Neues Probenhaus eingeweiht

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Grabenstätt - Am vergangenen Sonntag wurde im Zuge einer Einweihungsfeier das neue Probenhaus des Musikvereins Grabenstätt eingeweiht.

Gut zwei Jahre nach dem Spatenstich wurde das neue Probenhaus des Musikvereins Grabenstätt am vergangenen Sonntag im Rahmen einer großen Einweihungsfeier seiner Bestimmung übergeben.

Pater Augustin Butacu nahm die Segnung des Probenhauses und der Räumlichkeiten vor. Es habe ihn sehr gefreut, als Erster Vorstand Alois Wiesholler ihm zugesichert habe, dass dort so lange keine Musikprobe stattfinde, „bis das Haus eingeweiht ist“, verriet der Pater. Im Festzelt folgte dann die Segnung der Statue der Heiligen Cäcilie, der Schutzpatronin aller Musiker, und eines Kreuzes aus dem Nachlass der Grabenstätterin Ella Wagner, das Wiesholler anschließend im Beisein von Augustin im Eingangsbereich an die Wand hängte.

Wiesholler, der am Festtag auch noch Geburtstag feiern durfte, bedankte sich bei der Gemeinde, dem Bürgermeister, dem Gemeinderat für dessen „einstimmige Befürwortung und Unterstützung“, den Waldbesitzern für die gespendeten Bäume und bei den beteiligten Firmen, dass „wir von Beginn an und bei jedem Bauabschnitt bis zur Fertigstellung Eigenleistung mit einbringen konnten“.

Ein besonderer Dank galt allen freiwilligen Helfern, die es zusammen auf zirka 5800 ehrenamtliche Arbeitsstunden gebracht hätten. Am häufigsten auf der Baustelle im Einsatz waren Thomas Dangl (684 Stunden), Max Ertl (608 Stunden) und Thomas Urian (574 Stunden), die das Bauteam bildeten. Bei Vorstand Wiesholler stehen 842 Arbeitsstunden zu Buche. Getoppt werden konnte dies nur vom Zweiten Vorstand und Projektleiter Ralf Hansen, der sich der Großaufgabe vor etwa vier Jahren in einer Ausschusssitzung angenommen hatte und es seitdem auf 1442 ehrenamtlich geleistete Stunden brachte – 544 Stunden bei der Projektplanung und Leitung der Durchführung sowie 898 Stunden eigene Arbeitsleistung.

Fotos von der Einweihungsfeier:

Neues Probenhaus des Musikvereins Grabenstätt eingeweiht

Zwischenzeitlich habe man es mit einer Finanzierungslücke von 70.000 Euro zu tun gehabt, doch nun könne er stolz behaupten, dass „wir alles bezahlen können und schuldenfrei sind“, freute sich Hansen. „Ohne meinen Stellvertreter hätte ich es nicht gemacht“, gab Wiesholler offen zu. Einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Projekts leisteten auch die vielen Spender. Allein bei der Aktion „Stuhlspenden“ sind 17.200 Euro eingegangen. Roman Metzner und die Vorstände der anderen Ortsvereine überbrachten dem Musikverein die frohe Kunde, dass das dreitägige Markplatzfest einen Erlös von 3768,50 Euro zugunsten des Probenhauses erbracht habe. Kassierin Waltraud Hübner lobte Wiesholler als „unermüdlichen Motor in unserem Verein“. „Jahrelang habt ihr darauf hingearbeitet, zuerst in der Planungs- und Finanzierungsphase, dann in der Überzeugungsphase und die letzten zwei Jahre in der Bauphase“, erinnerte Bürgermeister Georg Schützinger. Von den ursprünglich vorgesehenen 450.000 Euro Baukosten, hätten von Seiten des Bauherrn durch Arbeit, Eigenleistung und Spenden 220.000 Euro erbracht werden müssen.

„Ihr habt es geschafft und dafür darf ich ein herzliches Vergelts Gott sagen“, so das Gemeindeoberhaupt. Die seit Jahrzehnten ausgeübte „vorbildliche Jugendarbeit“ könne somit „fortgeführt werden“, lobte er. „Das Probenhaus ist die Erfüllung meines Traumes“, meinte der bestens gelaunte Dirigent Christian Bergmann, der sich davon für seine Musiker einen „riesigen Motivationsschub“ erwartet.

Für die musikalische Umrahmung sorgte die Musikkapelle Grabenstätt. Auch die Jugendkapelle spielte noch groß auf. Am Nachmittag nutzten dann viele Bürger die Gelegenheit, um beim „Tag der offenen Tür“ die frisch eingeweihten Räumlichkeiten zu besichtigen. Auch wenn noch kleine Restarbeiten zu erledigen sind, wird die Musikkapelle bereits am Donnerstag im neuen Zuhause seine lang ersehnte Proben-Premiere feiern.

mmü

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