Im Rahmen der Stadtebauförderung

Tempolimit für Grabenstätter Unfallkreuzung

+
80-km/h-Beschränkungsschilder an der gefährlichen Einmündung an der Staatsstraße 2096 (Kreissstraße TS 3) am norwestlichen Ortsrand von Grabenstätt stehen/hängen bereits

Grabenstätt - Bis zum 1. Dezember 2018 sind wieder die Programmanträge und damit auch die Bedarfsanmeldungen im Rahmen der Städtebauförderung bei der Regierung von Oberbayern einzureichen.

Für den Sanierungsbereich Grabenstätt-Ort und für die städtebaulichen Maßnahmen in Erlstätt sind separate Programmanträge zu stellen. Mit der Grabenstätter Ortskernsanierung befindet sich die Gemeinde bereits seit 1996 im Bayerischen Städtebauförderungsprogramm. 2015 wurde die Gemeinde mit Erlstätt in das Bund-Länder- Städtebauförderungsprogramm aufgenommen. 

Im Frühjahr 2017 schloss man den Bauabschnitt I an der Grabenstätter Entermühlstraße ab. Da seitens der Regierung von Oberbayern die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn zwar schon 2016 erteilt wurde, aber noch keine Fördermittel bewilligt wurden beziehungsweise flossen, wird dieser Bauabschnitt nochmals im Programmantrag 2019 aufgenommen – mit 200.000 Euro förderfähigen Kosten. 

Im Rahmen des erneut verschobenen Entermühlstraßen-Bauabschnittes II sind für den bereits getätigten Erwerb des Mühlbachgrundstückes 70.000 Euro förderfähige Kosten aufgeführt, für die Errichtung eines Generationen-/Begegnungsplatzes 340.000 Euro und für die dortige Errichtung eines Pavillons 50.000 Euro. Für den Abbruch des alten Mühlbach- Brückenbauwerkes und die Vergrößerung des Abflussquerschnittes sind 90.000 Euro angemeldet. 

Damit belaufen sich die im Programmantrag 2019 vorgesehenen förderfähigen Kosten auf insgesamt 750.000 Euro. In den Fortschreibungsjahren 2020 bis 2022 sind 200.000 Euro für die Neugestaltung der Austraße und des Mühlbachs (2021 statt 2020) sowie 150.000 Euro für die Neugestaltung Schlossstraße Nord (2022 statt 2021) angemeldet. Aufgrund der Verzögerungen beim Entermühlstraßen-Bauabschnitt II haben sich für diese letzten beiden angedachten Städtebauförderungsmaßnahmen weitere Fortschreibungen ergeben (um ein Jahr verschoben). 

Die Räte stimmten dem Jahresprogrammantrag 2019 geschlossen zu.   Gut Ding braucht Weile, heißt es in einem Sprichwort, und so verhält es sich auch am gefährlichen Kreuzungsbereich Staatsstraße 2096 und Kreisstraße TS 3 am nordwestlichen Ortsrand von Grabenstätt, denn dort entsteht zwar noch immer kein Kreisverkehr, aber auf der Staatsstraße sei nun ein Tempolimit von 80 Stundenkilometern auf einer Länge von 400 Metern angeordnet worden, so Schützinger. 

Dreimal habe die Gemeinde dahingehend bereits einen Antrag gestellt. Mittlerweile handelt es sich dort aber um einen von der Unfallkommission (Bundes- und Staatsstraßen) anerkannten Unfallschwerpunkt. In Kraimoos wird zudem an der Staatstraße 2095 ein Linksabbieger-Warnschild aufgestellt. Andreas Danzer (FW) mahnte für den neuen Buswendeplatz Hirschau eine bessere Beschilderung an. 

Die Beschilderung komme, versicherte der Rathauschef. Des Weiteren sprach sich Danzer dafür aus, dass die Gemeinden Grabenstätt und Chieming einen gemeinsamen Antrag für eine Unterführung im Weiler Unterhochstätt stellen sollten, da die auf dem Chiemsee-Rundweg fahrenden Radfahrer dort gezwungen seien, die stark befahrene Staatsstraße 2096 zu überqueren. 

Über das Chiemseerundweg-Programm des Abwasser- und Umweltverbandes (AUV) Chiemsee könne eine solche Maßnahme nicht mehr abgewickelt werden, da dieses zum 31. Dezember auslaufe, so Schützinger. Wohl schon im kommenden Jahr wird an der Kreisstraße TS 3 in der Erlstätter Ortsmitte beim Gasthof Fliegl auf Höhe des Zebrastreifens eine Fußgängerampelanlage gebaut (wir berichteten). 

Wie Schützinger nun bekannt gab, sollen in den dort einmündenden Straßen Römerstraße und Raiffeisenstraße zusätzlich Schilder aufgestellt werden, die auf die Ampel hinweisen. Rudi Aigner (CSU) appellierte, wildes Campen am Parkplatz zwischen Sportplatz und Grundschule grundsätzlich zu unterbinden und schlug vor, entsprechende Verbotsschilder aufzustellen. Auf die Frage

von Anita Kohlbeck (SPD), wann man sich im Gremium endlich mit der Gestaltung der Kreisverkehre beschäftige, meinte der gemeindliche Geschäftsleiter Peter Lex, dass man dazu  in einer der nächsten Sitzungen einen Experten einladen werde.

Andreas Danzer (FW) forderte eine Unterführung unter der SS 2096 (beim Weiler Unterhochstätt, zwischen Grabenstätt und Chieming) bzw. dass beide Gemeinden dahingehend einen entspechenden Antrag stellen sollten (Fotos 2). Radfahrer auf dem Chiemseeradrundweg sind dort gezwungen die viel befahrene Straße zu queren, weil der Radweg auf der anderen Seite weiterverläuft.

mmü

Zurück zur Übersicht: Grabenstätt

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT