Themen der Bürgerversammlung in Grabenstätt

Verkehrs-Problematiken, neue Homepage und Schilder am Tüttensee

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Bürgermeister Schützinger stellte sich zahlreichen Bürgerfragen. Darunter zur Kreuzung in der Grabenstätter Ortsmitte. Hier am Kriegerdenkmal wünschen sich die Gemeinde und viele Bürger eine Ampelanlage.

Grabenstätt - Bürgermeister Schützinger stellte sich bei der jüngsten Bürgerversammlung zahlreichen Fragen.

Nach seinem gut einstündigen Rechenschaftsbericht stellte sich Bürgermeister Georg Schützinger in der Bürgerversammlung im Gasthof "Grabenstätter Hof" den Fragen der Bürger. 

"Wir haben das im Haushaltsplan drin und werden hoffentlich die entsprechenden Zuschüsse bekommen und das Ganze 2018 über die Bühne bringen", beantwortete der Rathauschef eine Anfrage von Kurt Luft zur Bushaltestelle an der Staatsstraße in Hirschau. Luft hatte darauf hingewiesen, dass sich die Haltestelle in einem "nicht bedarfsgerechten Zustand" befinde und der Abwasser- und Umweltverband Chiemsee (AUV, früher AZV) die Erneuerung im Rahmen seines Projekts "Chiemsee Rundweg" mittragen würde, die Förderung dafür aber in ein paar Wochen auslaufe. 

Dem widersprach Schützinger, denn die Förderung laufe noch bis Ende 2018. Die Funktion der auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindlichen Bushaltestelle sei ihm schleierhaft und eine Querung der Staatstraße nicht nur hier sehr gefährlich, so Norbert Lohwieser. Mit der Umsetzung der geplanten „Buswendeschleife“ werde sich das Thema erledigt haben, so Schützinger. Auch den Vorschlag, die neue Bushaltestelle zu beleuchten, werde man aufnehmen. Gerald Schenk bedankte sich für die verbesserte Straßenbeleuchtung im Ortseil Marwang.

Lebensgefahr für Fußgänger

Lebensgefährlich für querende Fußgänger sei es auch zwischen der Grabenstätter Pfarrkirche und dem Pfarrzentrum beziehungsweise am Kriegerdenkmal, mahnte Lohwieser an. Es werde dort zu schnell gefahren und zudem lasse die Beleuchtung zu wünschen übrig. „Wir kämpfen dort an der Kreisstraße TS3 weiterhin für eine Fußgängerampel“, so Schützinger. Das in Auftrag gegebene Gutachten sei allerdings zu dem Schluss gekommen, dass es dort "faktisch keine Chance für eine Ampel" gebe. Der Gemeinderat habe sich für die Ampelanlage ausgesprochen und in absehbarer Zeit werde die zuständige Verkehrsbehörde eine Entscheidung fällen.

Mehrere Bürger forderten eine Entschärfung und Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Grabenstätter Umgehungsstraße und zwar insbesondere im Einmündungsbereich der Kreisstraße TS3 in die Staatsstraße 2096 am nordwestlichen Ortsrand von Grabenstätt. Es sei nicht nachvollziehbar, dass man den dort immer wieder geforderten Kreisverkehr nicht schon vor zehn, 15 Jahren gebaut habe, ärgerte sich Michael Geisreiter. 

Man habe die Problematik immer wieder auf den Verkehrsschauen angesprochen und für diesen Bereich auch eine 80 Km/h-Geschwindigkeitsbegrenzung beantragt, leider ohne Erfolg, bedauerte Schützinger. Eine Umbaumaßnahme sei nur möglich, wenn eine Kreuzung aus Sicht der Polizei einen Unfallschwerpunkt darstelle. Schon ein Überholverbot in diesem Gefahrenbereich könne Leben retten, meinte Sepp Austermayer, der dort nach eigener Aussage selbst schon lebensgefährliche Situationen erlebt hat.

Neubürger Thomas Seibold kritisierte, dass auf der Chieminger Straße zwischen dem Gasthaus "Chiemseebräu" und der Ortsmitte häufig deutlich schneller als mit 50 Stundenkilometern gefahren werde und dies nicht nur für seine Feriengäste ärgerlich, sondern auch für die Kinder eine Gefahr sei. Dass er insbesondere die Bauern mit ihren Traktoren als Übeltäter ausgemacht hatte, kam im Saal freilich alles andere als gut an.

Neue Gemeinde-Homepage 2018

Zudem appellierte Seibold, dass die in die Jahre gekommene gemeindliche Homepage nicht zuletzt aus touristischer Sicht dringend auf Vordermann gebracht werden müsse. „Die entsprechenden Mittel für die neue Homepage sind im Haushalt für 2018 drin“, versicherte Schützinger. "Das Pflichtenheft für die Ausschreibung sei so gut wie erstellt und wir sind auch guter Dinge, dass wir das 2018 hinkriegen", so der gemeindliche Geschäftsleiter Peter Lex.

Von einem flächendeckenden freien Wlan im ganzen Dorf halte er aber nichts, weil man dafür ein Netz kostspieliger Hotspots aufbauen müsste. Mit ihren Smartphones könnten die Bürger und Touristen auch auf anderem Wege überall und zu jeder Zeit online gehen. Im Bereich der gemeindlichen Tourist-Information gebe es zudem bereits seit zwei Jahren öffentliches WLAN, erinnerte Lex.

Arabische Schilder am Tüttensee

Auf die Frage, warum am Tüttensee arabische Schilder angebracht worden seien und ob das überhaupt rechtmäßig sei, antwortete Schützinger: "Wir haben die anbringen lassen, weil die Flüchtlinge ein anderes Verständnis vom Wasser haben und es andernorts bereits tödliche Unfälle gegeben hat." Einig war man sich darin, dass Hunde insbesondere am Tüttensee und im Grabenstätter Moos angeleint werden müssen. 

Sepp Austermayer machte sich dafür stark, den Grabenstätter Jugendtreff mit öffentlichen Mitteln zu renovieren und die Ausstattung bei Bedarf zu ergänzen. Wenn notwendig, würde dies auch sicher so erfolgen, so Schützinger. Dritter Bürgermeister und Pfarrverbundspfleger Maximilian Wimmer lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Pfarrei, Pfarrverband und Gemeinde und Zweiter Bürgermeister Robert Muggenhamer bedankte sich bei Bürgermeister Schützinger, der "fast rund um die Uhr für die Bürger da ist“, bei seinen Ratskollegen und den gemeindlichen Einrichtungen und dort Beschäftigten.

"Ich denke, es schaut in der Gemeinde ganz gut aus. Es ist halt kein Wunschkonzert, sondern es muss alles sauber erarbeitet und gut gemacht werden", gab Muggenhamer zu bedenken. „Wir bemühen uns alle, dass es gut funktioniert und dass es für die Gemeinde gut weitergeht“, fügte Schützinger an. 

mmü

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