Fünf-Jahres-Plan für Straßensanierung

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Gstadt/Gollenshausen - Die Gemeinde will in einem Fünf-Jahres-Plan ihre Straßen und Wege sanieren. Die Arbeiten werden nach Dringlichkeit gestaffelt und sind von finanziellen Mitteln abhängig.

Der Gemeinderat stimmte in der jüngsten Sitzung dem Vorschlag von Bürgermeister Bernhard Hainz zu, alle Straßen von einem Ingenieurbüro erfassen zu lassen und dann, ähnlich wie bei der Kanalisation, eine Kartierung nach Schadensklassen zu erstellen.

Ziel ist es, innerhalb von fünf Jahren alle schadhaften Straßen und Wege zu sanieren, je dringender, desto früher. Wenn die Kartierung nach Schadensklassen durch ein Ingenieurbüro abgeschlossen ist, sollen die Straßen nach Dringlichkeit im Rahmen festgelegter Haushaltsmittel auf den neuesten Stand gebracht werden, erläuterte der Bürgermeister.

Georg Anderl (Bürgerliste) begrüßte den Vorschlag, langfristig zu planen und damit Geld zu sparen. Dem Vorhaben wurde einstimmig zugestimmt.

Die Gemeinde Gstadt hat sich bis jetzt grundsätzlich nicht am EU-Förderprogramm "Leader" beteiligt. Weil aber inzwischen viele Maßnahmen auch in benachbarten Kommunen, wie derzeit beispielsweise der Erlebnisweg in Rimsting auf die Ratzinger Höhe, mit Finanzspritzen aus diesem Förderprogramm verwirklicht werden konnten, sei ein Beitritt zu überlegen, erklärte Hainz. Nach seinen Erkundigungen werde das neue, immer auf mehrere Jahre ausgelegte "Leader"-Programm frühestens 2014 aufgelegt. Bewerbungen müssten spätestens 2013 eingebracht werden.

In der Diskussion kam der Gemeinderat zu der Auffassung, dass ein Beitritt nur einen Sinn habe, wenn auch ein entsprechendes Projekt ins Auge gefasst werden könne. "Es gibt dafür viele Möglichkeiten", so der Bürgermeister.

Das Gremium verständigte sich darauf, sich zuerst über die Möglichkeiten der föderfähigen Maßnahmen genau zu infomieren und dann über eine Mitgliedschaft zu entscheiden. Zu einer der nächsten Sitzungen soll die zuständige Sachbearbeiteirn der Regierung von Oberbayern eingeladen werden.

Einstimmig grünes Licht gab es für den Antrag der Björn Schulz-Stiftung, eine Wiese am künftigen Erholungsheim für schwerstkranke Kinder und deren Familien in Mitterndorf einzäunen zu dürfen. Dort soll ein Streichelzoo entstehen.

Weil die Stiftung kein landwirtschaftlicher Betrieb ist, musste sie einen Bauantrag für den Zaun stellen.

Im Strandbad Gollenshausen soll, ebenso wie schon in Gstadt, eine Tafel aufgestellt werden, auf der das Bergpanorama erklärt wird, das sich Betrachtern beim Blick über den Chiemsee hinaus bietet. Das Gremium genehmigte die Kosten von 1800 Euro.

Genehmigt wurde auch der Zuschussantrag der Musikschule Prien zur Förderung von zehn Schülern aus dem Gemeindegebiet. Gstadt unterstützt jedes Kind mit 50 Euro.

Aus den Reihen des Gremiums kamen noch zwei Wünsche, die bei der nächsten Verkehrsschau mit der Polizei besprochen werden sollen: eine Verkehrsberuhigung im Bereich der Loibertinger Straße und in Mitterndorf ein Parkverbot für die Zufahrt zum Chiemsee.

Der Moosweg soll bei nächster Gelegenheit wieder ausgekiest werden, sicherte der Bürgermeister noch auf Anfrage zu.

th/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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