Fahrer konnte Spur auf A8 kaum halten

Leichenwagen mit „toter“ Luftfederung erregt Aufsehen der Polizei bei Frasdorf

Frasdorf - Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim fiel am Donnerstag auf der A8 ein Leichenwagen auf, dessen Fahrer offenbar große Mühe hatte, das Fahrzeug in der Spur zu halten.

Am Donnerstag, den 19. November, waren Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim auf der A8 in Fahrtrichtung München unterwegs, als ihnen ein Leichenwagen auffiel, dessen Fahrer offenbar nur schwer sein Fahrzeug auf der Straße halten konnte. Die Polizisten entschließen sich dazu, den Fahrer auf dem nächsten Rastplatz einer Kontrolle zu unterziehen.

Es stellte sich heraus, dass der 48-jährige Angestellte des Bestattungsunternehmens bereits einige Kilometer zuvor das eigenwillige Fahrverhalten seines Wagens bemerkte und von einem platten Reifen ausging. Nachdem er alle vier Pneus begutachtet hatte, allerdings keinen Luftverlust feststellen konnte, setzte er seine Fahrt wieder fort.

Bei der Polizeikontrolle am Rastplatz stellte sich nun heraus, dass der Fahrer mit dem Leichenwagen leer auf einer Rückfahrt vom Krematorium war. Dennoch hing das Fahrzeug hinten links derart stark, dass die Polizisten an Ort und Stelle die Federung nicht mehr begutachten konnten. Die Beamten entschlossen sich daraufhin, den Bestatter in langsamer Fahrt zu einer ortsansässigen Prüforganisation zu begleiten.

Ein Sachverständiger checkte den Wagen gründlich durch und konnte dabei einen Schaden an der Luftfederung hinten links feststellen. Laut Auskünften des Inhabers des Bestattungsunternehmens wurde die besagte Luftfederung erst zwei Tage zuvor frisch eingebaut. Wegen der Fahrt mit der defekten Federung muss der Fahrer nun mit einem Bußgeld in dreistelliger Höhe rechnen, berichtet die Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim.

aic/Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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