In Tracht der Hitze getrotzt

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Wildenwart – So heiß war es bei einem Gautrachtenfest wohl noch nie. Auch wenn die Hitze den Trachtlern zu schaffen machte - in Wildenwart gab's ein Bilderbuch-Gautrachtenfest:

Zum fünften Mal in der 110-jährigen Vereinsgeschichte war der Trachtenverein „Die lustigen Wildenwarter“ (Gemeinde Frasdorf) Gastgeber eines Gautrachtenfestes beim Chiemgau-Alpenverband. Noch nie zuvor war es aber die Hitze, die den Organisatoren des inzwischen 77. Chiemgauer Gautrachtenfestes am meisten zu schaffen machte. Aber wie auch bei sonstigen Herausforderungen blieben die Wildenwarter Gastgeber und die Verantwortlichen des Chiemgau-Alpenverbandes mit Gauvorstand Miche Huber aus Rottau an der Spitze kühl und bewahrten die Übersicht.

„Viel Wasser und weniger Bier“ – das war schon am frühen Morgen nach der Ankunft der rund 3000 Trachtlerinnen und Trachtler der 23 Trachtenvereine des Gaues und weiterer geladener Vereine die Devise. Wasserstationen und große Sonnenschirme beim südseitigen Gottesdienstplatz in Brandenberg sowie entlang des Festzuges von Wildenwart durch Prutdorf in Richtung Prien waren ebenso vorbereitet worden wie sich die einzelnen Vereine mit Wasserdepots auf den Festwägen vorsorgten.

Nur bei der Tracht selbst gab es keine großen Marscherleichterungen. Am meisten zu schwitzen hatten die Röckefrauen mit ihrem Gewand, leichter hatten es da schon die Mannerleute mit der „Kurz´n“.

Die hochsommerliche Hitze war allerdings nicht alleinbestimmend, was den Festcharakter des Gaufestes in Wildenwart mit der Schirmherrin und Herzogin Elizabeth von Bayern auszeichnete. Die sauberen Trachten, die Blasmusikkapellen, die immer wieder trotz der Hitze fahnenschwingenden Fähnriche, die Rosserer und die Festwägen und nicht zuletzt die gemäß dem Chiemgauer Trachtlermotto „Jung und Alt miteinand“ sichtbare Freude an der Teilnahme am Fest waren Zeichen für das intakte Trachtler-Dasein innerhalb des Chiemgau-Alpenverbandes. Dazu kam noch, dass gerade noch rechtzeitig zum Gaufest die Fest-Wegstrecke entlang der Staatsstraße von Wildenwart nach Prutdorf neu geteert worden war und somit zusammen mit den schön geschmückten Häusern, Gärten und Zäunen für alle Festzugteilnehmer eine zusätzliche Freude waren.

Gautrachtenfest in Wildenwart

Zwischen dem Gottesdienst, bei dem Monsignore Bruno Fink aus Prien den Trachtlern für ihr Glaubenszeugnis und insbesondere für die aktive Wahrung des Betens dankte, und dem nachmittäglichen Umzug gab es im und um das Festzelt viele Möglichkeiten, sich zu stärken und auszutauschen.

Die Paten- und Nachbarsvereine aus Niederaschau, Söllhuben, Frasdorf und Atzing nutzten die große Festzeltbühne auch zu Plattler- und Trachtentanz-Auftritten – sehr zur Freude und gar manchmal zum freudigen Erstaunen der Trachtler und ihrer Gäste aus nah und fern.

„Das Gaufest in Wildenwart war einfach herzerfrischend!“ – so ein Trachtenkamerad, der eigens vom Rhein-Main-Gauverband in den Chiemgau kam.

Quelle: rosenheim24.de

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