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Wohnraumknappheit ruft unseriöse Anbieter auf den Plan

Mieterabzocke in Frasdorf

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Frasdorf - Der Mietmarkt in der Region ist sehr angespannt, es gibt wenig Wohnraum, die Mieten sind hoch. Die große Nachfrage ruft aber leider auch unseriöse Anbieter auf den Plan, die mit unlauteren Mitteln Geld verdienen wollen. So geschehen in Frasdorf.

Es klingt alles sehr schön: "Ruhige, schön gelegene Doppelhaushälfte zu vermieten, 150 Quadratmeter Wohnfläche, 325 Quadratmeter Grundstück für eine Kaltmiete in Höhe von 1.360 Euro in Frasdorf", heißt es im Inserat auf immobilienscout24.de.

Angeboten wird das Haus laut Anzeige von einer Maklerin eines Rosenheimer Immobilienbüros. Eine Leserin, die mit ihrer kleinen Familie auf der Suche nach einer neuen Bleibe ist, schrieb die Anbieterin daraufhin an und erhielt eine Antwort, die erst einmal stutzig werden lässt:

"(...) wie Sie richtig vermuten, ist das Interesse sehr groß. Da ich das Haus in Eigeninitiative vermarkte, ist im Vorfeld ein Besuch von Ihnen in meinem Büro erforderlich. Auf Grund der neuen Gesetzeslage ist es notwendig, dass Sie mir einen Maklersuchauftrag unterzeichnen. Bei der Unterzeichnung des Mietvertrages sind dann 2 Nettomonatsmieten + 19 % MWSt. für die Vermittlung fällig. Bei Interesse bitte einen Termin mit mir vereinbaren."

Verstoß gegen neues Mietrecht

Die Maklerin verstößt damit aber gegen geltendes Recht. Makler müssen sich bei der Wohnungsvermittlung nach dem Bestellerprinzip richten. Das regelt klar, dass die Provision derjenige zahlt, der den Makler beauftragt hat, erklärt der Deutsche Mieterbund (DMB).

Das Amtsgericht Freiburg entschied in einem Fall, der Makler habe keinen Anspruch auf eine vereinbarte Provision in Höhe von 1.500 Euro - obwohl der wohnungssuchende Mieter einen Maklervertrag mit Provisionsvereinbarung unterschrieben hatte (Az.: 5 C 1869/16). Denn der Vertrag verstoße gegen das Wohnungsvermittlungsgesetz.

Danach dürfe ein Makler von Wohnungssuchenden für die Vermittlung eines Mietvertrags nur dann eine Provision fordern, wenn er in ihrem Auftrag beim Vermieter anfragt. Das heißt: Nur wenn der Makler nach der Auftragserteilung mit der Wohnungssuche für den Mieter beginnt, kann er von ihm Geld fordern - nicht aber, wenn er beim Abschluss des Vertrages mit dem Mieter längst den Auftrag des Vermieters in der Tasche hatte, für die Wohnung einen Mieter zu suchen.

Das sagt die Maklerin des Frasdorfer Hauses

Wir haben die Maklerin, die das Frasdorfer Haus vermarktet zu Ihrer Forderung, einen Maklersuchauftrag zu unterschreiben, befragt. Die Antwort lautete, dass sie das Haus im Auftrag der jetzigen Mieter weitervermittle, die einen Nachmieter suchen, nicht im Auftrag der Eigentümer. Das bedeute, dass sie in Eigeninitiative handle, weswegen der Vertrag unterschrieben werden müsse, da die jetzigen Mieter, die Provision nicht zahlen würden. 

Wir haben die Frau dann auch noch damit konfrontiert, dass sich die ganze Sache so anhöre, als würde sie doppelt abkassieren oder das Bestellerprinzip umgehen wollen, was sie verneinte. Ihre Antwort war weiterhin, dass der jetzige Mieter die Provision nicht zahle weswegen der neue Mieter diesen Maklersuchauftrag unterschreiben müsse, was nicht der Fall ist.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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