Gemeinderat stimmt für Penny-Markt

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Aschau/Sachrang - Der nächste Schritt zum Bau des Penny-Markts in Aschau ist getan: Bei der jüngsten Sitzung erteilte der Gemeinderat dem Bauantrag mit einer Stimme Mehrheit Einvernehmen.

Zudem stand die Kläranlage von Sachrang auf der Tagesordnung. Das Abwasser aus dem Bergdorf soll künftig nach Tirol geleitet werden.

In den vergangenen beiden nichtöffentlichen Sitzungen befasste sich der Gemeinderat bereits mit Entwürfen zum Bauvorhaben. Penny-Markt Köln reichte nun fristgerecht bei der Gemeinde einen Antrag zum Neubau eines Lebensmitteleinzelhandelsmarkts mit 62 Stellplätzen ein. Das geplante Gebäude mit den Grundmaßen 49,49 mal 29,36 Metern entspricht den Festsetzungen des Bebauungsplans. Aufgrund der vorangegangenen nichtöffentlichen Diskussionen im Gemeinderat wurden die ersten Planungen geändert und an die Forderungen des Rats angepasst.

Jetzt Satteldach mit dunklem Ziegeldach

So sieht der geplante Lebensmittelmarkt nun ein Satteldach mit einer dunklen Ziegeleindeckung vor, auch wurde eine unbehandelte Lärchenholzschalung eingearbeitet. Da mittlerweile alle Argumente ausgetauscht und die vorgestellten Planvarianten mit Satteldach und Pultdach ausdiskutiert seien, stellte Benno Pertl einen Antrag auf Schluss der Debatte, um ein erneutes Aufrollen der Problematik zu verhindern. Die Entscheidung über das gemeindliche Einvernehmen fiel mit zehn zu neun Stimmen knapp aus.

Die Kläranlage von Sachrang kann in der jetzigen Form nicht weiter betrieben werden. Zahlreiche kostenintensive Maßnahmen wären notwendig, um sie auf den Stand der aktuell geforderten Technik zu bringen. Die Gemeinde Aschau prüft bereits seit längerer Zeit, wie das Sachranger Abwasser am besten geklärt werden kann, sei es durch eine Sanierung der Kläranlage oder einen möglichen Anschluss an Aschau oder Tirol (wir berichteten). Eine erste Variante, der Anschluss an Tirol über eine Druckleitung bei Wildbichl, scheiterte zunächst an den weiteren Gegebenheiten in der Gemeinde Niederndorfer Berg auf Tiroler Seite.

Anton Mader vom Ingenieurbüro Dippold und Gerold aus Prien stellte jetzt die drei möglichen Varianten vor. Dabei entstehen bei einer Ableitung des Sachranger Abwassers nach Aschau Kosten von 1,9 Millionen Euro, beim Ausbau der bestehenden Kläranlage 945000 Euro und bei einer Ableitung über die Gemeinden Niederndorfer Berg und Niederndorf mit einer Einleitung des Abwassers in das Tiroler Netz und den Zweckverband Untere Schranne weit unterhalb von Wildbichl 906000 Euro.

Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg

Mader wies darauf hin, dass eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Bayern und Österreich in beiden Richtungen mittlerweile vielfach gepflegt werde, sei es zwischen Ainring und Wals-Siezenheim oder Kiefersfelden und Thiersee. Der Gemeinderat favorisierte nach kurzer Diskussion eine Abwasserableitung nach Tirol und beauftragte deshalb, die Verwaltung, die notwendigen Verträge mit den Nachbargemeinden vorzubereiten.

reh/Oberbayerisches Volksblatt

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser