Glück mit besonderem Geschenk verabschiedet

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Frauenchiemsee - Alois Glück hat jetzt ein eigenes Klosterfenster. Mit diesem Geschenk wurde der ehemalige Landtagspräsident für sein großes Engagement ausgezeichnet.

Siebzehn Jahre leitet Alois Glück den Freundeskreis der Abtei Frauenwörth. 2011 folgte ihm Annemarie Biechl in dieses Amt nach. Für sein unglaubliches Engagement wurde der ehemalige Landtagspräsident und Vorsitzender des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) bei einem Festakt in der Aula der Abtei zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Zum Dank bekam er ein „echtes Glücks-Fenster“, wie Biechl scherzte.

Denn nun gehöre ihm sozusagen ein kleines Stück des Klosters. Rund 1000 Fenster müssen in der gesamten Abtei altersbedingt ausgetauscht werden. Wer sich einbringen möchte, muss aber nicht ein ganzes Fenster stiften. Landrat Josef Neiderhell, der wie zahlreiche geladene und prominente Gäste zuvor dem feierlichen Gottesdienst und der Predigt von Prälat Lorenz Kastenhofer, sowie dem Chor unter der Leitung von Sebastian Weyrer, gelauscht hatte, ließ sich von der Idee inspirieren und spendete 15.000 Euro aus dem Fond der Kulturstiftung des Landkreises. Glücks langjähriger Wegbegleiter Gerd vom Hövel betonte in seiner Laudatio, wie einfühlsam, klug und weitsichtig Glück den Freundeskreis geführt habe. Er erinnerte daran, dass das Kloster 1994 vor Existenz bedrohlichen finanziellen Schwierigkeiten gestanden habe. Lorenz Kollmannsberger, der damalige Priener Bürgermeister und „Kulturmotor der Region“ habe sich nicht damit abfinden wollen und die Idee zur Gründung des Freundeskreises gehabt.

Alois Glück verabschiedet

Auch Biechl sprach die nun gesicherte wirtschaftliche Existenz des Benediktinerinnen-Klosters an und überreichte an Glück ein Hinterglas-Bild der seligen Irmengard und an seine Frau Kathi einen Blumengruß. Der Geehrte sprach hingegen ganz bescheiden von einer „Mannschaftsleistung“. Hier dankte er insbesondere dem „Trostberger Kreis“, den federführenden Verantwortlichen der ehemaligen SKW Trostberg AG, jetzt Degussa AG, sowie der VIAG AG (jetzt E.ON), die nicht nur mit Geld, sondern auch mit Know-How das Kloster und den Freundeskreis unterstützten. Immer mehr Menschen seien in der heutigen Zeit auf Sinn-Suche, ohne die Kirche als einen Ort zu erleben, an dem man diesen finden kann. Gerade deshalb sei das Kloster auf der Fraueninsel so wichtig, denn es sei offen und lade die Menschen ein, wieder neue Orientierung zu finden.

daa/Chiemgau-Zeitung

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