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Corona, neue Schulleiterin und Mobilfunk

So lief die erste Bürgerversammlung in Grabenstätt mit Bürgermeister Wirnshofer

Bürgersammlung in Grabenstätt
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Obwohl er bereits seit 1. Mai 2020 im Amt ist, waren die Bürgerversammlungen in Grabenstätt und Erlstätt (Bild) für Bürgermeister Gerhard Wirnshofer Premieren. Vor einem Jahr hatte die Corona-Pandemie bekanntlich keine Präsenzveranstaltungen zugelassen. Stattdessen veröffentlichte die Gemeinde damals eine umfassende Rechenschaftsbroschüre.
  • VonMarkus Müller
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„Viel zu kurz gekommen sind im letzten und auch heurigen Jahr leider die gesellschaftlichen Anlässe sowie das Vereinsleben. Dennoch haben sich die Vereine nicht unterkriegen lassen“, lobte Bürgermeister Gerhard Wirnshofer in den Bürgerversammlungen in den Turnhallen Grabenstätt und Erlstätt und verwies unter anderem auf die Standkonzerte der Musikkapelle, die Serenade des Männerchors, die Sommerkonzertreihe der Theater-Strickerei und das Jugend-Fußballcamp.

Grabenstätt - Auch kirchlichen Veranstaltungen seien coronabedingt teilweise nicht möglich gewesen, dafür habe es aber kreative Alternativen, wie die virtuelle Sternsingeraktion und das „Osterkerzenbasteln to go“ gegeben. Nachdem 2020 der Maimarkt, der Herbstmarkt und die drei Bauernmärkte abgesagt werden mussten, fanden heuer zumindest die Bauernmärkte zu Maria Himmelfahrt und zum Erntedank statt. „Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr unserer Märkte wieder in gewohnter Weise durchführen können“, so Wirnshofer.

Bürgermeister appelliert an Zusammenarbeit

Um für jede Herausforderung der Zukunft gerüstet zu sein, müsse man weiterhin zusammenstehen und konstruktiv zusammenarbeiten, appellierte der Rathauschef. Das ehrenamtliche Engagement der Bürger werde „weiterhin notwendig und unverzichtbar sein“. Zweiter Bürgermeister Andreas Danzer (FW) lobte das gute Miteinander im Gemeinderat, in dem sich 50 Prozent neue Mitglieder befänden und alle drei Bürgermeister neu seien. In der kurzen Zeit habe man schon einiges anstoßen und bewegen können. „Wir sind für sie alle da. Sie können immer zu uns kommen und vorsprechen“, wandte sich Danzer an die Bürger. 

Extrem von der Corona-Pandemie geprägt gewesen sei in den letzten beiden Jahren der touristische Bereich, so Wirnshofer. Nach monatelangem Beherbergungsverbot sei es heuer ab 21. Mai wieder möglich gewesen, an Gäste zu vermieten und es sei seitdem durchgehend gut gebucht worden. Auch aus touristischer Sicht erfreulich gewesen seien die Fertigstellung und Eröffnung des „Fensters in die Vergangenheit“ in Erlstätt und der neuen Römerstation an der Johanneskirche in Grabenstätt im Rahmen des Kooperationsprojekts „Römerregion Chiemsee“. Ein besonderer Dank galt hier der gemeindlichen Projektbeauftragten Andrea Krammer. 

Fortschritte bei der Mobilfunkversorgung

Während beim Breitbandausbau (die Gemeinde ist heuer in den vierten Förderprozess eingestiegen) und dem Hochwasserschutz (es sind keine förderfähigen Hochwasserschutzmaßnahmen möglich, da die Kosten zum Schadenspotential nicht im Verhältnis stehen/derzeit werden wirksame Teilmaßnahmen erarbeitet) weiterhin Geduld gefragt ist, konnte Wirnshofer Fortschritte im Bereich Mobilfunkversorgung vermelden.

Es sei einfach wichtig, dass man hier gut versorgt sei und der Mobilfunkmast südlich von Erlstätt bald ans Netz gehe. Wirnshofer erinnerte nochmals an die gut angenommene Online-Bürgerinformation mit dem Mobilfunkexperten Dipl.-Ingenieur Hans Ulrich, der der Gemeinde anstatt eines Mobilfunkkonzepts einzelfallbezogene Gutachten empfohlen habe. Voraussetzung sei aber, dass die Gemeinde zuvor in das Dialogverfahren mit den Mobilfunkanbietern eintrete. 

Baugebiet Tüttenseestraße Thema bei Bürgerversammlung

Im Bereich Städtebauförderung erwähnte Wirnshofer die seit Jahren angepeilte Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Altes Erlstätter Schulhauses, in dem unter anderem die Pfarrei, die Vereine und die Jugend unterkommen sollen. „Die detailreiche Entwurfsplanung lässt auch auf eine baldige Fertigstellung der Genehmigungsplanung hoffen“, gab sich der Rathauschef optimistisch. Die Baugenehmigung visiere man für Anfang 2022 an.

Wirnshofer erinnerte auch noch an das Projekt Baugebiet „Tüttenseestraße“ in Grabenstätt, wo acht Mehrfamilien-, vier Doppel- und fünf Einfamilienhäuser und insgesamt 71 Wohnungen entstehen sollen. „Die Ausschreibung von Baugrundstücken im Rahmen des Familienansiedlungsprojekts wird wohl erst 2023 erfolgen“, so Wirnshofer.

Pendlerparkplatz an der Autobahn hat sich bewährt

Die vier neuen Grundstücke in Bergen bei Erlstätt (Baugebiet „Sonnleiten“) seien heuer bereits vergeben worden. Im Rahmen des Bebauungsplans „Sondergebiet großflächiger Einzelhandel“ soll an der Chieminger Straße auf dem alten Seidel-Anwesen ein Einzelhandelsbetrieb etabliert werde. Die Bebauungsüberlegungen des Eigentümers und die planungsrechtliche Machbarkeit seien aber noch nicht geklärt, so Wirnshofer.

Bewährt habe sich der erweiterte Pendlerparkplatz an der Autobahn, wo nun 90 Stellplätze zur Verfügung stünden. „Erheblich verbessert“ habe sich die Verkehrssicherheit in Grabenstätt und Erlstätt durch die Lichtzeichenanlagen. Eine Belebung des Marktplatzes erreichte die Gemeinde mit dem Kauf der Liegenschaft Edeka Huber und der Verpachtung an Konditormeister Sebastian Knuppertz (Confiserie und Weinbar „Am Platzl“). 

Neue Schulleiterin an der Grundschule Grabenstätt

Für Aufsehen und Begeisterung gesorgt hat die Grundschule Grabenstätt mit ihrem großangelegten Musical-Projekt „Löwenkini“ unter Federführung der stellvertretenden Schulleiterin Birgit Gebert-Schwarm und der früheren Rektorin Josephine Brunnhuber. Ihr Nachfolger Johannes Zeitel hat die Schule nach nur einem Jahr bereits wieder verlassen.

Neue Schulleiterin ist nun Kerstin Münch, die in der Bürgerversammlung mit warmen Applaus empfangen wurde. Als Sachwandsaufträger für die Grundschule habe die Gemeinde laut Wirnshofer im vergangenen Jahr „wichtige Investitionen getätigt“. Für den Aufbau des digitalen Klassenzimmers seien rund 200.000 Euro investiert worden und mit Hilfe einer großzügigen Spende der Familie Meltl habe man zusätzliche Endgeräte beschaffen können. 

Das ist das Budget der Gemeinde

Das Gesamtvolumen des diesjährigen Haushalts beträgt 13.388.210 Euro. Dass der Verwaltungshaushalt im Vergleich zum Vorjahr von rund 11,08 Millionen Euro auf rund 9,35 Millionen Euro zurückgegangen sei, erklärte Wirnshofer mit dem starken Einbruch der Gewerbesteuereinnahmen um rund zwei Millionen Euro. Um den Haushalt auszugleichen, müssten wohl Rücklagen in Höhe von 2,3 Millionen Euro entnommen werden. Die Einwohnerzahl halte sich mit knapp über 4400 auf konstantem Niveau, so Wirnshofer.

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mmü

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