Gemeinde hat Straßenlampen umgerüstet

Rat fühlt sich schlecht informiert

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Rimsting - Hat die Firma Eon die Gemeinde bezüglich des Einsparpotenzials im Rahmen der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf Energiesparlampen falsch informiert?

Diese Frage diskutierte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Der Kommunalbetreuer von Eon, Alexander Usselmann, informierte das Gremium über die gesetzlichen Vorgaben und den technischen Stand der Straßenbeleuchtung.

Im Oktober hatte das Gremium gefordert, dass die Verwaltung prüft, ob die Gemeinde bezüglich des Einsparpotenzials falsch informiert worden sei. Johann Nußbaum (UWG) hatte diese Meinung in der Diskussion über die Rechnungsprüfung geäußert. Die versprochene Einsparung von 30 Prozent sei offensichtlich nicht erreicht worden, eine Klärung sei notwendig.

Die Verwaltung prüfte die Angelegenheit. Das Ergebnis gab Bürgermeister Josef Mayer jetzt in der jüngsten Gemeinderatsitzung bekannt. So habe die erste Umrüstung auf Energiesparlampen im Jahr 2006 nach sich gezogen, dass sich der Stromverbrauch dann um bis zu 30 Prozent verringert habe. Bei rund 70 hauptsächlich neueren Lampen seien damals die Leuchtmittel getauscht worden.

In den darauf folgenden Jahren seien dann hauptsächlich alte Straßenlampen umgerüstet worden, bei denen dann auch der Leuchtenkopf komplett erneuert worden sei. Bei dieser Umstellung habe jedoch eine Einsparung von 30 Prozent nicht erzielt werden können. Denn eine Erhöhung der Wattleistung sei nötig gewesen, um die augenblicklich geltenden gesetzlichen Vorschriften zur Ausleuchtung von Straßenzügen zu erfüllen.

Usselmann führte dann alles noch einmal genau aus. Im Rahmen der ersten Umrüstung seien bei den Lampen die Leuchtmittel ausgetauscht worden. Die Stromeinsparung habe bei 27 bis 28 Prozent gelegen. Bei der weiteren Umrüstung mussten dann laut Usselmann nicht nur die Leuchtmittel, sondern zumeist auch die Lampenköpfe ausgetauscht werden. Die Wattzahl habe nicht überall reduziert werden können.

Austausch noch in zwei Fällen

Im Ergebnis der letzten fünf Jahre sei jedoch trotzdem eine Einsparung von 30 Prozent erreicht worden, erklärte Usselmann. Dies sei aber nicht Gegenstand des Vertrages mit der Firma Eon gewesen. Dieser habe sich nur auf den ersten Umrüstungsschritt bezogen, betonte der Kommunalbetreuer.

In der Diskussion sagte Thomas Schuster (CSU), dass das Gremium offensichtlich nicht vollständig informiert worden sei. Im Falle der Entscheidungen über weitere Umrüstungen sei das Gremium immer von einer Stromverringerung von 30 Prozent ausgegangen.

Zur Frage, wie viele Lampen die Gemeinde bis zur gesetzlichen Änderung 2015 - Quecksilberdampflampen dürfen nicht mehr in den Verkehr gebracht werden - noch austauschen müsse, erklärte Usselmann, dass es sich nur noch um zwei Lampen handle. Und selbst hier könne man durch Lagerhaltung von Ersatzlampen noch viele Jahre auskommen.

th/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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