Gemeinde plant eine breite Promenade

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Zu wünschen übrig lässt derzeit immer noch die Gestaltung des Uferabschnittes zwischen der Fähranlegestelle und dem Café "Inselblick". Nach jahrelanger Planung geht die Gemeinde jetzt an eine Verschönerung.

Gstadt - Was lange währt, wird endlich gut. Dieses Sprichwort passt genau auf die Uferpromenade in Gstadt, die jetzt endlich verbessert und verschönert wird.

Was lange währt, wird endlich gut. Dieses Sprichwort passt genau auf die Uferpromenade in Gstadt, deren letzten Abschnitt von der Fähranlage bis zum Café "Inselblick" die Kommune nach jahrzehntelangen Planungen jetzt endlich verbessert und verschönert. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat den Entwurf des Landschaftsarchitekten Robert Haidacher aus Rosenheim einstimmig gebilligt. Die Kosten betragen rund 150000 Euro. Die Gemeinde schultert die Ausgaben ohne staatliche Förderung.

Die Gemeinde Gstadt hat einen der längsten und schönsten Uferabschnitte am Chiemsee. Während sie im nördlichen Bereich, im Hofanger, einen Naturpark angelegt und das Strandbad neu gestaltet hat, will sie schon lange auch den Abschnitt südlich von Werft und Fähranlage in Richtung Café "Inselblick", wo sich die Stege der Insulaner und Bootsverleiher befinden, ebenfalls verschönern.

Erste Planungen zu diesem Zwecke habe die Kommune schon vor 25 Jahren entworfen, so Bürgermeister Bernhard Hainz im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung. Auf Drängen der Regierung sei sie in die Städebauförderung mit einbezogen worden. Die fertige Planung auch für die Uferpromenade sei dann jedoch von den Bürgern abgelehnt worden. Geld aus der Städtebauförderung für die Dorfverschönerung sei in Gstadt im Gegensatz zur Nachbargemeinde Breitbrunn nicht geflossen.

Vor rund sieben Jahren habe dann ein Landschaftsarchitekt im Zusammenhang mit der Planung für den Naturpark Hofanger auch für die Uferpromenade eine Neugestaltung entworfen, so Hainz. Aber auch sie fand nicht den Gefallen der Anlieger. Sie befürchteten seinen Angaben zufolge zu große Eingriffe in ihre Rechte.

Als er, Hainz, auf den Chefsessel kam, habe er es dann anders versucht. Er habe, wie er erzählte, gleich von Anfang an die Zusammenarbeit mit den Anliegern gesucht. In drei Zusammenkünften - zweimal mit dem Planer sowie den Vertretern der Seeverwaltung und anderer Behörden, einmal ohne sie - sei ein Konsens entwickelt worden, der dann in die Planung von Haidacher eingeflossen sei.

Von Anfang an habe die Prämisse gegolten, so der Bürgermeister weiter, dass in die Rechte der Bootsverleiher, die mit ihren Anlegestegen und Standorten auf den staatlichen Verlandestreifen, die sie gepachtet haben, nicht eingegriffen werden dürfe. Diesen Grundsatz habe auch der Planer zum Ausdruck gebracht - und so soll nun laut Hainz der gesamte Uferbereich mit seinen Schiffen und Stegen unverändert bleiben.

Hauptziel der neuen Planung sei ein gepflasterter Promenadenweg in einer Breite von 3,80 Meter vom Café "Inselblick" bis zur Werft bei der Fähranlage, sagte Haidacher. Die Hecke bleibe zum Teil bestehen, teilweise werde sie durch mobile Pflanztröge ersetzt. Sicherzustellen sei, dass die Boote der Verleiher im Frühjahr und Herbst ungehindert zu Wasser gelassen werden können.

Aber auch die Radfahrer, die auf dem Uferweg aus Breitbrunn kommen, müssen den Promenadenweg benutzen. Über geeignete Maßnahmen will die Gemeinde aber sicherstellen, dass sie künftig nicht mehr den dahinter liegenden Parkplatz durchfahren. Der Anfang des Promenadenweges an der Bootswerft soll noch eine schöne Gestaltung erfahren, wünschte der Gemeinderat.

In der Diskussion erklärte Gerhard Heindl (Unparteiische Wählergemeinschaft), die Planung gefalle ihm gut. Er wünsche nur, dass die Umgestaltung bald über die Bühne gehen möge. Hainz erläuterte, dass Gstadt als finanzstarke Gemeinde keine Förderung zu erwarten habe - was auch einen Vorteil hat. "Wir können dann bauen, wie wir wollen", so der Bürgermeister.

th/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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