Hirschauer Bucht: Freistaat ist gefordert

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Tonnenweise Holz und viel Plastikmüll sind vom Hochwasser in die Hirschauer Bucht geschwemmt worden.

Grabenstätt - Der Müll in der Hirschauer Bucht soll schnellstmöglich entfernt werden. Dabei ist aber der Freistaat Bayern, konkret das Finanzministerium, als Seeeigentümer gefordert.

Wie die Chiemgau-Zeitung berichtet, gelangte zu diesem Ergebnis der Kreisumweltausschuss Traunstein am Dienstag einhellig zum Abschluss seiner Besichtigungstour im "Naturschutzgebiet Tiroler Ache". Das bayerische Umweltministerium soll die Räumaktion fachlich begleiten. Landrat Hermann Steinmaßl habe sich verpflichtet, umgehend an die zuständigen Stellen zu schreiben.

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Einen ausführlichen Bericht lesen Sie auf ovb-online.de sowie in der Chiemgau-Zeitung. 

Hochwasser-Konferenz geplant

Im Rahmen des Kreisumweltausschuss gab Landrat Hermann Steinmaßl auch bekannt, dass es im Landkreis Traunstein in gut vier Wochen eine Hochwasser-Konferenz geben wird.

Obwohl der Chiemgau im Vergleich zu anderen Regionen in Bayern nochmal mit einem blauen Auge davonkam, kostete das Jahrhundert-Hochwasser im Juni viel Geld. Das Landratsamt schätzt die Schadenssumme im Juni auf rund 24 Millionen Euro. An mehr als 1100 Wohngebäuden und 120 Betriebsgebäuden entstand erheblicher Schaden. Außerdem wurden Straßen auf einer Länge von zusammengerechnet rund elf Kilometern beschädigt. Dazu kommen über 50 Kilometer an anderen Wegen. Auch an 1500 Hektar landwirtschaftlichen Flächen hinterließ das Hochwasser Spuren.

Bei der Hochwasserkonferenz am 8. November werden alle Bürgermeister und zuständigen Behördenvertreter unter anderem über eine Verbesserung des Hochwasserschutzes beraten.

Quelle: Bayernwelle SüdOst

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