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„Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichts ganz wichtig“

Diskussion um Luftfliter an Grundschule in Grabenstätt: So hat die Gemeinde entschieden

Die Gemeinde hat darüber entschieden, wie es mit Luftfiltern an der Grundschule in Grabenstätt weitergehen soll.
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Die Gemeinde hat darüber entschieden, wie es mit Luftfiltern an der Grundschule in Grabenstätt weitergehen soll.
  • VonMarkus Müller
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„Es gibt ein sehr großes Interesse bei den Eltern, dass für die Grundschule und die Kindertagesstätten in Grabenstätt und Erlstätt mobile Luftreiniger angeschafft werden“, gab Rätin Waltraud Hübner (CSU) am Ende der Gemeinderatssitzung zu bedenken und fügte an: „Das ist unsere Fürsorgepflicht für Kinder, die nicht geimpft werden können“.

Grabenstätt - Auch der neuen Schulleiterin Kerstin Münch, die der Sitzung im Schlossökonomiesaal beiwohnte, sei dies sehr wichtig, fügte die Vorsitzende des Fördervereins der Grundschule und frühere Elternbeiratsvorsitzende Hübner an.

Zweiter Bürgermeister Andreas Danzer (FW) erinnerte daran, dass es solche Luftfilter auch aus wissenschaftlicher Sicht  nicht brauche, wenn man in den Klassenzimmern alle Fenster öffnen und regelmäßig lüften könne, wie es in Grabenstätt der Fall sei. Die frühere Rektorin Josephine Brunnhuber (FW) war derselben Meinung: „Es ist dort nicht notwendig, wir sind da auf der sicheren Seite“.

„Lüften ist das A und O“

„Lüften ist das A und O und dass sich die Eltern und Kinder in regelmäßigen Abständen testen beziehungsweise testen lassen“, meinte Bürgermeister Gerhard Wirnshofer (Bürgergruppe/FW). Auch wenn man sich bereits im Juli dieses Jahres im Gemeinderat per Mehrheitsbeschluss gegen die Anschaffung von Luftreinigungsgeräten ausgesprochen habe, „ist uns die Gesundheit der Schüler und Lehrer und die Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichts ganz wichtig“, stellte der Rathauschef klar.

Zum Glück müsse nach den neuen gesetzlichen Vorgaben keine komplette Klasse mehr in Quarantäne, wenn es einen positiven Corona-Test gebe. Die endgültige Entscheidung über eine Quarantäneanordnung treffe aber immer das Gesundheitsamt, unabhängig von allen Vorschriften, Empfehlungen und aller Vorkehrungen. Alle 20 Minuten bei minus zehn Grad zu lüften, könnte schwierig werden, meinte Hübner und erinnerte daran, dass man dies im letzten Winter wegen des Homeschoolings gar nicht ausprobieren habe können.

Stimmen pro Luftfliter

Für die vom Staat geförderten Luftreiniger spreche auch, so Hübner, dass sie nicht nur Viren abtöten, sondern zudem Feinstaub und Allergene aus der Luft filtern würden. Dr. Martin Brunnhuber (Bürgergruppe) meinte, dass die Investition in eine raumlufttechnische Anlage, also eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung im gesamten Gebäude sowieso sinnvoller wäre. Allerdings sei diese sehr teuer und auch nicht schnell umsetzbar. Die Wirksamkeit und Schutzfunktion der Luftreiniger sei nicht eindeutig belegt, betonte Wirnshofer und versicherte, dass man mit der Schulleitung in engem Kontakt und Austausch bleibe. Zudem hole man sich Erfahrungen aus umliegenden Gemeinden ein.

Es bleibt dabei: Keine Luftfliter

Es bleibt aber (vorerst) dabei: Die Gemeinde kauft keine Luftreiniger für ihre Schule. Für das in diesem Sommer eingerichtete digitale Klassenzimmer investierte sie 200.000 Euro. Für die gemeindliche Kindertageseinrichtung „Mäusebande“ in Erlstätt hatten Firmen im Vorjahr Luftreinigungsgeräte gespendet.

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mmü

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