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Bereits zwei Kandidaten für den 2020 frei werdenden Rathausstuhl

Gerhard Wirnshofer will Bürgermeister Georg Schützinger beerben

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Mit Gemeinderat Gerhard Wirnshofer (links) als Bürgermeisterkandidat will die Bürgergruppe in den anstehenden Kommunalwahlkampf ziehen. Zweiter Bürgermeister Robert Muggenhamer freute sich mit ihm am vergangenen Dienstag in der Bürgerinformations-Veranstaltung in Erlstätt. Die offizielle Aufstellungsversammlung ist noch nicht terminiert.

Grabenstätt - Nach 36 Jahren bekommt die Gemeinde im kommenden Frühjahr einen neuen Bürgermeister.

Als im vergangenen November bekannt wurde, dass die Ära Georg Schützinger (CSU) mit den Kommunalwahlen 2020 zu Ende geht, wagte sich die CSU Grabenstätt als erstes aus der Deckung und vornominierte Gemeinderätin Waltraud Hübner als Bürgermeister-Kandidatin. Nun zog die Bürgergruppe in einer Bürgerinfo-Veranstaltung im Gasthof Fliegl in Erlstätt nach und präsentierte mit Gemeinderat Gerhard Wirnshofer ihren Kandidaten. „Ja, ich bin bereit, ich trete als Bürgermeisterkandidat an“, verkündete der Erlstätter und bestätigte damit das, was die Spatzen im Dorf schon länger von den Dächern gepfiffen hatten. 

„Der neue Bürgermeister braucht viel Kraft, Erfahrung, Fingerspitzengefühl und einen Weitblick, und all das, glaube ich, bringe ich mit“, so der 52-jährige Zimmerermeister, Bautechniker und Betriebswirt, der seit 21 Jahren einen Betrieb führt und seit 17 Jahren im Gemeinderat sitzt. Wirnshofer sprach in seiner Rede von großen anstehenden Aufgaben und nannte unter anderem die Baumaßnahmen „Dorfsanierung in Erlstätt“, „Fertigstellung der Radwege“ und „Sanierung der Gemeindestraßen“ sowie das „Zurverfügungstellen von Grundstücken für junge Familien“. Hier gelte es deutlich mehr aufs Tempo zu drücken als bisher. Als gewählter Bürgermeister würde er sich auch dafür einsetzen, dass die ganze Gemeinde enger zusammenwachse, informativer und transparenter gearbeitet sowie mehr agiert statt reagiert werde. „Ich möchte mehr auf die Bürger eingehen, ihnen zuhören und sie und ihre Meinung ernstnehmen“, so Wirnshofer. Er freue sich auf einen „interessanten Wahlkampf gegen das Bollwerk der CSU“.

„Ich hoffe und wünsche mir das Gerhard Wirnshofer unser Bürgermeister wird, er hat das Zeug dazu, ist in der Gemeinde gut vernetzt und verwurzelt und hat klare Vorstellungen“, so der langjährige Gemeinderat und Zweite Bürgermeister Robert Muggenhamer. Die Bürgergruppe sei seit der Gebietsreform 1978 immer mit drei bis fünf Personen im Gemeinderat vertreten gewesen, doch noch nie habe man einen eigenen Kandidaten ins Rennen um den Rathausstuhl geschickt. Hinter Wirnshofer wolle man mit einer starken Mannschaft in die Wahl gehen und wenn möglich einen zusätzlichen Sitz im Gemeinderat erobern, gab Muggenhamer die Marschroute vor. Die Hälfte der 16 anvisierten Kandidaten habe man bereits zusammen, man brauche auf der Liste aber noch überzeugende Leute, darunter auch Frauen, um breit aufgestellt zu sein. Wann die Bürgergruppe ihre Kandidaten offiziell kürt, steht noch nicht fest. Die CSU wird ihre Bürgermeister-Kandidatin Hübner am kommenden Dienstag, 14. Mai, um 20 Uhr in einer Aufstellungsversammlung im Wirtshaus zur Hirschauer Bucht offiziell nominieren.

Eingangs hatte Muggenhamer auf die in einem knappen Jahr endende Wahlperiode zurückgeblickt und festgestellt, dass „doch einige Dinge umgesetzt worden sind, die wir uns im Wahlprogramm 2014 auf die Fahnen geschrieben haben“. Er erinnerte unter anderem an die laufende Geh- und Radwegmaßnahme an der Kreisstraße TS 54 in Erlstätt, die beschlossene und bald installierte Ampel in der Dorfmitte (TS 3), den nun schon zum zweiten Mal erweiterten Gemeindekindergarten, die näher rückende Ortskernsanierung (Städtebauförderung) und das Zurverfügungstellen von Wohnbauland für Einheimische und junge Familien in Erlstätt und Grabenstätt. Beim Baugebiet „Erlstätter Straße“ in Grabenstätt seien die 14 Bauparzellen bereits vergeben und mit dem Ergebnis könne man „sehr zufrieden sein“, so Muggenhamer. Von einem „guten Konzept“ sprach er mit Blick auf die anstehende Sanierung und zukünftige Nutzung des alten Erlstätter Schulhauses. Obwohl in den letzten Jahren viel Geld investiert worden sei, habe die Gemeinde noch Rücklagen, lobte er die „verantwortungsbewusste Haushaltspolitik“, auf die die Bürgergruppe stets ein wachsames Auge gehabt habe. 

mmü

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