Steg ist immer noch eine Baustelle

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Der neue Schwimmsteg wird schon von vielen Seglern angesteuert.

Fraueninsel - Sehr zum Ärger der Gemeinde Chiemsee ist die im Mai installierte, neue öffentliche Beton-Schwimmsteganlage auf der Westseite des Eilands immer noch eine Baustelle.

Neuralgischer Punkt der Anlaufstelle für Segel- und andere Boote ist ein fehlender sicherer Übergang zwischen zwei Betonschwimmelementen. Der Gemeinderat sah in der jüngsten Sitzung in den vorgebrachten Vorschlägen des Konstrukteurs nicht die Lösung des Problems.

Der öffentliche Weststeg wird schon rege von den Seglern und anderen Bootsbesitzern benutzt, obwohl mehrere Schilder darauf hinweisen, dass die Anlage nach wie vor eine Baustelle ist.

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Gelöst wurde inzwischen das Problem mit dem vierten Stegelement, das in Richtung Insel zeigt. Wie berichtet, war ein Bolzen der Verbindung mit der übrigen Steganlage gebrochen und das Reststück des Steges zwischenzeitlich bei der Fähranlage gelagert worden. Mit stärkeren Bolzen ist dieses Teilstück jetzt wieder fest mit dem übrigen Steg verbunden.

Die Betonstegelemente zwei und drei sind aber immer noch lediglich mit Ketten verbunden und der gefahrlose Übergang von einem auf das andere Teil nicht gewährleistet.

Das Gremium vertrat im Gemeindehaus jetzt die Meinung, dass für einen gefahrlosen Übergang mittels einer Brücke zuerst eine ausreichende Festigkeit der Betonschwimmelemente in alle Richtungen erreicht werden müsse.

Zwei Teile des Schwimmstegs sind immer noch nicht sicher miteinander verbunden.

Bürgermeister Georg Huber berichtete von einem Ortstermin Ende Juli mit der Stegbaufirma und dem Konstrukteur, bei dem die Mängel gemeinsam besprochen worden seien. Der Konstrukteur habe daraufhin jetzt, Mitte September, Lösungsvorschläge für den Übergang zwischen den beiden Betonstegelementen unterbreitet. Er habe vorgeschlagen, die beiden Elemente mit einem sogenannten Oberlenker zu versteifen. Holzpanelen sollen dann den Gang über die beweglichen Teile ermöglichen.

Nach Auffassung des Gremiums lösen aber beide Vorschläge nicht das Problem. Der Übergang wäre nicht stabil genug. Ein Sachverständiger soll dies jetzt prüfen. Er soll dann auch Lösungsvorschläge zur Beseitigung der Mängel vorlegen.

Nach eingehender Beratung kam das Gremium zu dem Beschluss, dass die Bezahlung der Restforderung der Stegbaufirma aufgrund der erheblichen Mängel derzeit nicht erfolgen könne. Der Rat sprach sich zudem dafür aus, sich Rechtssbeistand zu holen.

Bis auf Weiteres zurückgestellt wurde der Abschluss des Vertrags mit dem Wassersportverein Frauenchiemsee (WVF) über die Benutzung der Anlage.

th/Chiemgau-Zeitung

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