Gemeinde muss aufs Tempo drücken

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Fraueninsel - Um die Förderung in Höhe von 100.000 Euro aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung für die energetische Sanierung des Gemeindehauses auf der Fraueninsel zu sichern, ist höchste Eile geboten.

Die Gemeinde muss bis spätestens 30. September zumindest den Auftrag für das erste Gewerk erteilen.

Die Gemeinde habe zwar definitiv die Zusage der Regierung von Oberbayern für einen Zuschuss in Höhe von 100000 Euro für die Sanierung des Gemeindehauses - in ihm hält auch der Gemeinderat seine Sitzungen ab - erhalten, so Kämmerer Thomas Wagner auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung. Den Förderantrag habe die Kommune bereits vor längerer Zeit gestellt, die Regierung habe jedoch noch keinen Genehmigungsbescheid erteilt.

Der Knackpunkt sei, so der Kämmerer, die neue Energie-Einsparungverordnung, die - mit schärferen Bestimmungen - Anfang Oktober in Kraft trete. Nur wenn der Auftrag für die erste Baumaßnahme bis 30. September erteilt werde, dürfe noch von der früheren Kostenschätzung ausgegangen werden, betonte Wagner. Ansonsten müsse der finanzielle Aufwand nochmals neu ermittelt werden, was eventuell zu höheren Kosten führen könne, die dann die Gemeinde zu tragen habe, so der Kämmerer.

Nach der Ausschreibung soll der Auftrag für das erste Gewerk, die Fenstersanierungsmaßnahmen, bis zum 30. September erfolgen, beschloss der Gemeinderat. Da bis zu dieser Zeit keine Gemeinderatssitzung mehr stattfindet, beauftragte das Gremium einen kleinen Ausschuss mit Bürgermeister Georg Huber, den Auftrag zu vergeben.

Gemeinsam Kurs auf Weststeg

Ein weiteres wichtiges Thema in der Gemeinderatssitzung war das Projekt eines öffentlichen Weststeges. Wie berichtet, liegt dafür die Baugenehmigung bereits seit zwei Jahren vor. Gemeinde und Verwaltung seien wegen der schwierigen Finanzierung jedoch immer noch auf der Suche nach Fördermöglichkeiten, erklärte Bürgermeister Huber. Wie bei der Anschaffung der neuen Lastenfähre, für die es wegen der Einmaligkeit des Projektes keinen eigenen Fördertopf gegeben habe, aber trotzdem ein Zuschuss erreicht worden sei, sollte es auch beim Weststeg sein, so die Vorstellungen der Gemeinde.

Das Gremium sprach sich dafür aus, eine Bauträgerschaft zwischen Gemeinde und Wassersportverein Frauenchiemsee als Initiator des Schwimmsteges anzustreben. In der nächsten Sitzung des Vereins sollte dafür ein Beschluss herbeigeführt werden, regte das Gremium an.

Trotz eindringlicher Bitten der Gemeinde an die Insulaner, bei Lieferungen von Waren, insbesondere von Pellets, auf kleinere Lkw umzusteigen (wir berichteten), haben sich die Beschädigungen von Grünflächen laut dem Bürgermeister durch größere Laster erheblich vermehrt. Der Gemeinde bleibe daher jetzt nichts anderes übrig, als an besonders betroffenen Stellen mit Findlingen neben den Wegen Abhilfe zu schaffen. Der Gemeinderat ermächtige den Bürgermeister, die erforderlichen großen Steine anzuschaffen.

Der bestehende Schlauchturm der Feuerwehr soll um drei Meter erhöht werden, so der Kommandant der Wehr, Benjamin Krämmer, in einem Schreiben an den Gemeinderat. Das Gremium sah die Notwendigkeit für eine bessere Trocknung der Schläuche. Es soll ein Angebot für die Baumaßnahme eingeholt werden.

Wie bekannt, verzögert sich die Baumaßnahme für die Sanierung des Schlosshotels auf der Herreninsel wegen erhöhter Kosten. Der Gemeinderat hatte daher keine Einwände, dass die Baugenehmigung für die Gastronomie-Zeltanlage am Kutschenplatz um ein Jahr bis zum 30. November 2010 verlängert wird. Der Gemeinderat ärgerte sich jedoch über die Aufstellung eines Veranstaltungszeltes am Sportplatz der Klosterwiese auf der Fraueninsel ohne Genehmigung der Gemeinde. Dafür sei in künftigen Fällen unbedingt das Einvernehmen mit der Kommune herzustellen, erklärte der Bürgermeister.

Ein weiteres Ärgernis ist die Verletzung der bestehenden Anleinpflicht für Hunde auf der Fraueninsel. So habe sich, wie Huber mitteilte, der Hund eines Insulaners wiederholt frei und unkontrolliert auf dem Eiland bewegt. Auf Beschwerden von Insulanern sei der Hundebesitzer bereits schriftlich von der Gemeinde aufgefordert worden, künftig die Hundehaltung besser im Griff zu haben. Da sich jetzt jedoch ein weiterer Vorfall ereignet habe, solle nochmals eine Aufforderung ergehen, bevor öffentlich-rechtliche Maßnahmen ergriffen werden müssen, so der Bürgermeister.

th/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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