Gemeinde muss wohl den Südsteg sperren

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Der Südsteg auf der Fraueninsel ist in einem schlechten baulichen Zustand. Die Gemeinde hat ihn gesperrt.

Fraueninsel - Die Gemeinde Chiemsee hat kein Glück mit ihren Anlegestegen auf der Fraueninsel und in Gstadt. Entweder wird bereits gebaut, oder es wäre notwendig.

Wegen des schlechten baulichen Zustandes musste die Gemeinde jetzt den Südsteg auf dem Eiland sperren. Der neue öffentliche Weststeg ist immer noch eine Baustelle. Und der Steg in Gstadt ist zu sanieren.

Bürgermeister Georg Huber unterrichtete den Gemeinderat in der jüngsten Sitzung, dass der Bauhof den gemeindlichen, öffentlichen Südsteg aufgrund des schlechten baulichen Zustandes gesperrt habe. Und das Gremium legte dann fest, dass er auch bis auf Weiteres geschlossen bleibt. Der Gemeinderat sprach sich für eine Sanierung, eventuell mit Schwimmstegelementen, aus. Da für eine Erneuerung auch eine wasserrechtliche Genehmigung erforderlich sei, erstelle ein Planer die notwendigen erforderlichen Unterlagen.

Huber berichtete anschließend über den Sachstand und das weitere Vorgehen im Rahmen des Baus des öffentlichen Weststeges. Wie wiederholt berichtet, drehen sich die Diskussionen um die sachgemäße Ausführung der Verbindung der einzelnen Schwimmstegteile und der Übergangsbrücken.

Der Bürgermeister erklärte, dass die Anwaltskanzlei ihm geraten habe, baldmöglichst einen Sachverständigen zur Begutachtung und Beurteilung der Anlage einzuschalten. Damit ergebe sich dann die Möglichkeit, Lösungsvorschläge zur Beseitigung der Mängel zu erstellen.

Huber gab auch bekannt, dass in der Streitsache mit der Stegbaufirma der Gemeinde Rechtsschutz gewährt werde. Er erinnerte, dass seit Feststellung der Baumängel die Gemeinde keine weiteren Zahlungen an die Stegbaufirma geleistet habe. Nach eigenen Angaben hätten Subunternehmer noch offene Forderungen an die Baufirma.

Die gemeindliche Steganlage für die Insulaner in Gstadt sei sanierungsbedürftig, gab Huber bekannt. So sei es nicht mehr damit getan, nur einzelne Stegbretter an den beiden Anlegestegen auszutauschen. Das Gremium kam überein, dass Angebote für komplett neue Laufbeläge für beide Stege eingeholt werden. Die Vergabe der Leistungen ist in einer der nächsten Sitzungen geplant. Die Maßnahme soll dann im nächsten Jahr ausgeführt werden.

Auch die Fertigstellung der energetischen Sanierung des Gemeindehauses bereitet der Kommune weiterhin Sorgen. Huber berichtete von der Einschaltung eines Bausachverständigen, der die Meinung vertreten habe, eine wasserabführende Drainage-Leitung könnte eventuell fehlerhaft ausgeführt worden sei. Es gehe dabei immer noch um das Eindringen von Oberflächenwasser in den Keller. Der Sachverständige sei der Ansicht gewesen, dass der Einbau eines zusätzlichen Sickerschachtes südöstlich des Gemeindehauses Abhilfe bringen könnte. Diese Maßnahme wäre mit einem geringen Aufwand zu bewerkstelligen.

Der Gemeinderat übernahm diese Sicht der Dinge. So soll nun die ausführende Firma zur Feststellung der Höhenlage die Drainage freilegen. Wenn sich dabei ergeben sollte, dass der nachträgliche Einbau eines Sickerschachtes eine Verbesserung bringt, sollte er im Zuge der Aufgrabung der Drainage-Leitung gleich mit gebaut werden.

Eine erfreuliche Nachricht hatte der Bürgermeister mit Blick auf den vorgesehenen Bebauungsplan für die Fraueninsel zu berichten: Laut Huber haben zwischenzeitlich mit allen drei vom Gemeinderat ausgewählten Planungsbüros Ortstermine stattgefunden. Nach Angaben des Gemeindeoberhauptes erstellen sie nun Konzepte. Diese Entwürfe werden dem Gremium dann ihm zufolge im Rahmen von Sondersitzungen präsentiert.

th/Chiemgau-Zeitung

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