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Feuerwehr Erlstätt im Einsatz für Kriegsflüchtlinge

Erfolgreiche Sachspenden-Sammlung in Grabenstätt – 51 Paletten bestückt

Zahlreiche Sachspenden der Grabenstätter Bürger für die Ukraine
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Zahlreiche Bürger waren ihrem Aufruf gefolgt und spendeten Nahrungsmittel, Decken, Kissen, Handtücher, Schlafsäcke, Hygieneartikel, Medikamente und vieles mehr. Am vergangenen Dienstag fuhren die Floriansjünger die eingegangenen Sachspenden dann mit Hilfe anderer Feuerwehren und drei Firmen zum Malteser-Hilfsdienst nach Bad Reichenhall, der sich nun um den Weitertransport an die ukrainisch-rumänische Grenze kümmert.

Sage und schreibe 51 Paletten konnten nach der zweitägigen Ukraine-Sachspendensammlung der Freiwilligen Feuerwehr Erlstätt mit gut gefüllten Kartons bestückt werden.

Grabenstätt – „Der Samstag war der absolute Wahnsinn, da war die Hölle los, am Sonntag ist dann alles sehr geordnet und ruhig abgelaufen“, kommentierte der Erlstätter Feuerwehr-Jugendwart Andreas Hölzle die zweitägige Ukraine-Sachspendensammlung am und im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Erlstätt. Angesichts der schrecklichen Bilder aus dem Kriegsgebiet und den bereits über zwei Millionen geflüchteten Ukrainern waren zahlreiche hilfsbereite Menschen aus nah und fern dem Aufruf der Floriansjünger gefolgt und hatten haltbare Nahrungsmittel, Decken, Kissen, Handtücher, Schlafsäcke und nicht elektrische Spielsachen sowie Hygieneartikel, Medikamente und Verbandsmaterial gespendet. „Mit so einer großen Resonanz haben wir nicht gerechnet, die Hilfsbereitschaft der Leute war überwältigend“, betont Hölzle. Besonders bewegt habe ihn, so der Jugendarzt, dass auch einige Kinder aus eigenem Antrieb ihr Taschengeld für geflüchtete ukrainische Familien spendeten.

Da die Spendenbereitschaft so groß war, musste bereits am Samstagnachmittag gegen 15.45 Uhr ein Annahmestopp für Kleidung verhängt werden. Bis Sonntagabend kamen dann sage und schreibe 51 Paletten mit gut gefüllten und genau beschrifteten Kartons zusammen, darunter 26 Paletten mit Kleidung und Decken, 15 mit Lebensmitteln, sieben mit Hygiene-Artikeln, zwei mit Spielzeug und eine mit medizinischen Produkten. Am Samstag half auch die Grabenstätter Wehr beim Sortieren tatkräftig mit. Einige abgegebene Karton mussten sogar nochmal geöffnet und umgepackt werden, weil sie teilweise gemischten Inhalt aufwiesen.

„Da unser eigentlicher Abnehmer, die Aktionsgruppe Bischofswiesen plötzlich an ihre Kapazitätsgrenze gelangt war, haben wir uns kurzerhand dazu entschlossen, die Sachspenden dem Maltester-Hilfsdienst in Bad Reichenhall zu übergeben“, verriet Hölzle. Am vergangenen Dienstag hat man die Sachspenden dann mit dem eigenen Mannschaftstransportwagen, den Versorgungs-Lkw der Feuerwehren Grabenstätt, Inzell und Übersee sowie einem Gliederzug der Chieminger Firma Oldenburg Kunststofftechnik, einem Lkw der Traunsteiner Firma Schaumaier Recycling und einem Transporter der Erlstätter Firma Gienger nach Bad Reichenhall gefahren.

Ein besonderer Dank gilt den Kameraden der Feuerwehr Grabenstätt für die Unterstützung beim Sortieren am Samstag, dem Erlstätter Feuerwehr-Kommandanten Michael Wimmer und dem 1. Vorstand Josef Hölzle, meinen stellvertretenden Jugendwarten und rund 35 fleißigen Kameraden von der Erlstätter Wehr sowie allen Firmen, die uns kostenlos Fahrzeuge, Paletten und Verpackungsmaterial zur Verfügung gestellt haben“, lobt Hölzle und hofft, dass mit den Spenden vielen heimatlos gewordenen Ukrainern geholfen werden kann. Darüber hinaus sind auch insgesamt 3040 Euro gespendet worden, die man ebenfalls dem Malteser-Hilfsdienst in Bad Reichenhall zukommen ließ. Nach Angaben des dortigen Maltester-Kreisbeauftragten Josef Hinterschnaiter werde der erste LKW mit den in Erlstätt gesammelten Sachspenden schon am heutigen Freitag um 5 Uhr an die ukrainische-rumänische Grenze aufbrechen. 

mmü