Gemeinde plant eigenen Parkplatz

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Hier soll es bald einen kommunalen Parkplatz geben.

Gstadt/Gollenshausen - Die Gemeinde Gstadt plant auf dem ehemaligen Campingplatz im Zentrum den ersten kommunalen Parkplatz überhaupt im Ort. Bisher gibt es fünf private Parkplätze, auf denen insgesamt rund 1000 Fahrzeuge Platz haben.

Hainz wies auch darauf hin, dass immer wieder in den Bürgerversammlungen Kritik darüber geäußert worden sei, dass Bürger anderer Ortsteile keine Möglichkeit haben, ihr Auto in Gstadt kostenfrei abzustellen. Dies soll jetzt dadurch ermöglicht werden, dass die erste halbe Stunde Parken auf dem ehemaligen Campingplatz gebührenfrei sein soll. Außerdem legte die Mehrheit des Gremiums fest, dass höhere Gebühren gelten sollen als auf den privaten Parkplätzen im Ort. Die Höhe bleibt noch offen. Den privaten Parkplatzbesitzern solle keine Konkurrenz gemacht werden, erklärte Hainz. Der neue solle in erster Linie als so genannter Überlaufparkplatz dienen, wenn alle anderen Stellplätze belegt sind. Um das Problem mit ein- und aussteigenden Passagieren von Reisebussen zu lösen, das besonders während des Christkindlmarktes auf der Fraueninsel in den vergangenen Jahren immer wieder zu Problemen geführt hat, beauftragte der Gemeinderat ein Ingenieurbüro, auf dem künftigen Parkplatz auch eine Busspur vorzusehen, wo die Fahrgäste ein- und aussteigen können. Neben dieser Spur dürften auf dem Areal etwa 120 Pkw Platz finden.

Erhebliche Bedenken gegen den öffentlichen Parkplatz der Gemeinde erhoben in einem Schreiben drei der privaten Parkplatzbetreiber. Der Bedarf an Parkplätzen sei in Gstadt gedeckt und die Anlieger müssten vor Lärm geschützt werden. Außerdem müsse der Platz auch noch baulich hergerichtet werden, was hohe Kosten verursachen dürfte, vermuteten sie in ihrem Schreiben. Hainz widersprach dieser Befürchtung. Der Untergrund sei zum Teil schon mit Gittern im Rasen für eine Parkplatznutzung ausreichend befestigt. Der Parkplatz soll mit einem Schrankensystem gesichert werden. Anlagen mit Münzeinwurf seien für rund 5000 Euro zu haben, ab 20000 Euro könnten Systeme mit Kassenautomaten erworben werden, erläuterte der Bürgermeister. Eine Entscheidung darüber wurde nicht getroffen.In der kontroversen Diskussion ging es in erster Linie nicht um den Parkplatz als solches, sondern um die Frage der Gebühren.

th/Chiemgau-Zeitung

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