AZV gewinnt Agenda-Wettbewerb

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Umweltminister Markus Söder (Vierter von rechts) übergibt den Preis an die Delegation vom Chiemsee: Peter Ripke, ehemaliger Rektor in Bernau, Rektor Roman Nadvornik von der Volksschule Chieming, Energieberater Helmut Schreitmüller, Alexander Gerl, Physiklehrer und "Fifty-Fifty"-Betreuer am LTG Prien, Gerold Schwarzer, ehemaliger stellvertretender LTG-Leiter, LTG-Direktor Günther Madsack, Rektor Wolfgang Prechter von der Volksschule Bernau und Bernaus Bürgermeister Klaus Daiber als Vertreter des AZV (von links).

Prien - Der Abwasser- und Umweltverband (AZV) Chiemsee hat für sein "Fifty-Fifty"-Projekt den ersten Preis in der Kategorie "Bildung für nachhaltige Entwicklung" im Agenda-Wettbewerb des bayerischen Umweltministeriums gewonnen.

Seit acht Jahren gilt das "Fifty-Fifty"-Prinzip. Durch vielfältige Einzelmaßnahmen senken Schulen ihren Energieverbrauch - und erhalten zur Belohnung die Hälfte des eingesparten Geldes. Vier Schulen im AZV-Bereich sind an "Fifty-Fifty" beteiligt - das Ludwig-Thoma-Gymnasium (LTG) in Prien, die Volksschulen Seeon-Seebruck und Bernau sowie die Hauptschule Chieming.

Dieses Projekt hat das Umweltministerium nun im Rahmen des Wettbewerbs "Gemeinsam für den Klimaschutz" mit einem ersten Preis und 5000 Euro gewürdigt. Der AZV wird dieses Geld zu gleichen Teilen an die vier beteiligten Schulen weitergeben, kündigte Umweltbeauftragte Marlene Berger-Stöckl an. Die wiederum wollen die unverhofften Mittel in weitere Energie einsparende Maßnahmen investieren.

Besonders gewürdigt wurden bei der Preisverleihung im Rahmen des "Tages der Regionen" im mittelfränkischen Bad Windsheim die praktischen Impulse des "Fifty-Fifty-Projekts, mit denen Klimaschutz von jedem Einzelnen in die Tat umgesetzt werden könne. Mit der Auszeichnung wurde auch dem Umstand Rechnung getragen, dass die beteiligten Schulen Schüler, Lehrer und Eltern für die Notwendigkeit und Durchführbarkeit aktiver Einsparmaßnahmen sensibilisieren. Dies geschieht vielfältig, unter anderem mit Aktionstagen, Vorträgen, Ausstellungen oder der Ernennung von "Energiewächtern", die in den einzelnen Klassen dafür Sorge tragen, dass das Licht und die Heizungen nicht unnötig eingeschaltet sind.

Hervorgegangen war das Projekt seinerzeit aus einer Initiative des Arbeitskreises Energie der Chiemseeagenda, in der unter dem Dach des AZV alle zehn Anliegergemeinden des Bayerischen Meeres vertreten sind.

In den einzelnen Schulen wurden Einsparpotenziale bis zu 10000 Euro pro Jahr ausgeschöpft. Das LTG war für seine Bemühungen in Sachen Umweltschutz, in denen "Fifty-Fifty" eine zentrale Rolle spielt, zuletzt dreimal in Folge zur "Umweltschule in Europa" ernannt worden. Treibende Kraft am Priener Gymnasium war Gerold Schwarzer, der als stellvertretender Schulleiter in diesem Sommer in Ruhestand gegangen war.

In Bad Windsheim nahm Schwarzer gemeinsam mit weiteren Vertretern der Schulen und Bernaus Bürgermeister Klaus Daiber als AZV-Vertreter sowie Helmut Schreitmüller den Preis entgegen. Letzterer betreut in seiner Eigenschaft als Energieberater die vier Schulen ehrenamtlich bei der Umsetzung des Projekts.

db/Chiemgau-Zeitung

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