Bergen bekommt ein neues Rathaus

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Bergen - Bergen bekommt ein neues Rathaus. Dies beschloss der Gemeinderat am Donnerstagabend mit zwölf zu vier Stimmen.

Die Befürworter argumentierten, ein Neubau schaffe optimale Arbeitsverhältnisse, ermögliche während der Bauphase die Weiternutzung des alten Rathauses, spare Kosten für eine Auslagerung und werde nach Bauende energetisch auf dem neuesten Stand sein.

Katharina Hallweger, Peter Viehhauser, Monika Mitterer und Maria Kraus-Osenstetter (alle Grüne Liste Bergen), lehnten einen Neubau ab. Aus Kostengründen plädierten sie für eine Sanierung des bestehenden Rathauses.

Bürgermeister Bernd Gietl informierte, nach einer groben Schätzung würde ein Neubau zirka 1,6 Millionen, eine Sanierung zwischen 1,2 und 1,3 Millionen Euro kosten.

Als Standort entschied sich der Gemeinderat einvernehmlich für das Areal an der Hochfellnstraße im Bereich des ehemaligen "Haus des Gastes" und der früheren Jugendherberge. Ob dann die ehemalige Jugendherberge abgerissen werden muss, steht noch nicht fest. Auf jeden Fall, so der allgemeine Tenor im Gemeinderat, befinde sich das Gebäude in einem desolaten Zustand.

Zuvor hatte das Gremium als mögliche Standorte für ein neues Rathaus den Bereich des ehemaligen "Hotels Alpenhof" und das Areal der Touristinformation am Obstanger mehrheitlich abgelehnt.

Bürgermeister Bernd Gietl berichtete noch über das Gespräch bei der Regierung von Oberbayern, wonach keine Zuschüsse aus der Städtebauförderung für den Rathausneubau zu erwarten seien. Allerdings sei ihm von der Regierung mitgeteilt worden, eine Chance auf Zuschuss gebe es eventuell für Kommunen, die interkommunale Zusammenarbeit praktizieren. "Bergen gehört dazu", betonte Gietl und kündigte an, ein Vertreter der Bezirksregierung werde Ende Juli nach Bergen kommen, um mit weiteren Bürgermeistern aus Orten mit interkommunaler Zusammenarbeit über die Art dieser Fördermöglichkeit zu referieren.

oh/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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