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Radweglückenschluss südlich von Erlstätt liegt weiter auf Eis

Bürgerversammlung in Erlstätt: Forderungen nach mehr Verkehrssicherheit und Mobilfunkkonzept

Der neue Mobilfunkmast südlich von Erlstätt soll dafür sorgen, dass die Handy-Netzabdeckung in Erlstätt und Umgebung deutlich besser wird. Bis zum Ende des Jahres soll er ans Netz gehen. Auf einigen Bildern ist im Hintergrund Erlstätt zu sehen. Die Perspektive täuscht allerdings, denn zwischen dem Mast und der Pfarrkirche liegen gut 700 Meter.
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Der neue Mobilfunkmast südlich von Erlstätt soll dafür sorgen, dass die Handy-Netzabdeckung in Erlstätt und Umgebung deutlich besser wird. Bis zum Ende des Jahres soll er ans Netz gehen. Auf einigen Bildern ist im Hintergrund Erlstätt zu sehen. Die Perspektive täuscht allerdings, denn zwischen dem Mast und der Pfarrkirche liegen gut 700 Meter.
  • VonMarkus Müller
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In der gut besuchten Bürgerversammlung in Erlstätt folgte auf den rund eineinhalbstündigen Vortrag von Bürgermeister Gerhard Wirnshofer eine längere Diskussion mit vielen Wortmeldungen zu aktuellen Themen.

Grabenstätt – „Die Investition rechnet sich über die Mieteinnahmen in einem Zeitraum von zehn bis 15 Jahren. Mehr kann ich dazu in der Öffentlichkeit nicht sagen“, beantwortete der Rathauschef zwei Fragen von Elisabeth Strohmayer zur neu eröffneten Confiserie und Weinbar „Am Platzl“ in Grabenstätt. Sie wollte erfahren, wie viel Geld die Gemeinde als Verpächter für den Kauf des ehemaligen Edeka-Huber-Anwesens am Marktplatz in die Hand genommen hatte und wie hoch die Mieteinnahmen sind. Die entsprechenden Zahlen seien in der Gemeindeverwaltung einzusehen, so Wirnshofer.

Streitpunkt Mobilfunkkonzept

Warum die Gemeinde kein Mobilfunkkonzept erstellen lasse, wie es andernorts gängige Praxis sei, wollte Bürgerin Maria Schlonski wissen. Es wäre schön, wenn die Bürger hier „rechtzeitig informiert und in die Entscheidung mit einbezogen werden“, so Schlonski. Auch Strohmayer konnte es in ihrer zweiten Wortmeldung nicht nachvollziehen, warum sich die Gemeinde so gegen das Mobilfunkkonzept wehre. Wirnshofer erinnerte hier an die gut angenommene Online-Bürgerinformationsversammlung mit dem Mobilfunkexperten Dipl.-Ingenieur Hans Ulrich, der der Gemeinde anstatt eines Mobilfunkkonzepts einzelfallbezogene Gutachten empfohlen habe.

Voraussetzung sei aber, dass die Gemeinde zuvor in das Dialogverfahren mit den Mobilfunkanbietern eintrete. Die Veranstaltung, auf der auch zahlreiche Bürgeranfragen beantwortet wurden, ist weiterhin auf der Homepage der Gemeinde abrufbar. Der südlich von Erlstätt errichtete Mobilfunkmast sei „weit genug vom Ort entfernt“ und es gehe davon keine Gefahr für die Gesundheit aus, so der Rathauschef. Anders verhalte es sich ihm zufolge mit Handys, die in der Hosentasche ständig auf Netzsuche seien. „Es ist einfach wichtig, dass wir gut versorgt sind und der Mast in ein paar Wochen ans Netz geht“, so Wirnshofer. Er zeigte sich überzeugt, dass man eine Lösung gefunden habe, mit der alle Beteiligten gut leben könnten.

Geschwindigkeitsbegrenzung auf Straße zwischen Kraimoos und Chieming?

Armin Pietsch, der in Kraimoos südlich des Wirtshauses Schwögler am früheren Moosweg wohnt, wies darauf hin, dass die Straße, die von Kraimoos über Außerlohen und Aufham nach Chieming führt und auf der auch der Fernradweg „Via Julia“ verläuft, „ab der Abzweigung von der Staatsstraße 2095 sehr kurvenreich und unübersichtlich ist“. Teilweise sei diese sogar nur zweieinhalb Meter breit, und wenn sich Fußgänger, Radfahrer, Pkw, Lkw oder große Traktoren begegneten, könne man nicht so leicht ausweichen. „Um Unfällen vorzubeugen, schlagen wir eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h vor“, so Pietsch. „In manchen Bereichen ist dort 30 km/h schon zu schnell, da muss man ganz langsam und vorausschauend fahren“, riet Wirnshofer. Man werde dies im Gemeinderat oder im Bauausschuss ansprechen.

Diskussion um neuen Spielplatz an der Meckenheimer Straße

Familienvater Christoph Lex regte an, auf der Grünfläche über dem Regenrückhaltebecken in der neuen Siedlung an der Meckenheimer Straße in Grabenstätt einen Spielplatz zu errichten. Den 100 Meter davon entfernten alten Spielplatz könnte man dann auflassen und den Grund zur Siedlungsverdichtung als Bauland ausweisen. Dort sei Platz für zwei Bauparzellen, so Lex. Derzeit plane man in der Meckenheimer Straße nur eine „Spielwiese“, erwiderte Wirnshofer.

Wie geht es weiter mit dem Radweg zwischen Tettenmoos und Erlstätt?

Wie es aktuell mit dem Radweglückenschluss an der Kreisstraße TS3 zwischen Tettenmoos und Erlstätt aussehe, wollte der Erlstätter Feuerwehr-Kommandant Michael Wimmer wissen. Das Vorhaben liegt bekanntlich seit Jahren wegen ungeklärter Grundstücksverhandlungen auf Eis. „Seit Frühjahr sind wir wieder in Gesprächen, mehr kann ich derzeit nicht sagen“, so Wirnshofer. Erschwerend komme hinzu, dass die Gemeinde über keine Flächen verfüge, die für ein Tauschgeschäft infrage kämen. „Wir suchen nach Möglichkeiten, bitte gebt uns und mir die Zeit“, bat der Rathauschef. Zur Erinnerung: Da es sich um eine Kreisstraße handelt, wäre der Landkreis auch für den straßenbegleitenden Radweg Baulastträger. Mit dem angedachten Radweglückenschluss untrennbar verbunden ist der südlich von Erlstätt geplante Kreisverkehr.

Wunsch nach Kästen für Aushänge von Vereinen

Sehr aufgeschlossen zeigte sich der Bürgermeister gegenüber dem Vorschlag von Anna Muggenhamer, Schriftführerin bei der Erlstätter Jagdgenossenschaft, im Bereich des Brothauses Lehrbach (Schusterbauer) in Erlstätt einen Platz auszuweisen, an dem die Vereine mittels Aushängen auf ihre Veranstaltungen hinweisen könnten. Der Aushangkasten am alten Edeka und südlichen Zugang zur Kirche befände sich an einem nicht mehr so stark frequentierten Bereich und der geplante Dorfplatz an der noch zu sanierenden Alten Schule in Erlstätt (dort sollen auch die Vereine unterkommen) existiere noch nicht, so Muggenhamer. 

Auskünfte zur Kiesgrube Brodeich

Auskünfte zur Kiesgrube Brodeich, wo ein Kieswerk bis 2050 in Betrieb bleiben möchte, erwünschte sich Christiane Mayer. „Im Rahmen des Flächennutzungsplanänderungsverfahrens wurde die frühzeitige Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung durchgeführt“, so der Bürgermeister. Die Äußerungen und Stellungnahmen dazu würden für die Behandlung im Gemeinderat gerade vorbereitet. Noch sei nichts abgeschlossen. Wenn es Neuigkeiten gebe, werde man dies auch im Gemeindeanzeiger veröffentlichen, versicherte Wirnshofer.

mmü

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