Gegen "Gaudizone" an der Pfarrkirche

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Priener Kirche, im Hintergrund der Marktplatz.

Prien - Die Nordseite der Pfarrkirche darf sich nach Ansicht der Senioren-Union nicht zu einem "Vergnügungsareal" entwickeln. Die CSU-Senioren reichten deshalb einen Antrag im Rathaus ein.

Die Senioren-Union hat den Gemeinderat und die Verwaltung im Rathaus aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass der Raum zwischen dem Kronasthaus und der Kirche künftig weder als Parkplatz noch von der Gastronomie genutzt wird. Den Antrag der CSU-nahen Senioren-Union übergab Hans-Jürgen Schuster (CSU) im Marktgemeinderat.

Vorsitzende Elke Garczyk und die Senioren schreiben, es sei "in unserer Region üblich, dass um den sakralen Raum der Kirche aus Respekt und Pietät eine Tabuzone eingehalten wird, die dem speziellen Charakter eines Gotteshauses gerecht wird". Und weiter: "Viele Kirchenbesucher fühlen sich belästigt und beleidigt und sehen ihren Glauben missachtet, wenn der unmittelbare Nahbereich mit einer Kegelbahn (Weihnachtsmarkt), mit Autos, Festzelten und gastronomischem Mobiliar zugestellt wird." Ein Ort der Andacht sollte, wie er es früher gewesen sei, "nicht zur Gaudizone und zum Parkplatz verkommen".

Die Sondererlaubnis für einen Wagen zwischen dem Kronasthaus führt laut den Senioren dazu, "dass oft drei Autos von Beschäftigten der 'Casa Kronast' zwischen Kirchentür und Kronasthaus stehen". Es sollte möglich sein, die Sondererlaubnis auf den Parkplatz am Heimatmuseum zu verlagern. Dass sich die "Casa Kronast" mit ihrem umfänglichen Mobiliar von der Frontseite in den schmalen Raum zur Kirche ausbreite, sei bei der Genehmigung von sieben Tischen "sicher nicht vorgesehen" gewesen. "Ebenso bitten wir", so die Senioren in ihrem Schreiben, in Zukunft davon abzusehen, eine Kegelbahn in diesem Zugangsbereich zur Kirche zu platzieren.

Freigehalten werden müsse der Zugang zur Kirche im Katastrophenfall. Für die Feuerwehr zum Beispiel sei er von der Nordseite nicht möglich. "Es stehen aufgestellte oder gestapelte Möbel im Weg." Bei Abendandachten oder Gottesdiensten könne die Sicherheit der Kirchenbesucher nicht gewährleistet werden.

pü/Chiemgau-Zeitung

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser