"Silberner Gamsbart" geht nach Frasdorf

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Frasdorf - Die Trophäe „Silberner Gamsbart“ gilt als die höchste Auszeichnung, die das Bayerische Kultusministerium zu vergeben hat – und sie ging erstmals nach Frasdorf.

Beauftragt für die Überreichung war der Frasdorfer Kabarettist Thomas Fischer. Er übergab im voll besetzten Festzelt den „Silbernen Gamsbart“ an Vorstand Sepp Enzinger und an den Trachtenverein „D´Lamstoana“ für deren bislang mustergültige Ausrichtung des 76. Gautrachtenfestes vom Chiemgau-Alpenverband.

Zu Beginn seiner Auftritte widmete sich Thomas Fischer aktuellen Themen, unter anderem der Miss-Kampenwand-Wahl in Aschau („Haben die Aschauer keine schönen Dirndl, weil sie Kühe wählen?“) und die angebliche Entwaffnung der derzeit nach Rom reisenden Gebirgsschützen.

Alsdann zeigte der Installateur seine Vielseitigkeit in Themen, Inhalten, eigenem Erscheinungsbild und schlagfertigem Witz. Die Vorstellung seines Buches „Mein Hanf“, die Erfahrungen seiner heurigen Reise ins Heilige Land, den Nutzen des Verfassungsschutzes bei schlechter Verfassung, den Rettungsschirm für Politiker, die auch nur Menschen sind, Franz-Josef Strauß („Dieser hätte schon die vierte Startbahn auf dem nach ihm benannten Flughafen in Betrieb genommen“), der Reha-Patient nach einem Lehrer-Burnout („Melissengeist-Therapie“ für den langjährigen Drogenbeauftragten), das Bierzelt als höchstes bayerisches Kulturgut, die „Wirtshaus-Musikanten beim Zeltinger“ mit einem knorrigen Krippenschnitzer als Studiogast, der „Bussi Schorschi“ und ein Diplom-Schrotthändler mit seinem bissigen Hund Bormann waren Inhalte eines neuen Programms von Thomas Fischer.

Das begeisterte Publikum erklatschte sich noch einige Zugaben aus dem früheren Programm, unter anderem den „Baywa-Fahrer“, der nach Frasdorf kam, um sich vom Gaufest für den Trachtenverein von Neuperlach was abzuschauen und der dann forderte: „Tracht und Sitte auch für Dritte“.

"Silberner Gamsbart" geht nach Frasdorf

Als russischer General lud er Schirmherrin und Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller zu einem gemeinsamen Wodka ein und die letzte Dreingabe endete laut und deutlich mit einem Schuss aus dem Gebirgsschützen-Gewehr. Zwischendurch ließen die Musikanten von „essBRASSivo“ ihr großes Repertoire von bayerischen Weisen sowie von Solo- und Mozart-Stücken erklingen. Humorvoll und sympathisch stellte Thomas Fischer die Frasdorferin Monika Gasbichler als hoffnungsvolle Miss-Herbstfest-Kandidatin vor.

Zweifelloser Höhepunkt seiner neuen Einfälle und Einlagen war die Überreichung des „Silbernen Gamsbartes“, den Vorstand Sepp Enzinger aus Stelzenberg auch dafür bekam, weil in Stelzenberg sehr viel für den Erhalt der Bachstelzen getan wird. „Wenn Ihr in 20 Jahren wieder ein Gaufest in Frasdorf habt, dann werde ich mich dafür einsetzen, dass Ihr den Goldenen Gamsbart bekommt“, so Thomas Fischer abschließend.

Weil Thomas Fischer auf eine Gage verzichtete und weil für den Trachtenverein Frasdorf der Gaufestverlauf überaus erfreulich ist, entschieden diese, dem Hilfsprojekt Sternstunden vom Bayerischen Rundfunk eine Spende von 2.000 Euro zu machen. Hierüber freute sich natürlich ganz besonders als ehemaliger BR-Intendant und nunmehriger Sternstunden-Vorsitzender Dr. Thomas Gruber, der der Kabarett-Veranstaltung in Frasdorf mit Freude beiwohnte. Nähere Informationen: www.gaufest-2012.de.

Quelle: rosenheim24.de

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