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Nach zwei Jahren warten

Musical „Löwenkini“ als YouTube-Livestream - Über 800 Klicks für Grundschüler aus Grabenstätt

Bei den letztjährigen Dreharbeiten zum boarischen Musical „Löwenkini“ der Grundschule Grabenstätt. Da Corona kein Bühnenstück vor Live-Publikum und auch kein Präsenzkino zuließ, kann man den großartigen Film mit zwei verschiedenen Besetzungen nun im Internet bestaunen. Auch DVDs sollen zeitnah erscheinen.
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Bei den letztjährigen Dreharbeiten zum boarischen Musical „Löwenkini“ der Grundschule Grabenstätt. Da Corona kein Bühnenstück vor Live-Publikum und auch kein Präsenzkino zuließ, kann man den großartigen Film mit zwei verschiedenen Besetzungen nun im Internet bestaunen. Auch DVDs sollen zeitnah erscheinen.

Rund 70 Schüler der Grundschule Grabenstätt wirkten 2020 beim Film-Musical „Löwenkini“ mit, konnten es aber coronabedingt nicht als Bühnenstück vor Publikum zeigen, am 8. Juli konnte das Stück endlich per YouTube-Livestream gezeigt werden.

Grabenstätt - Schon fast 800 Mal angeklickt wurde mittlerweile der von der Firma Musik Mayer vor gut einer Woche online gestellte YouTube-Stream von der letztjährigen Verfilmung des Musicals „Löwenkini“. „Wir gehen aber davon aus, dass zuhause noch viel mehr Menschen gespannt vor den Bildschirmen saßen, die Resonanz ist überwältigend“, so die stellvertretende Schulleiterin Birgit Gebert-Schwarm, die das völlig neu interpretierte löwenstarke Musical mit Melodien von Elton John im Frühsommer 2018 in bairischer Mundart geschrieben und dann stetig verfeinert hat. 

Am 8. Juli, also rund ein Jahr nach den einwöchigen Dreharbeiten in der Turnhalle, war es nun also endlich soweit, die Weltpremiere des Musicals „Löwenkini” konnte beginnen

Dass das großangelegte Musical-Projekt nun endlich einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann, ist der verdiente Lohn für die monatelange Probenarbeit der rund 70 mitwirkenden Schüler, die mittlerweile teilweise schon auf weiterführende Schulen gehen, und das Stück gerne vor einem Jahr in zwei unterschiedlichen Bühnen-Besetzungen (Team Sepherl Purzeller und Team Magdalena „Leni“ Brunnhuber) vor Publikum zur Aufführung gebracht hätten.

Corona sollte dies bekanntlich verhindern und man entschied sich alternativ für eine professionelle Verfilmung, damals noch mit dem Ziel ein Open-Air-Kino zu veranstalten. Anstatt des verdienten Live-Applauses bekommen alle beteiligten Schüler eine „Löwenkini“-DVD – die Kosten übernimmt die Gemeinde Grabenstätt.

Nicht als Bühnenstück, nicht als Präsenz-Kino, aber als Live-Videostream: modern, innovativ und völlig corona-unbedenklich.

Am 8. Juli, also rund ein Jahr nach den einwöchigen Dreharbeiten in der Turnhalle, war es nun also endlich soweit, die Weltpremiere des Musicals „Löwenkini” konnte beginnen. Nicht als Bühnenstück, nicht als Präsenz-Kino, aber als Live-Videostream: modern, innovativ und völlig corona-unbedenklich.

Die vier Hauptverantwortlichen, die frühere Rektorin und Initiatorin Josephine Brunnhuber (Projektleitung, AG Djemben/sie wechselte zu Beginn des Schuljahres an die Grund- und Mittelschule Ruhpolding), die stellvertretende Schulleiterin und Musical-Schöpferin Birgit Gebert-Schwarm (Regie, Stück, AG Theater), Michaela Mannhardt (Musikarrangement, AG Chor) und Nicole Schenk (AG Orff) fanden sich zusammen mit den beiden Hauptdarstellerinnen Sepherl Purzeller (Rolle „Simmerl“, 4. Klasse Grundschule) und Magdalena Brunnhuber (Rolle „Simmerl“, mittlerweile 5. Klasse Chiemgau-Gymnasium) im Musikstudio von Stefan Mayer in Aiging ein.

Die vier Hauptverantwortlichen (von rechts), die stellvertretende Schulleiterin und Musical-Schöpferin Birgit Gebert-Schwarm (Regie, Stück, AG Theater), Nicole Schenk (AG Orff), Michaela Mannhardt (Musikarrangement, AG Chor) und die damalige Rektorin und Initiatorin Josephine Brunnhuber (Projektleitung, AG Djemben), fanden sich zusammen mit den beiden Hauptdarstellerinnen (von links) Sepherl Purzeller (Rolle „Simmerl“, 4. Klasse) und Magdalena Brunnhuber (Rolle „Simmerl“, mittlerweile 5. Klasse Chiemgau-Gymnasium) im Musikstudio von Stefan Mayer in Aiging ein. Sauber herausgeputzt übernahmen sie dort die An-, Zwischen- und Schlussmoderationen der Filme und strahlten dabei mit den Scheinwerfern um die Wette.

Sauber herausgeputzt und im Dirndlgewand übernahmen sie dort die An-, Zwischen- und Schlussmoderationen der beiden Filme und strahlten dabei mit den Scheinwerfern um die Wette. Die gute Stimmung übertrug sich auf die Zuschauer an den heimischen Bildschirmen. Das vom Förderverein der Grundschule für die ganze Schulfamilie spendierte Popcorn sorgte zusätzlich für die gewünschte Kino-Atmosphäre.

In der Grabenstätt-Version des weltbekannten „Der König der Löwen“-Musical- und Film-Stoffes, wird die Geschichte vom Simmerl“ erzählt – großartig gespielt von Magdalena „Leni“ Brunnhuber und Sepherl Purzeller. Auch er ist ein kleiner Löwe, der aber nicht in Afrika, sondern in München lebt. Seit 1229 ist der Löwe das offizielle Wappentier Bayerns und die Löwen sind die heimlichen Herrscher.

In der Grabenstätt-Version des weltbekannten „Der König der Löwen“-Musical- und Film-Stoffes, wird die Geschichte vom „Simmerl“ erzählt. Er ist ein kleiner Löwe, der nicht in Afrika, sondern in München lebt.

Sie haben sogar einen eigenen König namens Muhakl, der Simmerls Vater ist. Um jedoch selbst Löwenkini zu werden, muss Simmerl in Afrika auf dem Königsfelsen geweiht werden. Auf der aufregenden Reise begegnet er vielen bekannten Filmfiguren. Die passenden Klänge steuert das Orff-Schulorchester bei. Auch der Schulchor, der coronabedingt bei den Dreharbeiten nicht singen durfte, taucht kurz auf – alten Aufnahmen sei Dank. Bereichert wird das Ganze durch Katharina Wieshollers klangvolles Harfenspiel.

„Obwohl wir alle beim Dreh vor einem Jahr live dabei waren, waren wir überwältigt und tief beeindruckt vom Endergebnis“, so Gebert-Schwarm. Die mitreißende Geschichte, die unter die Haut gehenden Melodien, die hinreißenden Kostüme, das tolle Bühnenbild des hiesigen Künstlers Lars Hönigl und vor allem die löwenstarke Leistung der jungen Schauspieler und Musiker sorgten am Ende für ein herausragendes Gesamtkunstwerk, das noch viel von sich reden machen wird.

Obwohl wir alle beim Dreh vor einem Jahr live dabei waren, waren wir überwältigt und tief beeindruckt vom Endergebnis. - Gebert Schwarm

Am meisten habe ihnen gefallen, auf der Bühne zu stehen, erstmals an einem professionellen Film mitzuwirken und dass man sich dabei immer gegenseitig geholfen habe, meinten einige junge Darsteller auf Nachfrage. Ein paar von ihnen können sich sogar vorstellen, später einmal eine Schauspielkarriere einzuschlagen. Zuzutrauen ist ihnen alles, denn sie haben im Rahmen dieses Musical-Projekts viel mitgenommen und fürs Leben gelernt.

Nach dem preisgekrönten Musical „Schuihofgschroa“ 2015 und der Erfolgs-Oper „Boarischen Zauberflöte“ 2017, mit der man ebenfalls überregional für Aufmerksamkeit sorgte, konnte die Grundschule Grabenstätt nun also auch das 2018 begonnene ambitionierte Musical-Projekt „Löwenkini“ zu einem erfolgreichen Abschluss bringen.

Vor allem die löwenstarke Leistung der jungen Schauspieler und Musiker sorgten am Ende für ein herausragendes Gesamtkunstwerk, das noch viel von sich reden machen wird.

Finanziert wurde das Meisterwerk vom Förderverein der Grundschule und mit Hilfe einer Spende des Anfang dieses Jahres verstorbenen Grabenstätter Bürgers Baron Dieter Freiherr von Wrede, der anlässlich seines 80. Geburtstages 2019 auf Geschenke verzichtete und seine Gäste stattdessen um Spenden bat.

Tipp für alle, die den Löwenkini-Film im Internet noch nicht gesehen haben: Der entsprechende Link befindet sich auf der Homepage der Grundschule und ist noch bis Ende Juli aktiv. 

mmü

 

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