Vorstand Peter Hußl lenkt weiterhin die Geschicke

JHV des Fischervereins Unterhochstätt/Chiemsee

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Die neu gewählte Vorstandschaft des Fischervereins Unterhochstätt/Chiemsee: Beisitzer Bernhard Wurm (von links), 1. Vorstand Peter Hußl, Schriftführer Peter Flechsenhar, Gewässerwart Florian Langer, Kassier Hans Reisert und 2. Vorstand Hans Buckreus.

Grabenstätt - Auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Vereinsjahr blickte der Fischerverein Unterhochstätt/Chiemsee auf seiner Hauptversammlung im Alpengasthof Hochberg zurück.

Als Dank und Anerkennung für seine Verdienste wurde Franz Gimpl zum Ehrenmitglied ernannt. Die Vereinsnadel in Silber erhielten Peter Flechsenhar, 2. Vorstand Hans Buckreus, Bernhard Wurm und Andreas Wurm. Auch dem nach Italien abgewanderten Gewässerwart Stefan Lechner wurde diese Auszeichnung zuteil. Für 20 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden Rupert Hauser und Joachim Eckert. Franz Klauser und Markus Neuhauser konnten diese Ehrung nicht persönlich entgegennehmen.

Vorstand wiedergewählt

Bei den turnusmäßigen Neuwahlen schickten die Mitglieder den amtierenden Vorsitzenden Peter Hußl mit 65 von 65 abgegebenen gültigen Stimmen in seine zweite Amtszeit. "Ich nehme die Wahl an und bedanke mich herzlich", freute sich Hußl über seine einstimmige Wiederwahl. Zur Seite steht ihm auch in den kommenden drei Jahren 2. Vorstand Hans Buckreus. Im Amt des Schriftführers beerbt Peter Flechsenhar Angie Hackner. Neuer Kassier ist Hans Reistert, der Stefan Dreßler ablöst. Auf Stefan Lechner folgt Florian Langer als Gewässerwart. Vervollständigt wird die Vorstandschaft von den Beisitzern Bernhard Wurm, Christian Huber und Rudi Bichlmann. Als Kassenprüfer fungieren Christian Schindler und Markus Muschler. Alle weiteren Ämter werden intern vergeben.

"Stand heute haben wir 248 Mitglieder, im Vorjahr waren es 237", betonte Peter Flechsenhar und freute sich über 22 Neumitglieder. Insgesamt habe man bei den Erwachsenen und der Jugend 23 Termine wahrgenommen und heuer stünden 28 an. Der oberbayerische Fischereitag sei wieder eine "schöne Veranstaltung" gewesen und es falle auf, dass man als mitgliederstarker und aktiver Verein im Verband registriert werde. "In München kennt man uns mittlerweile", so Flechsenhar. Was die neu eingeführte WM-Vereinsverwaltung anbelange, sei man immer noch ein wenig am Lernen. Er hoffe, dass sich die Mitglieder in Zukunft noch mehr mit dem System vertraut machen und ihre persönlichen Daten übermitteln, um sich bestmöglich zu vernetzen. "Wir haben einen Überschuss von 1612,82 Euro erwirtschaftet", freute sich Kassier Stefan Dreßler. Zudem habe man wieder einige tausend Euro in die Jugendarbeit investieren können.

Fischer freuen sich auf das Obere Alztal

"2016 haben wir uns für die Obere Alz beworben, im Spätsommer die Zusage bekommen und nun haben wir dort von der Seebrucker Alzbrücke bis zur eineinhalb Kilometer flussabwärts gelegenen Rohrwiese für die nächsten zehn Jahre die Hoheit und das Alleinsagen", freute sich Vorstand Hußl. Da dort in puncto Besatz und Hege bislang nicht viel geschehen sei, wolle man mit der Fachberatung und den angrenzenden Fischereivereinen ein Konzept erarbeiten. Karten für die Alz, den Chieminger Kechtweiher und den Siegsdorfer Vitzthumweiher könnten ab sofort an der Tankstelle in Chieming erworben werden, so Hußl. Dies sei eine perfekte Lösung. Leider seien im Vorjahr Karten im Wert von zirka 500 Euro nicht bezahlt worden, ärgerte er sich und sprach von einer "Schande" und "Diebstahl am Verein". Solch ein Verhalten werde man nicht tolerieren und mit Ausschluss sanktionieren. Hußl appellierte: "Kauft bitte die Karten", denn nur so würden sich die Kosten für die Gewässer mit Pacht und Fischbesatz rechnen. "Wenn wir die Fischerschulung nicht hätten, würden wir jedes Jahr ein Minus von mehreren tausend Euro machen". Zudem appellierte er, die Schonzeiten der Bachforellen (1. Oktober bis 28. Februar) und der Regenbogenforelle (15. Dezember bis 15. April) einzuhalten.

"Sie schimpfen und streiten nicht, kümmern sich um die Kleinen, es läuft einfach alles immer reibungslos und in Harmonie ab", machte Jugendwart Andreas Wurm seinen Schützlingen ein dickes Kompliment und erinnerte an diverse schöne Ausflüge und Zeltlager. Für die Jugend hätten die vier Jugendwarte 2400 ehrenamtliche Stunden aufgebracht und 5000 Kilometer zurückgelegt und heuer werde man das mit einem straffen Programm noch übertrumpfen.

Vorstand Hußl übernahm auch den Bericht des Gewässerwarts. Während man am Kechtweiher nun hoffentlich Ruhe habe, treibe im Vitzthumweiher nach wie vor ein zwei Meter langer Waller sein Unwesen. "Der gehört dringend raus", so Hußl. Im Taubensee bei Ruhpolding habe man fünf Zentner Bachforellen, aber auch Edelkrebse und Bitterlinge ausgesetzt. Da der Bitterling die große Teichmuschel zur Arterhaltung benötige - der Bitterling legt seine Eier in die Teichmuschel, diese werden dann von ihr beschützt - wolle man auch deren Population stärken. Das Problem mit den sich stetig vermehrenden Gänsesägern und Kormoranen werde man im Auge behalten. "51 Gänsesäger allein in unserem Alzabschnitt sind bedenklich viele", das müsse auch der Bund Naturschutz erkennen, meinte Hußl. An der Alz sei zu berücksichtigen, dass der Bestand der Barben sehr gefährdet sei. 

Da "Wasser und Strom" eine gefährliche Kombination sei, müssten die Stromabnahmegeräte aus Sicherheitsgründen regelmäßig geprüft werden, merkte Peter Flechsenhar an. Jeder Gerätebetreiber sei für sein Stromgerät verantwortlich. Der Verein stelle jährlich gewartete Stromabnehmer zur Verfügung. Wenn Schäden durch private Stromabnehmer hervorgerufen würden, sei der Besitzer haftbar.

Wahlleiter und Bürgermeister Schützinger lobte die Jugendarbeit des Vereins und wünschte für die Zukunft: "Alles Gute, gutes Arbeiten und Freude am Hobby". Vorstand Hußl schickte ein "Petri Heil" hinterher und hoffte auf ein "unfallfreies Fischen und ein gutes Fischerjahr".

mmü

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