Bürgerversammlung Grabenstätt

So bewegt war das vorige Jahr in der Gemeinde

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Auch über den Buswendeplatz Hirschau wurde diskutiert.

Grabenstätt - Der Bürgermeister blickte auf ein bewegtes Jahr zurück: Bauland für Einheimische und Familien, Verkehrssicherheit, Hochwasserschutz, Breitbandausbau und Veranstaltungen waren Thema.

In der gut besuchten Bürgerversammlung im Gasthof „Grabenstätter Hof“ ließ Bürgermeister Georg Schützinger die wichtigsten Gemeinderatsentscheidungen, umgesetzte und geplante Maßnahmen, sowie besondere Veranstaltungen und Ereignisse der vergangenen zwölf Monate Revue passieren.

Zudem gab er noch einmal offiziell bekannt, dass er in Absprache mit seiner Familie entschieden habe, bei den Kommunalwahlen 2020 nach dann 36 Amtsjahren nicht mehr für eine weitere Periode zu kandidieren. Als Gründe nannte er seine nicht mehr ganz optimale Gesundheit und den Wunsch nach mehr Freiheit und Freizeit. Bauland für Einheimische und junge Familien zur Verfügung zu stellen sei der Gemeinde ein ganz wichtiges Anliegen, stellte Schützinger klar. 

Im Grabenstätter Baugebiet „Erlstätter Straße“ gebe es 18 Bauparzellen, 14 davon könnten durch die Gemeinde vergeben werden. Der Rathauschef sicherte hier ein „ausreichend langes Zeitfenster für die Bewerbung“ zu und verwies auf die Punktevergabe nach dem Richtlinienkatalog, in dem auch die neuen europarechtlichen Vorgaben berücksichtigt sind. „Die Grundstücksvergaben sind im ersten Quartal 2019 vorgesehen“, so Schützinger. Die dortige Erschließung sei größtenteils abgeschlossen und das Regenrückhaltebecken mit einem Fassungsvolumen von 343 Kubikmetern entstehe gerade. 

An der Staatsstraße 2096 (Westumgehung Grabenstätt) gelte im Bereich der gefährlichen Einmündung der Kreisstraße TS 3 endlich ein Tempolimit von 80 Stundenkilometern. Guter Dinge sei man auch hinsichtlich der geplanten Lichtzeichenanlage als Querungshilfe östlich des Grabenstätter Kriegerdenkmals (Tüttenseestraße). „Die Genehmigungen wurden von der Unteren Verkehrsbehörde in Aussicht gestellt und zwar bei Übernahme sämtlicher Planungs- und Baukosten durch die Gemeinde und dies haben wir auch so zugesagt und die Mittel in den Haushalt und Nachtragshaushalt eingestellt“, versicherte der Rathauschef. 

Demnächst erfolge die Ausschreibung gemeinsam mit der in Erlstätt geplanten Lichtzeichenanlage. Die Umsetzung sei dann für das kommende Frühjahr vorgesehen.   Im Rahmen der Grabenstätter Ortskernsanierung (Städtebauförderung) sei neben der Schaffung eines Generationen- und Begegnungsplatzes auf dem gemeindlichen Mühlbachgrundstück auch die Vergrößerung des Abflussquerschnittes an der Mühlbachbrücke angedacht, so Schützinger. Den Hochwasserschutz bezeichnete er als „eine der wichtigsten Aufgaben für die Zukunft“. 

In puncto „Integrales Hochwasser- und Rückhaltekonzept“ seien 2020 erste Maßnahmenumsetzungen möglich. Mit der erfolgreichen Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik erreiche man in Grabenstätt und Erlstätt eine Energieeinsparung von 54 Prozent. Beim Breitbandausbau habe man bereits große Fortschritte erzielt, dennoch seien „weitere finanzielle Kraftanstrengungen und noch etwas Geduld erforderlich, um eine flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet zu realisieren“, so Schützinger. 

Die bisher kostenlose Elektroladesäule bei der Tourist-Info werde 2019 auf ein Bezahlsystem umgestellt.   Ein Höhepunkt war heuer die Einweihung des neuen LF 20 der Freiwilligen Feuerwehr Grabenstätt. Die Gemeinde werde ihrer Pflichtaufgabe „Unterhalt und Betrieb der Feuerwehren“ auch weiterhin nachkommen, versicherte Schützinger. Zudem blickte er bereits auf die 150-Jahrfeier der Grabenstätter Feuerwehr im kommenden August voraus. Wehmütig erinnerte das Gemeindeoberhaupt an die Verabschiedung von Pater Augustin und Diakon Alois Fellner. 

Kulturelle Highlights im Ort Grabenstätt waren unter anderem die Auftritte der Jungen Chiemseer Bühne Grabenstätt und des Salztheaters Traunstein in der bestens angenommenen Theater-Strickerei, das 500. Jubiläum der Allerseelen-Bruderschaft, die Männerchor-Schlossserenaden, das Frühjahrskonzert der Musikapelle, das Musiksommerkonzert und die Grabenstätter Märkte. 

Ein Sonderlob erhielt die ZSG Grabenstätt für die Ausrichtung des Gauschießens. Die Vereine würden mit ihren Aktivitäten das Dorf- und Gemeindeleben ungemein bereichern, lobte Schützinger. Auch aus touristischer Sicht gab es Positives zu berichten. So haben das gute Wetter und der neue Camping-Platz- Betreiber in Unterhochstätt heuer für 60,7 Prozent mehr Gästeankünfte und 32,9 Prozent mehr Übernachtungen gesorgt.   Finanziell sei die Gemeinde nicht zuletzt durch Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 3,45 Millionen Euro (netto) sehr gut aufgestellt und könne dank eines um rund zwei Millionen Euro angewachsenen Vermögenshaushaltes auch notwendige Investitionen tätigen, so Schützinger. Die Gemeinde sei seit 2006 schuldenfrei und werde dies auch Ende des Jahres sein. 

mmü

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