Planer präsentiert mögliche Standorte - Versammlung am Mittwoch

Rathaus-Neubau: Dialog mit Bürgern gesucht

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Bernau - Auf ihrem langen Weg zu einem neuen Rathaus strebt die Gemeinde nun einem Meilenstein entgegen: Nach vielen Diskussionen möchte sie jetzt den Standort für einen Neubau festlegen.

Das Vorgehen: In einem ersten Schritt informiert die Verwaltung die Bürger über die drei zur Debatte stehenden Möglichkeiten und bietet ihnen an, ihre Meinung zu äußern, in einem zweiten trifft dann der Gemeinderat die Entscheidung. Der erste Akt steht jetzt unmittelbar bevor: Eine außerordentliche Bürgerversammlung zum Thema Rathausneubau veranstaltet die Gemeinde am Mittwoch, 16. Februar, um 19.30 Uhr im Gasthaus "Kampenwand". Und so ist der Ablauf der Veranstaltung geplant: Nach einführenden Worten von Bürgermeister Klaus Daiber erläutert Gerhard Hajer von der Planungsgruppe "Straßer + Partner" in Traunstein die zur Diskussion stehenden Standorte. Anschließend erhalten die Bürger die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Meinungen zu äußern. Professor Ulrich Pietrusky moderiert die Diskussion.

Zur Debatte steht ein Neubau an der Chiemseestraße anstelle des Einwohnermeldeamtes ("Schuhmann-Grundstück"), an der Rottauer Straße - und zwar dort, wo bislang der Minigolfplatz ist - oder an der Aschauer Straße in unmittelbarer Nachbarschaft zum Haus des Gastes. Alle drei in Frage kommende Flächen gehören der Gemeinde.

Daiber macht schon seit geraumer Zeit kein Geheimnis daraus, dass er ein neues Rathaus an der Chiemseestraße anstrebt. So eröffne das "Schuhmann-Grundstück", so benannt nach dessem Vorbesitzer, vielfältige Möglichkeiten, vor und hinter dem Rathaus den einen oder anderen freien Platz zu schaffen. Die Verbindung von der Chiemseestraße zum Kurpark könne erneuert und verbessert werden. Und ein Neubau an dieser Stelle bedeute vor allem auch, dass das Rathaus dann "in etwa in der Ortsmitte" stehe.

Gleichermaßen bekannt ist aber auch, dass der Boden an der Chiemseestraße alles andere als gut ist. Der ehemalige Seegrund sei "nicht so tragfähig", sagt Daiber. Doch eine Untersuchung habe ergeben, dass auf engstem Raum "gewaltige Unterschiede" vorzufinden seien. Die Ergebnisse dieser Bodenuntersuchung erläutere Hajer in der Bürgerversammlung. Wenn die Wahl auf diesen Standort falle, so Daiber weiter, dann müsse die Gemeinde ganz genau überlegen, wo sie das Gebäude auf dem Grundstück ansiedelt.

Die Kosten für ein neues Rathaus an der Chiemseestraße schätzt das Gemeindeoberhaupt auf 3,5 Millionen Euro. Bedingt durch den höheren Aufwand für das Fundament liegen die Ausgaben seinen Angaben zufolge zum Beispiel "250000 bis 300000 Euro" über den Kosten für einen Neubau an der Rottauer Straße.

Nach der Bürgerversammlung will der Rathauschef dann aufs Tempo drücken und "sehr bald" eine Entscheidung im Gemeinderat herbeiführen. Daiber setzt sich zum Ziel, dass das Gremium "spätestens im Mai" den Standort für den Neubau festlegt. Nach dieser Weichenstellung sei dann die Ausarbeitung eines Raumprogramms erforderlich.

Der Bürgermeister will die Planung noch in diesem Jahr in Angriff nehmen und den Bauantrag dann, wie er seinen weiteren Zeitplan erläutert, 2012 zur Genehmigung einreichen. "Wenn alles gut läuft", so der Bürgermeister, "dann beginnen die Bauarbeiten noch im nächsten Jahr". Und die Fertigstellung des Rathauses könnte dann 2013 erfolgen.

pü/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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