Bürgermeisterkandidaten für Grabenstätt

Grabenstätt: Kandidaten stellen sich vor

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Zwei Kandidaten treten bei der Bürgermeister-Wahl in Grabenstätt gegeneinander an: Georg Schützinger (links) und Andreas Lukas.

Grabenstätt - Andreas Lukas und Georg Schützinger sind die beiden Kandidaten für die Bürgermeister-Wahl in Grabenstätt. Wir haben sie nach ihren Zielen für die Gemeinde befragt:

Die Kandidaten:

Georg Schützinger, CSU (amtierend): 58 Jahre, verheiratet, 1 Sohn, 1984 Wahl zum 1. Bürgermeisters der Gemeinde Grabenstätt

Andreas Lukas, Freie Wähler: 42 Jahre, 2 Kinder, Kämmerer

Was läuft gut in Grabenstätt?

Georg Schützinger: Die Gemeinde Grabenstätt ist eine aufstrebende Gemeinde. Wir konnten in den letzten Jahrzehnten vieles erreichen. Die Gemeinde hat sich gut weiterentwickelt. Die Grundschule und das Sportzentrum wurden Am Eichbergfeld errichtet. Die Gemeinde verfügt über zwei Kindergärten in Grabenstätt und in Erlstätt, sowie eine Kinderkrippe. Seit vielen Jahren ist die Gemeinde im Städtebauförderungsprogramm des Freistaates und mit staatlicher Unterstützung wurde dabei der Ortskern mit dem Marktplatz und dem "Multerer Eck" aufwendig saniert. Voraussetzung dazu war die Errichtung einer Umgehungsstraße von Grabenstätt und Winkl, die im Jahre 2006 in Betrieb genommen wurde. Die Gemeinde verfügt über zwei gut ausgestattete Feuerwehren, mit jeweils neu errichteten Feuerwehrgerätehäusern. Das Gemeindeleben ist geprägt von aktiven Ortsvereinen, die viele Aktivitäten entwickeln. Dabei engagieren sich viele Mitbürgerinnen und Mitbürger ehrenamtlich. In Grabenstätt und Erlstätt haben wir jeweils bedarfsgerechte Sportanlagen errichtet. Der SV Erlstätt wurde bei der Sanierung seiner Turnhalle von der Gemeinde maßgeblich unterstützt. In Grabenstätt wurde von 2011 bis 2013 gemeinsam mit dem Sportverein und der Schule eine Zweieinhalbfachhalle errichtet, die im Mai 2013 eingeweiht wurde. Seit 2012 baut der Musikverein mit Unterstützung der Gemeinde ein Probenhaus neben dem Vereinsheim an der alten Schule. In den Jahren 2012 und 2013 wurde für rund 25 Gebäude am südwestlichen Ortsrand (Kreisaltenheim, Turnhalle, Schule, Kindergarten, Pfarrheim, Pfarrkirche u.a.) eine zentrale Fernwärmeversorgung errichtet. In diesen Wochen wurde für den gemeindlichen Kindergarten in Erlstätt der Anbau einer weiteren Krippengruppe auf den Weg gebracht. Dank vieler Gewerbebetriebe verfügt die Gemeinde über eine gute Steuerkraft und ist seit Jahren schuldenfrei. Die Gemeinde verfügt über ein Haushaltsvolumen von derzeit rund 12 Mio. Euro pro Jahr.

Andreas Lukas: Grabenstätt ist eine schuldenfreie Gemeinde. Hauptverantwortlich für die gute Entwicklung der letzten Jahre waren sicherlich die heimischen Betriebe. Durch die enormen Gewerbesteuereinnahmen konnte in Grabenstätt einiges umgesetzt werden. In den letzten Jahren wurden, oftmals durch Initiativen der Freien Wähler, in Grabenstätt zukunftsweisende Projekte verwirklicht. Die überparteiliche Zusammenarbeit zeigt, dass auf kommunaler Ebene die Bedürfnisse der Bürger im Vordergrund stehen sollten. Ich denke, dass etwa 95 Prozent aller Beschlüsse im Gemeinderat einstimmig getroffen wurden. Dies zeigt, dass nur durch ein konstruktives Miteinander aller Parteien im Gemeinderat zum Wohl der Allgemeinheit entschieden werden kann. Politik, und erst recht Kommunalpolitik darf nicht durch Parteienzwang oder durch eingefahrene Strukturen geleitet werden.

Was läuft falsch in der Gemeinde?

Georg Schützinger: Ich denke, dass eigentlich nichts wirklich falsch läuft. Es gibt sicher das eine oder andere Problem, dass wir zu lösen versuchen und dabei meist auch schaffen. Die Zukunft wird uns sicher einige Herausforderungen bringen, denen wir uns stellen werden, damit unsere Gemeinde auch weiterhin eine lebens- und liebenswerte Gemeinde bleiben wird.

Andreas Lukas: Alle Ortsteile in Grabenstätt, wie zum Beispiel Erlstätt sollten mehr vom Wohlstand Grabenstätts abbekommen. Aus meiner Sicht ist es dringend notwendig mehr in die Infrastuktur zu investieren. Die Radwegverbindung nach Erlstätt muss schnellst möglichst ausgebaut werden. Wir als Eigentümer des alten Schulhauses in Erlstätt sollten das Gebäude Vereinen und gemeinnützigen Institutionen zur Verfügung stellen und uns nicht mit den Verweis auf die Kirche elegant aus der Verantwortung stehlen. Die Trinkwasserversorgung in Marwang gehört umgehend gesichert. So kann es nicht sein, dass nunmehr seit 12 Jahren keine genehmigungsfähige Schutzzone rund um den Brunnen ausgewiesen wurde. Nur so war es möglich, dass Landwirte bis fast unmittelbar an den Brunnen ihre Gülle ausbringen konnten. Ich möchte als Bürgermeister die Probleme mit Transparenz angehen zum Beispiel indem mehr Themen in den öffentlichen Teil behandelt werden. Alle Gremiumsmitglieder sollten durch Fraktionssprechersitzungen vor den Sitzungen den gleichen Informationsstand haben. Außerdem möchte ich in regelmäßigen Abständen eine Bürgersprechstunde abhalten.

Zurück zur Übersicht: Grabenstätt

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser