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Zu Gast in der ZDF-Trödel-Show

Junges Grabenstätter Ehepaar verkauft Omas seltene Dracula-Teekanne bei „Bares für Rares“

Nina und Ramona Rieperdinger (von links) aus Grabenstätt
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Nina und Ramona Rieperdinger (von links) aus Grabenstätt machten diesen Schnappschuss am Rande der Aufzeichnungen für die ZDF-Sendung „Bares für Rares“. Die außergewöhnliche Dracula-Kanne von Ninas Oma konnten sie für 130 Euro verkaufen.

Ein Grabenstätter Ehepaar nahm an der TV-Show „Bares für Rares“ teil. Sie wollten wissen, ob ihre außergewöhnliche Teekanne in Form eines Vampirs etwas Geld einbringen könnte. Das gute Stück stammt aus einer Sammlung.

Grabenstätt/Köln - „Bares für Rares“ heißt die beliebte TV-Show mit Moderator und Starkoch Horst Lichter, die nachmittags im ZDF-Hauptprogramm läuft und im Schnitt drei Millionen Zuschauer vor den Fernseher lockt. Ob alter Krimskrams oder edle Rarität, in Lichters Trödel-Show kann jeder seltene Fundstücke aus Keller oder Garage von einem Experten schätzen lassen und anschließend einem fünfköpfigen Händlerpodium zum Kauf anbieten.

Auch Ramona und Nina Rieperdinger aus Grabenstätt, frisch gebackene Eltern einer Tochter, haben der Versuchung nicht widerstehen können und sich mit einer optisch außergewöhnlichen Dracula-Kanne von Ninas Oma, einer leidenschaftlichen Teekannen-Sammlerin (mit ihrem Mann hat sie rund 200 Kannen gesammelt), beworben.

Vor dem Dreh: Nina und Ramona „doch a bissal nervös“

„Wir haben diese besondere Kanne in einem Buch gesehen und gedacht, dass sie vielleicht etwas mehr wert sein könnte“, so Ramona Rieperdinger. Auch die „Bares für Rares“-Redaktion war offenbar sehr angetan und lud die jungen Damen zu den Dreharbeiten im Februar nach Köln ein. Schon am Vortag der TV-Aufzeichnung fuhren sie mit dem Auto in die fast 700 Kilometer entfernte Domstadt und nutzten die freie Zeit noch für eine entspannte Stadtbesichtigung. Am nächsten Morgen wurde es dann aber ernst. Bereits um 9 Uhr musste man im Aufnahmestudio im Walzwerk von Pulheim sein. „Auch wenn wir dort super nett empfangen worden sind und es eine entspannte Atmosphäre war, waren wir doch a bissal nervös“, gibt Ramona R. im Nachhinein offen zu.

„Die Oma zieht von einem großen Haus in eine kleine Wohnung und da müssen wir Inventar einsparen, reduzieren“, verriet Nina Rieperdinger zu Beginn der Sendung bevor die beiden mit ihrer originellen Vampir-Kanne auf Horst Lichter und den Experten Sven Deutschmanek trafen. „Ein Träumchen da, das ist schon ein Traum“, meinte der mit einem kunstvollen Schnauzbart – sein Markenzeichen – ausgestattete frühere Fernsehkoch Lichter, als ihm Ramona R. bei der Vorstellungsrunde von ihrer Heimat am Chiemsee erzählte.

Experte Deutschmanek wollte sich anschließend nicht darauf festlegen, ob es sich um eine Tee- oder Kaffeekanne handelt, doch was er sicher sagen konnte war, dass die Keramik-Kanne aus England stammt und dort 1984 vom Hersteller Torporware fabriziert worden ist.

Erwartungen wurden übertroffen: 130 Euro gab es für die seltene Kanne

„Wenn‘s 100 Euro bringen würde, wäre es gut“, beantworte Nina R. eine Frage Lichters nach dem Wunschpreis. Fachmann Deutschmanek drückte ein wenig auf die Euphoriebremse und ging eher von 40 bis 60 Euro aus. Zugleich gab er aber zu bedenken, dass echte Liebhaber durchaus mehr bezahlen könnten. Und genauso sollte es kommen. Nachdem die deutsche Kunsthistorikerin und Kunsthändlerin Elisabeth „Lisa“ Nüdling mit einem ersten Angebot von 100 Euro eingestiegen war, erhöhte ihr Händlerkollege Walter „Waldi“ Lehnertz gleich einmal auf 120 Euro. Da Nina R. auf Nachfrage einräumte, dass die Expertise „bei einem Ticken weniger“ lag, legte der passionierte Kunst- und Antiquitätenhändler noch einen „Zehner“ drauf. „Weil ihr so ehrlich wart“, so Lehnertz.

Die außergewöhnliche Dracula-Kanne stammt aus der Sammlung von Ninas Oma. Die Sammlung musste aufgrund eines Umzugs verkleinert werden.

Die 130 Euro gab es bar auf die Hand. „Das ist perfekt, wir haben nicht damit gerechnet, besser geht’s nicht“, freute sich Ramona R. am Ende ihres am 4. Juni erstmals ausgestrahlten Fernseh-Auftritts. Die Sendung kann noch bis Ende des Jahres in der ZDF-Mediathek angeschaut werden. Der Verkaufsauftrag der Oma wurde erfolgreich erfüllt und natürlich durfte sich das junge Ehepaar die 130 Euro auch behalten.

Finanziell gelohnt hatte sich das TV-Gastspiel auch deshalb, weil das ZDF die Kosten für die Hin- und Rückfahrt und die Übernachtung im Hotel übernahm. Angenehmer Nebeneffekt des Köln-Trips: „Wir durften im Februar, als das Reisen coronabedingt noch nicht möglich war, endlich mal wieder raus“, so die Rieperdingers.

Ninas Mutter und Oma weilten übrigens zur selben Zeit in Köln, weil sie ebenfalls mit einem außergewöhnlichen Exponat bei „Bares für Rares“ zu Gast waren. Es handelte sich dabei um ein Feuerzeug mit integrierter Kamera – ein Muss für jeden Privatdetektiv der alten Schule. Auch diese Sendung vom 28. Mai ist in der ZDF-Mediathek bis Ende des Jahres abrufbar.

mmü

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