Gemeinde bleibt auf Kurs

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(Symbolbild)

Breitbrunn - Die Gemeinde Breitbrunn plant auch weiterhin, zusammen mit der Nachbarkommune Gstadt eine Mehrzweckhalle in Breitbrunn zu bauen.

Mit acht zu vier Stimmen hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einen Antrag von Reinhard Bauer (Freie Wähler/ÜWG) abgelehnt, in der Ortsmitte ein separates Vereinsgebäude und am Sportplatzgelände nur eine reine Sporthalle zu errichten.

Nach Ansicht von Bauer entstehen hohe Kosten, wenn die beiden Gemeinden eine Mehrzweckhalle mit Veranstaltungslokalität bauen. Gstadt habe sich festlegt, keinesfalls mehr als eine Million Euro beizusteuern. Sollte der Bau aber dann teurer werden, träfe dies dann die Gemeinde Breitbrunn alleine, befürchtete Bauer. Deshalb sollte statt der Mehrzweckhalle nur eine reine Sporthalle errichtet werden. Auf einem Gelände neben der Kirche, das die Gemeinde Breitbrunn schon vor Jahren erworben habe, sollte ein separates Vereinsheim entstehen.

Dr. Christoph Zipplies (Bürgerliste Breitbrunn) stellte sich hinter die Planungen der Gemeinde für eine Mehrzweckhalle. Er erinnerte an die positive Stimmung im Rahmen des Treffens mit den Vereinsvorständen. Diese positive Stimmung solle man doch aufgreifen. Außerdem sei der Beschluss zum Bau einer Mehrzweckhalle "demokratisch getroffen" worden. Dr. Zipplies forderte die Kritiker auf, diesen Beschluss doch "zu akzeptieren".

Neben Bauer rückte auch sein Fraktionskollege Anton Baumgartner vom Bau der Mehrzweckhalle ab. Er sah ebenfalls in drohenden, zu hohen Kosten den Grund, die Halle mit Mehrfachfunktion nicht zu bauen.

Karl Wastl (CSU/Freie Wähler) argumentierte, dass man mit zwei getrennten Anlagen von den Kosten her gesehen "auch nicht besser steht". "In zehn Jahren fallen dann die Instandhaltungskosten und Sanierungsmaßnahmen für zwei Gebäude an. Die Kosten fressen uns dann auf", warnte er. Außerdem seien die Vereine mit der angedachten Mehrzweckhalle zufrieden, gab er zu bedenken.

Platz "viel zu schade" für Vereinsheim

"Nochmals darüber zu reden, finde ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht gut", unterstrich Paul Vordermair (CSU/Freie Wahlgemeinschaft). Ein eigenes Vereinsheim auf dem Gelände neben der Kirche zu errichten, lehnte er grundsätzlich ab. "Der Platz ist viel zu schade." Außerdem brächte ein Vereinsheim zusätzlich Verkehr in den Ort. Vodermair erinnerte an das Kommunalunternehmen, das die beiden Gemeinden gegründet haben, und plädierte dafür, die Ergebnisse der Ausschreibungen für die Gewerke abzuwarten. Dann habe man konkrete Kosten vorliegen und könne entscheiden, was man zurückstellt, hob er hervor.

Wolfgang Schlemer (Unabhängige Wählerschaft) nannte die Diskussion "müßig". Er war sich aber sicher, dass die Kosten die angenommene Höhe von drei Millionen Euro übersteigen werden - und dass dann auch die Gemeinde Breitbrunn mehr bezahlen müsse als geplant.

Die Finanzierung ist bislang so ausgemacht: Die Mehrzweckhalle kostet - geschätzt - drei Millionen Euro. Zwei Millionen zahlt die Gemeinde Breitbrunn, eine Million Gstadt.

Acht Gemeinderäte stimmten, die Planungen in Richtung Mehrzweckhalle fortzusetzen. Reinhold Bauer, Baumgartner, Schlemer und Maria Therese Huber-Arpé waren dagegen.

daa/Chiemgau-Zeitung

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