Grabenstätter Gemeinderat mit konstituierender Sitzung

Neuer Bürgermeister Gerhard Wirnshofer und neun neue Gemeinderäte vereidigt

Der neue Grabenstätter Bürgermeister Gerhard Wirnshofer (vorne Mitte) mit den neuen Gemeinderatsmitgliedern (von links) Bernhard Hennes junior (Bürgergruppe), Johannes Wimmer (Freie Wähler), Dr. Martin Brunnhuber (Bürgergruppe), Josephine Brunnhuber (Freie Wähler), Florian Wimmer (CSU), Rathauschef Gerhard Wirnshofer (seit 18 Jahren im Gemeinderat), Monika Linner (Bürgergruppe), Marilena Pfeilstetter (CSU), Sepp Fleischmann (CSU) und Josef Austermayer (Freie Wähler).
+
Der neue Grabenstätter Bürgermeister Gerhard Wirnshofer (vorne Mitte) mit den neuen Gemeinderatsmitgliedern (von links) Bernhard Hennes junior (Bürgergruppe), Johannes Wimmer (Freie Wähler), Dr. Martin Brunnhuber (Bürgergruppe), Josephine Brunnhuber (Freie Wähler), Florian Wimmer (CSU), Rathauschef Gerhard Wirnshofer (seit 18 Jahren im Gemeinderat), Monika Linner (Bürgergruppe), Marilena Pfeilstetter (CSU), Sepp Fleischmann (CSU) und Josef Austermayer (Freie Wähler).

Grabenstätt - In der konstituierenden Sitzung des Grabenstätter Gemeinderates wurde der neue Erste Bürgermeister Gerhard Wirnshofer offiziell vereidigt. Auch seine Stellvertreter stehen nun fest.

Zehn Tage nach der Amtsübergabe ist der neue Grabenstätter Bürgermeister Gerhard Wirnshofer nun auch offiziell vereidigt worden. „Ich gelobe Treue dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Freistaates Bayern. Gehorsam den Gesetzen und gewissenhafte Erfüllung meiner Amtspflichten, so wahr mir Gott helfe“, so die Eidesworte Wirnshofers, der die vergangenen 18 Jahre für die Bürgergruppe im Gemeinderat saß und sich bei der Kommunalwahl am 15. März als gemeinsamer Bürgermeisterkandidat von Bürgergruppe und Freien Wählern mit 60,75 Prozent gegen Waltraud Hübner (CSU/39,25 Prozent) durchsetzen konnte. Dem neugewählten ältesten Rat Josef Austermayer (Freie Wähler) war es in der konstituierenden Sitzung vorbehalten, Wirnshofers Diensteid abzunehmen. Austermayer erinnerte an den wiedergewählten, mittlerweile verstorbenen Rat Rudi Aigner, „unseren Freund“, dem diese ehrenvolle Aufgabe eigentlich zugekommen wäre.


Anschließend erfolgte die Vereidigung der neu gewählten ehrenamtlichen Ratsmitglieder Monika Linner (Bürgergruppe), Josephine Brunnhuber (Freie Wähler), Marilena Pfeilstetter (CSU), Bernhard Hennes junior (Bürgergruppe), Dr. Martin Brunnhuber (Bürgergruppe), Johannes Wimmer (Freie Wähler), Josef Austermayer (Freie Wähler), Josef Fleischmann (CSU) und Florian Wimmer (CSU). Letzterer war für Rudi Aigner nachgerückt. Mit Johannes und Florian Wimmer sitzen nun zwei Brüder im Gremium. Schulrektorin Josephine Brunnhuber und Dr. Martin Brunnhuber sind das erste Ehepaar, das in der Gemeindegeschichte am Ratstisch sitzt. Die CSU hatte am 15. März mit 39,41 Prozent die meisten Wählerstimmen (14.237) erhalten, dicht gefolgt von der Bürgergruppe mit 37,61 Prozent (13.588 Stimmen). Die Freien Wähler kamen auf 22,98 Prozent (8302 Stimmen). Die SPD, die in der letzten Wahlperiode ein Mandat hielt, war nicht mehr mit einer eigenen Liste angetreten. Wiedergewählt worden waren Robert Muggenhamer (Bürgergruppe), der seit 24 Jahren im Gemeinderat sitzt und zuletzt drei Perioden Zweiter Bürgermeister war, Christl Stefanutti (CSU/seit 2002 im Gemeinderat), Franz Kreiler (Bürgergruppe/seit 2008), Andreas Danzer (Freie Wähler/seit 2008), Christian Fellner (Bürgergruppe/seit 2014), Waltraud Hübner (CSU/seit 2014) und Alois Binder (CSU/seit 2014). Im neuen, deutlich verjüngten Gemeinderat stellt die Bürgergruppe sechs Räte (plus Bürgermeister). Bisher waren es vier. Die CSU, die bisher acht Mandate inne hatte und zudem den Bürgermeister stellte, verfügt nur noch über sechs Räte. Ein Mandat hinzu gewannen die Freien Wähler – jetzt sind es vier. Zusammen haben Bürgergruppe und Freie Wähler eine deutliche Mehrheit. Letzteres zeigte sich nun auch bei der Wahl des Zweiten Bürgermeisters.

Andreas Danzer ist Zweiter Bürgermeister und Alois Binder Dritter Bürgermeister

Auf Vorschlag von Bürgermeister Wirnshofer wählte das siebzehnköpfige Gremium Andreas Danzer (FW) mit 11:6 Stimmen zum neuen Zweiten Bürgermeister. Seine Gegenkandidatin Waltraud Hübner (CSU), die von ihrem Parteifreund Alois Binder vorgeschlagen worden war, hatte das Nachsehen. Andreas Danzer, der seit 2008 im Gemeinderat sitzt, Orts- und Kreisvorsitzender der Freien Wähler ist und die letzten sechs Jahre auch als stellvertretender Landrat fungierte, sprach von einer „großen Ehre“ und freute sich auf die gemeinsame Arbeit. Hübner hatte vor dem Wahlgang davon gesprochen, dass es „ein Zeichen wäre“, wenn eine Frau zum Zuge käme. Für das Amt des Dritten Bürgermeisters schlug sie ihren CSU-Kollegen Alois Binder vor. 16 Stimmen entfielen auf ihn, eine auf die CSU-Rätin Christl Stefanutti. Es folgte die Vereidigung der stellvertretenden Bürgermeister, die Ehrenbeamte der Gemeinde sind. „Ich freue mich, hoffe und bitte um eine gute Zusammenarbeit“, betonte Bürgermeister und Wahlleiter Wirnshofer und gratulierte den gewählten und vereidigten Kollegen.


Auch die Bildung der Ausschüsse stand an. Auf Vorschlag von Bürgermeister Wirnshofer wurden der Bauausschuss und der vorberatende Planungsausschuss zum Bau- und Planungsausschuss zusammengelegt. Neben dem Vorsitzenden Wirnshofer gehören diesem nun Alois Binder, Florian Wimmer (beide CSU), Dr. Martin Brunnhuber, Franz Kreiler (beide Bürgergruppe), Andreas Danzer und Johannes Wimmer (beide Freie Wähler) an. Dem ebenfalls siebenköpfigen Finanz-und Haushaltsausschuss bilden neben dem Vorsitzenden Wirnshofer Waltraud Hübner, Marilena Pfeilstetter (beide CSU), Christian Fellner, Robert Muggenhamer (beide Bürgergruppe), Josephine Brunnhuber und Josef Austermayer (beide Freie Wähler). Der Rechnungsprüfungsausschuss setzt sich zusammen aus Christl Stefanutti, Josef Fleischmann (beide CSU), Monika Linner, Robert Muggenhamer (beide Bürgergruppe), Josephine Brunnhuber und Josef Austermayer (beide Freie Wähler). Muggenhamer wurde einstimmig zum Vorsitzenden bestellt. Dem Marktauschuss, der allerdings kein Ausschuss im Sinne der Gemeindeordnung ist, gehören neben dem Vorsitzenden Wirnshofer die Räte Christl Stefanutti (CSU), Monika Linner (Bürgergruppe) und Alois Binder (CSU), Marktmeister Bernward Ebner, Bauhofvorarbeiter Engelbert Probst, Alois Wiesholler (Vorsitzender Musikverein), Bärbel Schuster (Vorsitzende Verkehrsverein) und Michael Jendrischewski (Vorsitzender Soldaten- und Kriegergemeinschaft) und Silvia Schuster (Vorsitzende Bulldogverein) an.

In Sammelabstimmung wurden folgende Referate gebildet: Die Räte Christian Fellner und Josef Austermayer sind für das Sportwesen zuständig, Monika Linner und Josef Austermayer für das Sozialwesen, Christl Stefanutti und Monika Linner für den Tourismus, Andreas Danzer und Josef Fleischmann für den Friedhof/Anlagen, Bernhard Hennes junior und Johannes Wimmer für den Bereich Energie und Umwelt sowie Josephine Brunnhuber und Marilena Pfeilstetter für die Jugend. Andreas Danzer und Josef Fleischmann wurden zudem zu Kuratoriumsmitgliedern für die Pfarrei- und Gemeindebücherei bestellt. Vor der Bestellung der Referenten, hatte sich der neue Rathauschef eine möglichst straffe Referatsbestellung gewünscht. Zudem sollten die Referenten als Bindeglied zwischen Gemeinderat und den betreffenden Organisatoren und Einrichtungen dienen und das Ergebnis ihrer Arbeit sollte möglichst einmal im Jahr mündlich oder schriftlich beim Gemeinderat abgeliefert werden, so Wirnshofer, der später zum Eheschließungsstandesbeamten bestellt wurde.

Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen größte und finanziell aufwändigste Aufgabe

Die konstituierende Sitzung fand unter Einhaltung strenger Abstands- und Hygieneregeln in der Turnhalle statt. Auch einige Zuschauer, darunter Amtsvorgänger und Ehrenbürger Georg Schützinger, hatten sich mit Schutzmasken eingefunden. Eingangs hatte Rathauschef Wirnshofer kurz die „wichtigsten absehbaren Aufgaben und Projekte“ umrissen, darunter die Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen als größte und finanziell aufwändigste Aufgabe, der Schutz der Trinkwasserversorgung und die Sicherung der Qualität, die Schaffung bezahlbaren Wohnraums und Förderung altersgerechter Wohnformen, die Ansiedlung von Gewerbe und der Erhalt von Arbeitsplätzen, die Sanierung der Alten Schule in Erlstätt und Schaffung einer attraktiven Dorfmitte, die Weiterführung von Städtebauförderungsmaßnahmen und die Förderung und der Ausbau der sozialen Infrastruktur. „Diese und viele weitere Aufgaben werden den Gemeinderat in der Amtsperiode bis 2026 fordern“, so Wirnshofer.

mmü

Kommentare