Gemeinde ebnet Menschen mit Behinderung den Weg

Breitbrunn - Barrierefreiheit: Gepunktet hat die Gemeinde im letzten Jahr in ihrem Bemühen, Menschen mit Behinderungen einen Urlaub in Breitbrunn zu ermöglichen.

In der Bürgerversammlung im Gasthaus "Koniwirt" erinnerte Bürgermeister Hans Thalhauser an die Einweihung des barrierefreien Steges. Er erleichtere nicht nur Menschen mit Behinderung den Zugang zum Chiemsee. Laut Thalhauser nutzen auch viele Einheimische - insbesondere die Kinder in Breibrunn - die Anlage.

Wie viele andere Gemeinden beteiligt sich auch Breitbrunn am Projekt "Tourismus für alle". Das Ziel ist, Menschen mit Behinderungen den Weg in den Urlaub zu ebnen. Und auch Breitbrunn hat eine Projektgruppe aufgestellt. Sie habe sich im vergangenen Jahr getroffen und erörtert, wie man Menschen mit Behinderung Urlaub in Breitbrunn ermöglichen könne, so Thalhauser.

Er verwies auf die behindertengerechte Toilettenanlage am Pfarrheim, die mit einem EU-Schlüssel geöffnet werden könne und so jederzeit nutzbar sei. Auch die Bushaltestellen im Ortsbereich habe man im letzten Jahr barrierefrei gestaltet. Das Gremium habe die Bushaltestelle in Wolfsberg in Fahrtrichtung Breitbrunn als "mustergültig" bezeichnet - womit der Blick dann auf die die beiden Haltestellen im Ort gefallen seien. Sie seien noch im Herbst erhöht worden, sagte der Bürgermeister.

Als Baustelle ebenfalls abgeschlossen sei nun auch das Leichenhaus. Vor der Sanierung sei der Bau, der das Ortsbild mit präge, "wirklich nicht mehr zeitgemäß" gewesen. Im Mauerwerk habe sich die Nässe gestaut, die Ablaufleitungen seien zugewachsen, so der Bürgermeister.

Neu sind die zwei Solarlampen, die auf Anregung durch einen Bürger nun am Fußweg nach Mühln stehen. Und auch in der Stromversorgung geht Breitbrunn neue Wege. Thalhauser berichtete, die Gemeinde habe mit dem Stromanbieter Eon Bayern vereinbart, dass Breitbrunn mit 100 Prozent Ökostrom aus Wasserkraft versorgt werde. Der Vertrag laufe von 2010 bis 2013.

Immer noch nicht abgeschlossen sei, so Thalhauser weiter, die Untersuchung des Wasserschutzgebietes. "Wir wurden wiederum aufgefordert, weitere Bohrungen zu veranlassen, um die Fließrichtung des Grundwassers festzustellen", ging er auf den Vorgang ein, der bereits "zirka 45000 Euro verschlungen hat". Jetzt sei allerdings eine Zusage zur Genehmigung der weiteren Wasserentnahme in Sicht.

Erfreut zeigte sich der Bürgermeister über die Gesamtrenovierung der Malerkapelle durch bürgerschaftliches Engagement und gemeindliche Unterstützung. Sie verschönere nun die Ortsmitte.

Bei den Gästeankünften habe Breitbrunn ein kleines Plus (2008: 5435, 2009: 5479) verzeichnen können. Einen Zuwachs an Büchern und CDs konnte die Gemeindebücher erreichen. Neben den 150 Büchern und CDs, die die Gemeinde angeschafft habe, so der Bürgermeister, habe man aber auf der anderen Seite 50 bis 60 Bücher auch aussortieren müssen. Ingesamt umfasse die Bücherei 5000 Bände, von denen 3700 im Jahr 2009 ausgeliehen worden seien. Thalhauser lobte insbesondere die Grundschule, die oft mit den Kindern die Bücherei besuche.

daa/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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