Gemeinde Bernau erhöht Gebühren

Bernau - Die Gemeinde Bernau dreht an der Gebührenschraube: Sie erhöht den Fremdenverkehrs- und den Kurbeitrag zum neuen jahr

 Die neuen Satzungen, die der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen hat, treten jeweils am 1. Januar nächsten Jahres in Kraft.

Nach Angaben von Kämmerer Martin Angerer rechnet die Kommune mit einem Anstieg der jährlichen Einnahmen von insgesamt etwa 225.000 Euro um 20.000 auf 245.000 Euro.

Die Gemeinde fördert den Tourismus. So nimmt sie Jahr für Jahr viel Geld in die Hand und stellt den Gästen im Ort zum Beispiel ein Hallenbad zur Verfügung. Von Betrieben, die von den Urlaubern profitieren, und von den Gästen selbst erwartet sie Gegenleistungen.

Den Fremdenverkehrsbeitrag müssen Selbstständige bezahlen, die aus dem Tourismus in der Gemeinde Vorteile ziehen. Die Beitragshöhe errechnet sich jeweils in einem komplizierten Verfahren, das vom Gewinn ausgeht. Von dem Sockelbetrag, der sich am Ende ergibt, müssen bislang fünf Prozent abgeführt werden. Mit großer Mehrheit hat der Gemeinderat jetzt eine Anhebung auf sechs Prozent beschlossen. Vier Räte stimmten gegen die Erhöhung, erläuterten ihre Ablehnung allerdings nicht.

Laut Angerer bringt der Fremdenverkehrsbeitrag heuer voraussichtlich 116.000 Euro in die Kasse der Gemeinde. Durch die Anhebung werde die Kommune im nächsten Jahr schätzungsweise rund 10.000 mehr bekommen.

Höherer Kurbeitrag in der Nebensaison

Einen Kurbeitrag müssen Urlauber, die sich in Bernau erholen, an die Gemeinde abführen. In der Hauptsaison bleibt er unverändert, in der Nebensaison steigt er.

Bislang muss jeder Gast pro Tag im Kurbezirk I (Altgemeinde Bernau) einen Euro in der Haupt- und 0,25 Euro in der Nebensaison sowie im Kurbezirk II (Altgemeinde Hittenkirchen) 0,75 beziehungsweise 0,20 Euro bezahlen. Künftig, so die Festsetzung, die der Gemeinderat traf, entfällt die Unterscheidung in Haupt- und Nebensaison. Das Gremium beschloss, dass der Kurbeitrag im Kurbezirk I einen und im Kurbezirk II 0,75 Euro pro Tag umfasst.

Heuer hatte die Gemeinde nach Angaben ihres Kämmeres etwa 110.000 Euro über diese Einnahmequelle erhalten. Angerer schätzt, dass die Summe im nächsten Jahr etwa um 10.000 bis 12.000 Euro steigen werde.

Bürgermeister Klaus Daiber betonte, dass die Gemeinde die Gebühren "schon lange nicht mehr erhöht habe". Im Vergleich zu den Nachbarkommunen seien die Beiträge auch nach ihrer Anhebung "noch günstig".

pü/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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