"Wer will schon auf Hundekot ausrutschen?"

Fraueninsel - Klosterschwester Hanna, die auch Gemeinderätin von Chiemsee ist, hat gegenüber chiemgau24 die neue Hundeverordnung erklärt. Halter, die dagegen verstoßen, werden ab Januar 2010 bestraft. 

Hunde sind auf der Fraueninsel jetzt grundsätzlich an der Leine zu führen. Der Gemeinderat Chiemsee hat in der jüngsten Sitzung einstimmig eine Verordnung über das freie Umherlaufen von Hunden erlassen. Das Gremium verpflichtete die Hundeführer vor allem auch, anfallenden Hundekot unverzüglich zu entfernen.

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Bereits in einer früheren Sitzung hatte der Gemeinderat über die Notwendigkeit der Einführung einer Hundehaltungsverordnung ausführlich gesprochen. Dem Gemeinderat war es ein Ärgernis, dass Hunde frei umherlaufen und auf den Wiesen ihren Kot hinterlassen. So sieht die Verordnung jetzt vor, dass die Hundehalter ihre Vierbeiner anleinen und den Kot beseitigen müssen. Wer dagegen handelt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einer Geldbuße rechnen.

Fraueninsel: Hunde müssen an die Leine!

Der Gemeinderat hatte bereits Schilder mit dem Wortlaut "Hunde sind zwingend an der Leine zu führen" an den beiden Dampferstegen aufstellen lassen. Die neue Verordnung, die sofort in Kraft tritt und vom Landratsamt Rosenheim nicht besonders genehmigt werden muss, schafft jetzt eine rechtliche Grundlage.

Keine staatliche Förderung für Steg

Für den Bau des geplanten öffentlichen Schwimmsteges auf der Westseite der Fraueninsel gibt es grundsätzlich keine staatliche Förderung. Bürgermeister Georg Huber erinnerte, dass die Verwaltung beauftragt worden sei, nach finanzieller Unterstützung zu suchen. So habe die zentrale Förderstelle bei der Regierung von Oberbayern festgestellt, dass für dieses kommunale Vorhaben ein staatlicher Zuschuss ausgeschlossen sei. Wie es jetzt mit dem Stegbau ohne Förderung und ohne Sponsor - dem Wassersportverein als Mitbeteiligter am Bau ist der Hauptsponsor abgesprungen - weitergeht, soll auch ein Thema bei der Bürgerversammlung 2010 sein, erklärte Huber.

Im Zuge der energetischen Sanierung des Gemeindehauses mit Förderung über das Konjunkturpaket II der Bundesregierung (wir berichteten) seien die Ausschreibungen erfolgt, informierte der Bürgermeister. Die Arbeiten hätten aber noch nicht begonnen. Vor und nach dem Umbau soll jetzt die Rodonkonzentration durch das bayerische Landesamt für Umwelt noch gemessen werden. Der Gemeinderat hatte dazu keine Einwände.

Der Fährdamm der Gemeinde in Gstadt war vor einigen Jahren grundlegend saniert und den neuen Erfordernissen, so auch für die neue Fähre, angepasst worden. Desgleichen auf den neuesten Stand gebracht wurde jetzt auch der Gestattungsvertrag mit dem Freistaat Bayern und der Seeverwaltung Chiemsee über die Nutzung des Fährdammes. Der Bürgermeister las den Vertrag vor.

Der Gemeinderat billigte das Bauvorhaben von Monika und Walter Huber, die die mittlere Wohneinheit im Haus Nummer 29a umnutzen wollen. Sie dient zur Erweiterung des bestehenden Ladens.

Andrea Maurer sowie Fritz Stephan junior und senior erhielten jetzt das gemeindliche Einvernehmen für ihre Hafenanlagen. Grünes Licht bekam außerdem die Familie Stephan für drei weitere Bootsliegeplätze im Hafenbecken. th

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