Unbequeme Fragen an den Bürgermeister

Grabenstätt - Die zu hohe Strahlenbelastung im alten Pfarrkindergarten von Grabenstätt wird am Montag die nächste Gemeinderatssitzung bestimmen.

Der Grabenstätter Bürgermeister Georg Schützinger muss sich bei der nächsten Gemeinderatssitzung am Montag auf eine Reihe kritischer Fragen einstellen. Es geht um die Radon-Belastung im örtlichen Pfarrkindergarten.

Eine Gemeinderätin will vom Rathauschef wissen, wer die Kontrollmessungen im halbjährlichen Abstand seit 2002 durchgeführt hat und wie hoch die Werte dieser Messungen waren. Außerdem will sie fragen, ob eine Verlaufskurve angelegt und in welcher Form die Umsetzung des angeordneten stündlichen Lüftens dokumentiert wurde. Dazu will die Gemeinderätin wissen, ob neue Mitarbeiter auf diese Anordnung hingewiesen worden.

In einem Schreiben das dem Radiosender Bayernwelle zugespielt wurde heißt es, dass bis 2009 nie von einer Radon-Belastung etwas bekannt gewesen sei. In einer damalige Sitzung wurde nur darauf hingewiesen, dass der Kindergarten nicht sanierungsfähig sei. Erst in der April-Sitzung 2013 sei das Thema Radon im Vorfeld bekannt geworden. Trotzdem gab es in dieser Sitzung einen 15:1-Beschluss, zur Errichtung einer Übergangsgruppe in dem Kindergarten. Eine Rätin stimmte wegen der ihrer Ansicht nach ungeklärten Radon-Belastung dagegen. Laut dem Schreiben wusste nicht einmal der Elternbeirat etwas von den seit 2002 bestehenden Problemen.

Gerüchte über zu hohe Werte habe es im Dorf schon länger gegeben. Letztendlich habe man alles später aus der Presse erfahren. Vergangene Woche waren wegen der Strahlenwerte 16 Kindern aus den Räumen ausquartiert worden.

Quelle: Bayernwelle Südost

Rubriklistenbild: © mmü/dpa

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