Abtei Frauenwörth: Viele Spenden gesammelt

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Frauenchiemsee - Rund 1000 Fenster müssen im Kloster Frauenwörth erneuert werden. Der Freundeskreis sicherte erneut seine große Unterstützung für das Projekt zu.

Recht rege ist der Freundeskreis der Abtei Frauenwörth im Chiemsee. Und erfolgreich ist er auch, denn im Vorjahr konnte er insgesamt 70.000 Euro an das Kloster zur Unterstützung der umfangreichen Baumaßnahmen übergeben. Heuer sollen es aufgrund der guten Finanzentwicklungen des Vereins wieder 70.000 Euro sein, die aufgrund von Spenden und Mitgliedsbeiträgen an das Kloster überwiesen werden können. Darauf wiesen in der Jahresversammlung Zweiter Vorsitzender Klaus Stöttner und Schatzmeister Martin Weichselgartner hin.

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5 von 1000 Fenstern finanziert

110.000 Euro Spende für Baumaßnahmen

Klaus Stöttner, der für die Vorsitzende Annemarie Biechl (sie war wegen des Hochzeitsbaumaufstellen auf ihrem Hof verhindert) die Versammlungsleitung in der Aula der Abtei übernahm, erinnerte in seinem Bericht daran, dass besonders die „Fenster-Aktion“ des Kloster viel Aufmerksamkeit und Einnahmen erntete. Mehr als 1000 kleinere oder größere Fenster gilt es im großen Kloster-Komplex zu erneuern.

Hierzu gibt es eine eigene Spendenaktion, zu der im abgelaufenen Jahr unter anderem der Bezirk Oberbayern, der Landkreis Rosenheim und der Bayernbund größere Beträge beitrugen. Derzeit hat der Förderverein 925 Mitglieder, das Ziel für dieses Jahr ist die Mitgliederzahl 1.000.

Neben der finanziellen Förderung des Klosters hat sich der Verein auch die Aufgabe gesetzt, die Geschichte des Klosters näher zu bringen. Diesem Ziel soll eine neue Form von Ausflügen werden nach dem Motto „Wir machen uns auf den Weg“. Dabei sollen Orte in Bayern und darüber hinaus aufgesucht werden, die mit dem Kloster in geschichtlicher Verbindung stehen, die erste Fahrt führt im Herbst nach Erlbach und Moosinning.

Versammlung des Freundeskreises in Frauenwörth

Aufgrund des gut florierenden Seminarbetriebs mit Wissenschaftlern und Teilnehmern aus aller Welt ist es erforderlich, die Glasfaser-Versorgung der Insel zu verbessern. Vorsitzender Klaus Stöttner versprach, zusammen mit den Bürgermeistern der Gemeinden Gstadt und Chiemsee an diesem Thema dranzubleiben. Einen Rückblick in Bildern auf das vergangene Jahr im Kloster und auf der Fraueninsel erläuterte Frau Äbtissin Johanna Mayer. Sie bedankte sich dabei beim Förderverein für dessen kräftige Aktivitäten und auch für die jüngst erfahrene Unterstützung beim Hochwasser, das die Aula nur um wenige Zentimeter nicht überflutete.

Ihr besonderer Willkommensgruß unter den über einhundert Versammlungsbesuchern, die zuvor auch an einer feierlichen Vesper im Münster von Frauenchiemsee mit Domkapitular Prälat Lorenz Kastenhofer teilnahmen, galt dem Oberbayerischen Bezirkstagspräsidenten Josef Mederer , dem ehemaligen Oberbayerischen Regierungspräsidenten Werner-Hans Böhm, Christian Glas als Vertreter des Bayernbundes und Franz Mayer, dem Vorsitzenden des neu gegründeten Arbeitskreises für die Öffentlichkeitsarbeit. Aus dessen Aktivitäten wurde ein neuer Anstecker für alle Freunde der Fraueninsel vorgestellt, das Sebastian Huber aus Breitbrunn entworfen hatte.

Das „Zeichen der Verbundenheit“ ist ab sofort beim Freundeskreis zum Preis von fünf Euro erhältlich, der gesamte Erlös kommt wieder dem Förderverein und damit auch direkt dem Kloster zugute.

Ehe sich die Versammlungsteilnehmer an einem Büffet stärken und sich an Weisen der Hartsee-Musikanten erfreuen konnten, wurde noch zu einem Benefizkonzert zu Gunsten der Renovierung der Fenster in der Klosteranlage der Abtei Frauenwörth eingeladen. Dieses Konzert findet am Sonntag, 7. Juli ab 11 Uhr im Senatssaal des Bayerischen Landtags statt und dabei wirken mit die Laubensteiner Bläser, der Pasinger Dreigesang, der Landfrauenchor, die Söchtenauer Streicher, die Gruppe „Allegro“ und Organist Dr. Berndt Jäger, die Schirmherrschaft haben IKH Herzogin Helene in Bayern und Dr. Erich Prinz von Lobkowicz übernommen. .

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