, wobei sich die Löscharbeiten ziemlich schwierig gestalteten. Das Wohnhaus konnte gerettet werden, ein Anbau des Bauernhofes, in dem auch eine Melkanlage untergebracht war, wurde jedoch ein Raub der Flammen.

Großbrand von Bauernhof in Dösdorf bei Frasdorf

Nach dem Brand wurde am Wochenende (8. Dezember) erneut Großalarm aufgelöst. Zunächst war wieder ein Vollbrand auf dem bereits abgebrannten Bauernhof gemeldet worden. 

Die ersten eintreffenden Kräfte konnten jedoch rasch Entwarnung geben. Es brannte "nur" ein neben der Brandruine abgelegter Holzhaufen, der dort aus den Resten des ehemaligen Dachstuhles abgelegt worden war. Das erneut auflodernde Feuer war schnell unter Kontrolle.

mh

Quelle: rosenheim24.de

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