Erneuter Vandalismus in Grabenstätt

Graffiti-Schmierereien an der Turnhalle – Unbelehrbare Jugendliche unter Verdacht

Graffiti-Schmierereien an Turnhalle in Grabenstätt
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Unbekannte Graffiti-Sprüher haben bereits vor einigen Wochen die Ostseite der Grabenstätter Turnhalle am Eichbergfeld beschmiert. Die Gemeinde hat die Sachbeschädigung zur Anzeige gebracht. Den vermutlich jugendlichen Tätern könnte viel Ärger ins Haus stehen.

Grabenstätt - Nach dem Christkind könnte bald die Polizei kommen: Die Gemeinde Grabenstätt erstattete Anzeige gegen Unbekannt nach Schmierereien an der Turnhalle. Aktuell stehen unbelehrbare Jugendliche unter Tatverdacht.

Seit Anfang November zieren unschöne Graffiti-Schmierereien den südöstlichen, schlecht einsehbaren Bereich der Turnhalle am Grabenstätter Eichbergfeld. Wände, Türen und Holzteile waren vermutlich am 6./7. November mutwillig beschmiert worden. Das künstlerisch äußerst bescheidene Werk enthält diverse Pseudobotschaften, mit denen ein oder mehrere Täter wohl ihren Frust zum Ausdruck bringen wollten. Zudem sind Codes auszumachen, die nicht als harmlos einzustufen sind.

Vor einigen Wochen war nach dem Bekanntwerden bereits im Gemeinderat darauf hingewiesen worden, dass sich auf dem besagten Areal unweit des Heizwerks Grabenstätt öfters Jugendliche aufhalten und feiern würden. Wer von ihnen für die Farbschmierereien verantwortlich ist, ist derzeit noch unklar. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln aber bereits. Die Gemeinde erstattete nämlich Anzeige, da es heuer nicht die erste Sachbeschädigung am Sportgelände gewesen war.

Schmierereien kein Kavaliersdelikt

„In diesen Corona-Zeiten kann man sich gut vorstellen, wie mühsam es gerade auch für junge Leute sein muss, solche einschneidenden Maßnahmen zu bewältigen. Bei normaler Vernunft müsste aber klar sein, dass es sich dabei nicht um ein Kavaliersdelikt, sondern um eine Straftat handelt, welche mit Geld- oder Freiheitsstrafe bewehrt ist“, so der gemeindliche Geschäftsleiter Peter Lex. Mit der Veröffentlichung im Gemeindeanzeiger habe man sich Hinweise aus der Bevölkerung erhofft, diese seien aber bisher leider ausgeblieben. Die Hoffnungen liegen nun auf dem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren. Etwaige sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei Traunstein entgegen.

Solche Sachbeschädigungen sind in der Gemeinde kein Einzelfall. Immer wieder kommt es vor, dass öffentliche Einrichtungen wie Bushaltestellen, Lärmschutzwände oder Unterführungen von Vandalismus heimgesucht werden. Heuer war auch das Wassertretbecken betroffen. Für die Reparatur- und Instandhaltungskosten tritt zuerst die Gemeinde ein, indirekt müssen aber alle Bürger über die zu entrichtenden öffentliche Abgaben und Steuern für die Schäden aufkommen. Darüber sollten die vermutlich jugendlichen Täter einmal scharf nachdenken. Bisher sind alle Appelle und Dialogversuche offenbar weitestgehend ins Leere gelaufen.

mmü

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