Bürgergruppe stellt Kandidaten auf

Gerhard Wirnshofer soll den scheidenden Bürgermeister Georg Schützinger beerben

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Der frisch gebackene Bürgermeisterkandidat der Bürgergruppe Gerhard Wirnshofer (links) freute sich in der offiziellen Aufstellungsversammlung über seine einstimmige Wahl. Es gratulierte ihm sein Bürgergruppen-Kollege, Zweiter Bürgermeister Robert Muggenhamer (rechts).

Grabenstätt - Gemeinderat Gerhard Wirnshofer ist nun auch offiziell Bürgermeisterkandidat der Bürgergruppe. In der Aufstellungsversammlung im Gasthof Fliegl in Erlstätt schickten ihn die anwesenden wahlberechtigten Bürger mit 62:0 Stimmen ins Rennen um den Rathausstuhl.

„Ich nehme die Wahl an, bedanke mich für das Vertrauen, soviel Rückenwind kann man brauchen, da kann man viel erreichen“, freute sich 53-jährige Erlstätter Zimmerermeister; Betriebswirt und Unternehmer über das einstimmige Votum. Seine Bürgergruppenkollegen und Versammlungsleiterin Karin Neuhauser gratulierten ihm als erste. Damit läuft nun alles auf ein „Duell“ mit der bereits aufgestellten, der Versammlung auch beiwohnenden CSU-Bürgermeisterkandidatin Waltraud Hübner hinaus, denn die Freien Wähler Grabenstätt verzichteten zugunsten von Wirnshofer auf einen eigenen Kandidaten. Wer Georg Schützinger nach 36 Amtsjahren nachfolgen wird, entscheidet sich bei der Kommunalwahl am 15. März.

„Auch wenn die Fußstapfen von Georg Schützinger groß sind, Gerhard Wirnshofer wird seine eigenen Spuren ziehen“, zeigte sich Zweiter Bürgermeister (Bürgergruppe) Robert Muggenhamer zu Beginn der Aufstellungsversammlung überzeugt. Wirnshofer sei ein guter Kandidat, der das Heft in die Hand nehmen und die Geschicke der Gemeinde lenken wolle und könne. „Für uns ist es sicherlich die wichtigste Wahl seit der Gebietsreform 1978, da wir zum ersten Mal einen eigenen Bürgermeisterkandidaten haben“, betonte Muggenhamer und fügte an: „Wir als Bürgergruppe werden dem Gerhard zur Seite stehen und ihm immer helfen“.

„Ich glaube das Handwerkszeug zu haben, das der zukünftige Bürgermeister braucht, denn es wird es einen motivierten Bürgermeister mit Erfahrung und Weitblick brauchen, der auch den Mut zu Veränderung oder Erneuerung hat“, hatte der dreifache Familienvater Wirnshofer vor seiner Wahl klargestellt. Prägend seien für ihn die Zeit im Gemeinderat, dem er seit 2002 angehöre, und seine Zugehörigkeit zum Bauausschuss und Haushaltsausschuss, wo er bis heute sein Fachwissen einbringen dürfe.

Um die gemeindlichen Aufgaben zu bewältigen, brauche es ein starkes und motiviertes Team und das habe man in der Gemeindeverwaltung. Ganz wichtige Ziele seien für ihn „eine schnelle Umsetzung des Hochwasserschutzkonzeptes am Mühlbach und Pfarrerbachl in Grabenstätt und ein Konzept zum Dorfbach und der Straßenentwässerung in der Traunsteiner Straße in Erlstätt“. In puncto „Bauen und Wohnen“ gelte es am Familienmodell festzuhalten, allerdings sollten „mehr Doppelhäuser oder Dreispänner und auch mehr Mehrfamilienhäuser ermöglicht werden“, so Wirnshofer.

Um dem Flächenfraß entgegenzuwirken, müsse man auch mehr auf Leerstände einwirken, innen verdichten und höher bauen. Eine Lanze brach er für die Landwirtschaft, der „oft zu Unrecht und pauschal die Schuld zugeschoben“ werde. Bei den Themen Umwelt-/Klimaschutz und Nachhaltigkeit müsse die Gemeinde weiter mit gutem Beispiel vorangehen. Was die beiden Kindergärten anbelange, sei man sehr gut aufgestellt und für die Grundschule schwebt ihm ein Sanierungsplan vor.

Für die Sicherheit im Straßenverkehr lohne sich immer mehr Einsatz und so werde er auch dahingehend „zügigere Durchführungen unserer geplanten Baumaßnahmen und eine ordnungsgemäße Ausführung und Abnahme einfordern“, versicherte Wirnshofer. Sehr am Herzen liegen ihm auch die Städtebauförderungsmaßnahmen in Grabenstätt und die Dorferneuerung in Erlstätt mit neuem Dorfmittelpunkt an der alten Schule. Seine Unterstützung sicherte er den vielen Vereinen zu und erinnerte daran, dass die Bürgergruppe den Gemeinderat davon überzeugt habe, die Jugendförderung auszuweiten. Eine besondere Aufmerksamkeit werde er den Arbeitskreisen und Senioren widmen.

Der heuer eingerichtete soziale Fahrdienst sei ein großer Gewinn. Wirnshofer, der ehrenamtlich bei der Wasserversorgung „Mühlener Gruppe“ und bei der Elektrizitätsgenossenschaft „Wolkersdorf und Umgebung“ tätig ist, stellte zudem mehr Bürgerbeteiligung, Information und Transparenz in Aussicht. Als gewählter Bürgermeister möchte er auch engen Kontakt zum Gewerbe halten, denn es gehe hier um Arbeitsplätze und Steuereinnahmen, die man für die Allgemeinheit sinnvoll verwenden könne.

Abschließend versprach Wirnshofer: „Mit mir werden die Gemeindeteile mehr zusammenwachsen (…), gemeinsam für ein Grabenstätt. Ich bin bereit, ich hoffe auf eure Unterstützung.“ Die Aufstellungsversammlung für die Gemeinderatskandidaten der Bürgergruppe ist am Mittwoch, 23. Oktober, um 19.30 Uhr im Gasthof Fliegl in Erlstätt.

mmü

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