Hallo Baby: Ein Blick in die Geburts-Statistik

Landkreis Rosenheim - 2.058 Babys wurden im vergangenen Jahr bis zum 31. Dezember im Landkreis geboren. Das sind zwei Prozent mehr als im Jahr 2009.

Die meisten Neubürger gab es in Kolbermoor, nämlich 150. Keine Überraschung ist in dieser Statistik das Tabellenschlusslicht: Die kleinste Gemeinde im Landkreis, Chiemsee, meldete nur eine Geburt.

Eher in die Rubrik „statistische Spielereien“ fallen in diesem Zusammenhang die direkten Vergleiche der Geburtszahlen der Gemeinden zwischen den Jahren 2009 und 2010. Positiv sticht hier die Gemeinde Breitbrunn heraus, in der sich die Geburten von fünf auf 13 beinahe verdreifachten. Den prozentual deutlichsten Rückgang gab es in Ramerberg. Die Zahl der Neubürger sank von 15 auf zehn.

Wesentlich aussagekräftiger sind die Vergleiche der vergangenen 20 Jahre. Die Zahlen belegen, dass in den 1990er Jahren deutlich mehr Babys geboren wurden als in den letzten zehn Jahren. Bis Mitte der 1990er Jahren lagen die Geburtenzahlen immer um 2.700. 1999 sank die Zahl der Geburten im Landkreis erstmals unter 2.500 und seit 2008 wird die Marke 2.100 nicht mehr erreicht. Aufgrund des Zuzugs in den Landkreis machen sich die sinkenden Geburtenzahlen bei der Einwohnerzahl nicht bemerkbar. Ganz im Gegenteil, die Landkreisbürger werden immer mehr: Seit 1993 stieg ihre Zahl um mehr als 30.000 auf heute knapp 250.000 an.

Auch in den zehn Realschulen und Gymnasien des Landkreises ist vom Geburtenrückgang nichts zu spüren. Im Schuljahr 2010/2011 besuchen über 6.600 Gymnasiasten und 4.400 Realschüler diese weiterführenden Schulen. So viele Schülerinnen und Schüler haben diesen Bildungsweg im Landkreis noch nie beschritten. Im Unterschied dazu gingen die Schülerzahlen an den Volksschulen vom vergangenen zum laufenden Schuljahr um über 700 zurück.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Rubriklistenbild: © pa

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