Angebote für Solaranlagen werden eingeholt

Rimsting: Energie-Autarkie geht voran

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Markus Michel wechselt unter den Augen von Bürgermeister Josef Mayer (links) in der Schule die Umwälzpumpe der Heizungsanlage aus, um den Stromverbrauch zu senken.

Rimsting - "Die Gemeinde auf dem Weg zur Energie-Autarkie", also zur Unabhängigkeit von externen Lieferanten: Dieses Motto hat sich die Kommune auf die Fahnen geschrieben.

 Während die verschiedenen Aktionen für die Bürger wie ein Austauschprogramm für Heizungspumpen, Solaranlagen-Sammelbestellungen und thermografische Untersuchungen bei der Bevölkerung nach Auskunft aus dem Rathaus nur langsam anlaufen, will die Gemeinde beispielhaft vorangehen, sagte Bürgermeister Josef Mayer in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats im Rathaus.

Das Thema war wieder auf die Tagesordnung gekommen durch einen Antrag der UWG, der darauf abzielt, dass die Kommune bei der "Energie-Autarkie" mit ihren gemeindlichen Gebäuden eine Vorbildfunktion übernehmen solle.

Der Bürgermeister erklärte, dass ein Heizungs- und Sanitärbetrieb aus Greimharting bereits beauftragt worden sei, alle Umwälzpumpen in gemeindlichen Häusern zu überprüfen und - wenn notwendig - durch neue zu ersetzen. Diese Arbeiten sollen über das preisgünstige Angebot der Arbeitsgruppe "Energieautarkie für Rimsting" abgewickelt werden. Es seien in sechs Gebäuden elf Pumpen auszutauschen, fasste der Rathauschef zusammen.

Ein Teil der Gemeinderäte hielt es durchaus für sinnvoll, für das Rathaus mit Büros und Wohnungen ein Angebot zur Installation einer Solaranlage einzuholen. Auch wenn sich das wirtschaftlich nicht unbedingt rechne, werde doch ein Beitrag zum Energiesparen geleistet.

Der Bürgermeister und mehrere Gemeinderäte hielten es dagegen für sinnvoller, eine gemeinsame Heizungsanlage für Rathaus und Schule zu realisieren, beispielsweise für den Betrieb mit Hackschnitzeln. Damit könne ein weitaus höherer Beitrag zur Energieautarkie erfolgen. Das Gremium verständigte sich aber doch darauf, für das Rathaus zumindest ein Angebot für den Einbau einer Solaranlage einzuholen.

Eine Fotovoltaikanlage hält das Gremium auch für das gemeindliche Haus in der Bahnhofsstraße 2 für denkbar. Klaus Bauer (CSU) erklärte, dass dieses Gebäude ohnehin einmal generalsaniert werden müsse und eine entsprechende Heizungsanlage eingebaut werden könnte. Der Bürgermeister hielt dem entgegen, dass das Anwesen von der Miete her für Sozialwohnungen zur Verfügung stehen müsse und eine aufwendige Sanierung daher aus Kostengründen nicht vertretbar sei. Für dieses Gebäude soll nach dem Willen des Gremiums trotzdem ein Angebot mit Kosten-Nutzen-Berechnung für eine Fotovoltaikanlage eingeholt werden.

Auf Anregung von Johann Nußbaum (UWG) soll über die örtlichen Filialen das Angebot der beiden Banken kostenloser thermografischer Untersuchungen für Rathaus und Schule genutzt werden.

Die Beschreibung des Energiemessgeräts, das von der Gemeinde ausgeliehen werden kann, fand Nußbaum für "Otto Normalverbraucher" äußerst kompliziert. Die Arbeitsgruppe solle deshalb gebeten werden, eine einfache Kurzanleitung zu erarbeiten, die es den Bürgern ermögliche, den Stromverbrauch von Haushaltsgeräten möglichst unkompliziert abzurufen. Das Gremium schloss sich diesem Wunsch an.

th/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser