Gedenkfeier auf der Kampenwand

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Aschau/Kampenwand – Die Veteranen- und Soldatenkameradschaften aus den Landkreisen Rosenheim und Traunstein feierten am Sonntag den Gedenktag auf der Kampenwand.

Traumhafte Wetter- und Sichtbedingungen herrschten bei der 60. Gedenkmesse für die Gefallenen und Vermissten des Chiemgaus auf der Kampenwand. Es waren annähernd 5.000 Bergfreunde und Gläubige, die sich zusammen mit rund 100 Fahnenabordnungen einfanden, um gemeinsam mit S. E. Weihbischof Bernhard Haßlberger einen Gottesdienst zu feiern. Zum Abschluss wurden die neue bzw. restaurierten Fahnen der Krieger- und Soldatenkameradschaften Aschau und Höslwang gesegnet. Diese beiden Gemeinden waren zum heurigen Jubiläum gemeinsame Ausrichter des Festes.

Gedenktag auf der Kampenwand

Der Blick reichte weit über den Chiemsee und über das Rosenheimer Land hinaus, am Horizont war sogar die Landeshauptstadt München deutlich zu erkennen als die Besucher nach der Auffahrt mit der Kampenwandbahn oder nach einer Wanderung vom Tal auf dem Hochplateau der Kampenwand ankamen. Aschaus Bürgermeister Werner Weyerer hieß die Gläubigen und Ehrengäste willkommen und er bat, den Anlass der Zusammenkunft ernst zu nehmen.

„Das vor 60 Jahren vom Höslwanger Schreinermeister Franz Schaffner (sen.) und seinem Nachbarn und Schmiedemeister Josef Hell initiierte Kreuz sowie die vor 35 Jahren erbaute Kapelle „Maria, Königin des Friedens“ sind bis heute ein Mahnmal und eine Verpflichtung zugleich“, so der Aschauer Bürgermeister. Unter den zahlreichen Ehrengästen befanden sich auch die Abordnungen der Veteranen- und Kriegervereine vom Landkreis Rosenheim sowie aus dem Chiemgau und Rupertigau. Stark vertreten waren die Ortsvereine von Aschau und Höslwang.

Politische Mandatsträger kamen aus den Landkreisen Traunstein, Rosenheim und Mühldorf, des weiteren waren die Bundeswehr mit Reservisten und Soldaten, der Bayernbund mit Rosenheims Kreisvorsitzenden Christian Glas und Otto Dufter als Landesvorsitzender des Bayerischen Trachtenverbandes zugegen. Der Landkreis Rosenheim war durch stellvertretenden Landrat Josef Huber und der Landkreis Traunstein durch Alt-Landrat Jakob Strobl vertreten.

Ein ganz besonderer Gruß galt Franz Schaffner (jun.), der als einziger noch Lebender vor 60 Jahren mit dabei war, als das Kreuz auf der Kampenwand mit viel Arbeitsaufwand erstellt worden war. Weihbischof Bernhard Haßlberger feierte den Gottesdienst mit Pfarrer Johannes Palus aus Aschau und mit Pater Adam Salomon aus Höslwang. Die Bedeutung der Geburt Jesu und die Botschaft des Kreuzes standen im Mittelpunkt der Predigt des Weihbischofs.

„Eifersucht, Habsucht und Habgier bringen heute viel durcheinander“, sagte der Prediger. Zugleich weckte er Hoffnung als er sagte: „Das Kreuz ist nicht das Ende des Weges, Jesus, der Gekreuzigte lebt. Auch wir werden über den Tod hinaus Leben haben, ein Leben bei Gott“, so der Weihbischof. Die musikalische Gestaltung des eindrucksvollen Gottesdienstes übernahmen der Männerchor von Aschau i. Chiemgau sowie die Aschauer Blasmusik und die Aschauer Alphornbläser.

Zum Abschluss bedankte sich Bürgermeister Josef Eisner von der Gemeinde Höslwang bei den vielen Kräften, die in den 60 Jahren zum Bau und zur Pflege von Gipfelkreuz und Kapelle sowie zur Durchführung des Jubiläums beigetragen haben. Nach einer Kranzniederlegung sorgte die Königlich Bayerische Gebirgsschützenkompanie Aschau für den Ehrensalut.

Quelle: rosenheim24.de

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