G8-Abiturienten haben "schwer gekämpft"

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Mit großer Herzlichkeit beglückwünschte Isings Schulleiterin Bärbel Ebner (Mitte) ihre zwei besten Absolventen. Amelie Niederbuchner aus Tabing und Alexander Heinisch aus Chieming.

Chieming - 34 Abiturienten des ersten G8-Jahrgangs konnten am Landschulheim Schloss Ising ihre Abiturzeugnisse in Empfang nehmen. Sie wurden gelobt: "Ihr habt schwer gekämpft."

Schulleiterin Bärbel Ebner würdigte die Leistungen unter anderem mit der Feststellung: "Ihr habt schwer gekämpft."

In alphabetischer Reihenfolge gratulierte Ebner den Absolventen, begleitet von je einem Bild auf der Leinwand und der Lieblingsmusik des jeweiligen Abiturienten. Oberstudienkoordinatorin Ulrike Scheck überreichte die Zeugnisse und Internatsleiterin Catrin Brandl die Ehrennadel, die vom Verein der Alt-Isinger gesponsert wurde.

Als Schulbeste bekamen Amelie Niederbuchner aus Tabing und Alexander Heinisch aus Chieming (jeweils Notenschnitt 1,5) Buchgeschenke vom Förderverein des LSH. Außerdem stellte Ebner die Leistungen von Maximilian Moshage aus Seebruck, Josefine Fuchs aus Winhöring (beide 1,6), Max Georg Erber aus Grabenstätt (1,7), Johannes Jell aus Gollenshausen und Moritz Unterreitmeier aus Obing (je 1,9) heraus.

Die Schulleiterin erinnerte angesichts des besonderen Tages daran, dass die jetzigen Abiturienten 2003 zunächst die fünfte Klasse durchlaufen hatten, bevor sie in der sechsten dann plötzlich G8- Schüler waren. Diese Neuerung, die Verkürzung der Gymnasialzeit in Bayern um ein Jahr, war laut Ebner von skeptischen bis ablehnenden, aber auch positiven Reaktionen aus Politik und Gesellschaft begleitet.

"In unserer globalisierten Welt hatte man in allen Bundesländern die Idee, unsere Elite müsste früher an die Hochschulen und dann in die Arbeitswelt entlassen werden", sagte sie. Das sei nach dem Motto "Je jünger, desto besser" geschehen.

"Wir, die Lehrer und Erzieher, verstanden und verstehen uns nicht nur als Wissensvermittler, wir haben euch den Glauben an Visionen, Begeisterungsfähigkeit, Sensibilität, eine Kultur des gegenseitigen Respekts und ein Bewusstsein für notwendige gesellschaftliche Werte vermittelt, aber auch das intellektuelle und menschliche Rüstzeug für die Zukunft", blickte Ebener zurück.

Für besondere Verdienste wurden Schüler durch den stellvertretenden Schulleiter, Wolfgang Brand, geehrt. Diese hatten sich als Tutoren in der Schülervertretung, im Schülercafé, im Sanitätsdienst oder im musischen Bereich als langjährige Mitglieder von Chor, Schülerbands und der Theatergruppe verdient gemacht.

Besonders erwähnte Brand das Praxis-Seminar "Physik zum Anfassen" unter Leitung von Oberstudienrat Peter Himstedt. Die besonders verdienten Absolventen erhielten jeweils ein Fotobuch mit Erinnerungsbildern von den vielfältigen Aktionen und Veranstaltungen der vergangenen Jahre.

Die Sprecher der Abiturienten erinnerten ausführlich an viele glückliche Momente. Das Landschulheim Schloss Ising sei ihre Heimat geworden. Sie sparten aber auch nicht mit kritischen Worten am G8, das nach ihrer Meinung vom Kultusministerium nicht optimal umgesetzt worden sei. Die Sprecher überreichten kleine Präsente, unter anderem an Lehrerin Dr. Karin Biller, der sie den Titel "Schulmama" verliehen.

Glückwünsche zum bestandenen Abitur sprachen auch ein Mitglied des Elternbeirates und Simon Hochreiter vom Verein "Alt-Ising" aus.

Musikalisch wurde die Feier vom Schulchor unter Leitung von Frank Schöftenhuber gestaltet. Die musikalischen Einlagen der Abiturienten selbst, gespickt mit heiteren Auftritten, kamen bei den Gästen ebenfalls sehr gut an.

oh/Chiemgau-Zeitung

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