Priener (17) kaufte lebensgefährliches "Sprengei"

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Freyung/Prien - Das hätte ins Auge gehen können: Ein 17-jähriger Priener kaufte in Tschechien eine 1,3 Kilogramm schwere „Bombe“ - und wurde erwischt.

Die Schleierfahnder der Polizeiinspektion Freyung fragten sich: „Ist es denn schon wieder Silvester?“. Sie hatten bei der Kontrolle eines 17-jährigen Urlaubers am Montag (10.09.2012) den Eindruck, dass er etwas genauer unter die Lupe genommen werden sollte und wurden auch fündig. Mit seiner Wäsche hatte der Oberbayer ein „Sprengei“ mit dem stattlichen Gewicht von 1,3 kg umwickelt und in seiner Reisetasche versteckt. Das alles angeblich nur, damit es vor Erschütterungen und zu großer Hitze beim Transport geschützt ist.

Zu Silvester sollte das „Sprengei“ auf einem Bolzplatz zur Belustigung hochgejagt werden. Der nach polizeilicher Einschätzung hochgefährliche Sprengsatz wurde sichergestellt und der Pyromane wegen illegaler Einfuhr von explosionsgefährlichen Stoffen zur Anzeige gebracht.

Die Polizei warnt ausdrücklich vor dem Kauf von Feuerwerkskörpern auf Vietnamesenmärkten. Diese entsprechen keinen Sicherheitsstandards. Beim „Sprengei“ gibt der chinesische Hersteller auf dem Aufkleber an, dass dieses nur von geprüften Fachleuten verwendet werden darf und schreibt einen Sicherheitsabstand von 250 m vor. Die Polizeibeamten halten es schlicht für eine lebensgefährliche Bombe in Händen von Ahnungslosen.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Freyung

Quelle: rosenheim24.de

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