Weiterhin Badespaß in Frasdorf

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Frasdorf - Die gute Nachricht: Das Schwimmbad in Frasdorf soll den Bürgern auch in den kommenden Jahren zur Verfügung stehen.

Lesen Sie hier den Bericht aus dem Oberbayerischen Volksblatt:

Rat einig: Schwimmbad nicht aufgeben

Das Schwimmbad in Frasdorf soll den Bürgern auch in den kommenden Jahren zur Verfügung stehen. Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller und alle Gemeinderäte waren sich in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates einig darüber, dass das beliebte Sommervergnügen für die Frasdorfer nicht aufgegeben werden dürfe.

Frasdorf - Doch so wie bisher wird es mit dem Badebetrieb zukünftig nicht weitergehen können. Bürgermeisterin Steindlmüller wies das Gremium darauf hin, dass für jeden einzelnen Gemeinderat haftungsrechtliche Folgen eintreten könnten, falls das Schwimmbad weiterhin - wie bisher - ohne Aufsicht betrieben werde und ein Unfall passiere. Für den weiteren Erhalt des Schwimmbades müssten künftig die Überwachung der Badegäste sowie die Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung der Anlage gegeben sein. Die Anstellung einer festen Kraft zur Betreuung des Schwimmbades während der wenigen Sommermonate mit Badebetrieb ist für die Gemeinde nicht vorstellbar.

Bürgermeisterin und Gemeinderat könnten sich für die Umsetzung der Betreuung des Bades jedoch einen Kioskbetrieb, verbunden mit der Badeaufsicht, vorstellen. Der Kioskbetreiber solle sich dabei vor allem um die Sicherheit der Badegäste kümmern, bei den anfallenden Wartungs- und Pflegearbeiten könne er durch den gemeindlichen Bauhof unterstützt werden. Nebenbei dürfe er einen Kiosk betreiben.

Pächtersuche vorgeschlagen

Die Verwaltung machte als weiteres Vorgehen zum Problemkreis Schwimmbad folgende Vorschläge: Zunächst müsse ein geeigneter Pächter mit den geforderten Voraussetzungen für das Bad gefunden werden. Die Gemeinde müsse mit ihm die allgemeinen Vertragsdetails, beginnend bei den Öffnungszeiten, über die Aufsicht der Badegäste bis hin zu Fragen der Verkehrssicherheit ausarbeiten. Mit dem Gesundheitsamt Rosenheim müssen die Hygienevorschriften zum Betrieb des Bades abgeklärt werden. Anschließend sind alle notwendigen Baumaßnahmen für den Weiterbetrieb des Schwimmbades einzuleiten. Dreh- und Angelpunkt für den Weiterbetrieb ist der Bau und die Verpachtung eines neuen Kiosks im Schwimmbadgelände. Die notwendigen Planungen sind einzuleiten und die Genehmigungen einzuholen. Dringend notwendig für den Betrieb sind weiter der Bau eines Zaunes sowie der Bau oder Umbau der Toiletten und Umkleidekabinen. Alle Maßnahmen zum Bau und zu den Unterhaltskosten sollen im Haushalt 2010 berücksichtigt werden. Der Neubau eines Kinderbeckens kann wegen der anfallenden Kosten zunächst nicht verwirklicht werden.

Der Gemeinderat beschloss, die Verwaltung zu beauftragen, sich um die grundsätzlichen Belange zu kümmern und entsprechende Unterlagen in den nächsten Sitzungen vorzulegen.

Kiesabbau für regionale Zwecke

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, den Flächennutzungsplan im Bereich Kropfetsöd zu ändern. Mit dieser Änderung soll in Kropfetsöd ein bisher landwirtschaftliches Gelände als Kiesabbaufläche ausgewiesen werden. Im Gegensatz zur Unteren Naturschutzbehörde ist der Gemeinderat der Ansicht, dass für die Gemeinde Frasdorf ortsnahe eine Kiesgrube zur Verfügung stehen solle. Den von der Behörde befürchteten Kiestourismus sieht das Gremium nicht: Das Vorkommen reiche bei weitem nicht für die beim Autobahnbau oder beim Bau der Staatsstraße 2093 benötigten Mengen aus, sondern diene vor allem regionalen Zwecken. Nach dem Abbau des Kieses ist die Fläche unverzüglich zu renaturieren.

Ohne Gegenstimme beschloss der Gemeinderat, die Einheimischenbindung für die drei bei der Ortsabrundungssatzung Greimelberg neu entstehenden Baugrundstücke in die Notarverträge aufzunehmen. Die Dauer der Verpflichtungen wird auf 15 Jahre ab Beurkundung festgesetzt. Die Änderung der Außenbereichssatzung für die Ortschaft Ginnerting soll durch die Verwaltung nochmals überarbeitet und bis zur nächsten Sitzung im Entwurf vorgelegt werden. Das Bebauungsplanverfahren für den Ortsteil wird vorläufig nicht weiterverfolgt.

reh/Oberbayerisches Volksblatt

Rubriklistenbild: © dpa

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