Gebirgsschützen gedachten der toten Kameraden

Prien - Im Rahmen der Feierlichkeiten zur 50-jährigen Wiedergründung gedachten die Gebirgsschützen traditionell auch der toten Kameraden. Die Totenehrung ging dem Festabend voraus.

Mit einem eindrucksvollen, von der Blaskapelle Prien musikalisch gestalteten Totengedenken begannen die Feierlichkeiten in Verbindung mit dem 27. Bataillonsfest des Inn-Chiemgaus. Die Gebirgsschützen und die Ortsvereine mit ihren zahlreichen Fahnenabordnungen zogen gemeinsam auf den Marktplatz. Nach Gebeten von Monsignore Bruno Fink legte Hauptmann Rudi Holthausen für die Priener Gebirgsschützen am Kriegerdenkmal einen Kranz zur Erinnerung an die verstorbenen Kameraden nieder.

Festsonntag in Prien

„Ihr habt gute Arbeit geleistet“, lobte Gauhauptmann Anton Greimel die Priener Gebirgsschützen zu Beginn des Festabends für die Vorbereitung der Feierlichkeiten.

Bürgermeister Jürgen Seifert, selbst Mitglied der Kompanie, erinnerte an die stete Verbundenheit der Gebirgsschützen mit König Ludwig II. „Bei Eurer Gründung war der erste, feierliche Anlass der 75. Todestag von König Ludwig II. Heuer feiern wir dessen 125. Todestag. Euer Anliegen war und ist es, die Tradition zu bewahren und für Werte wie Ehre und Vaterlandsdienst einzutreten. Für diese kameradschaftliche Lebenseinstellung sage ich ganz herzlichen Dank.“

Landrat Josef Neiderhell erinnerte daran, dass die Gebirgsschützen zu König Ludwigs Zeiten bereit waren, die Heimat und das Land zu verteidigen. „Heute vermitteln sie auch jungen Leuten das Gefühl, dass es sich lohnt, das gesellschaftliche Leben daheim mitzugestalten.“ Neiderhell, selbst Mitglied der Kompanie in seiner Heimatgemeinde Raubling, zeigte sich stolz, dass es im Landkreis Rosenheim überaus viele Wiedergründungsfeste von Gebirgsschützenkompanien gibt.

Priens Hauptmann Rudi Holthausen freute sich über die Unterstützung des Trachtenvereins, in dessen Trachtenheim auch die Kompanie zuhause ist. Die Harmonie war den Trachtenvorständen Klaus Löhmann und Sepp Furtner einer Bierspende wert. Auch die Patenkompanie aus Oberaudorf überbrachte ein Fass Bier.

Für ein abwechslungsreiches Musik- und Trachtenprogramm sorgten die Kinder-, Jugend- und Aktivengruppe des Priener Trachtenvereins, die Mühlbach-Musi, die Rimstinger Sänger, die Festmusikkapelle Prien unter der Leitung von Stefan Reinbrecht und Sepp Furtner, der es als Ansager in seiner ihm eigenen Art verstand, Geschichte und Geschichten auf humorvolle Weise zu erzählen.

Ein Höhepunkt des Festabends war auch die Ehrung der Mitglieder, die bei der Wiedergründung vor 50 Jahren dabei waren: Walter Steindlmüller, Simon Blank, Hans Lampersberger, Josef Stöttner, Adolf Ziereis, Alfons Eifertinger und Paul Panzer. Für diese Treue wurden sie von Holthausen mit je einer Urkunde und der Kompanie-Medaille in Gold geehrt. Weil Panzer aufgrund seiner über 40-jährigen Zugehörigkeit zur Hauptmannschaft diese Medaille bereits vor einigen Jahren erhalten hatte, bekam er nun eine Schützenscheibe.

hö/Chiemgau-Zeitung

 

Rubriklistenbild: © amf

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