Florian Becker beerbt langjährigen Vorsitzenden Harald Bartsch

Wasserwacht Grabenstätt-Tüttensee stellt sich neu auf

Der langjährige Vorsitzende der Wasserwacht Grabenstätt-Tüttensee Harald Bartsch (rechts) mit seinem designierten Nachfolger Florian Becker.
+
Der scheidende langjährige Vorsitzende der Wasserwacht Grabenstätt-Tüttensee Harald Bartsch (rechts) mit seinem designierten Nachfolger Florian Becker (offiziell ab 1. April) an der Wachstation am Tüttensee.

Grabenstätt - Bei der Wasserwacht Grabenstätt-Tüttensee gibt es eine komplett neue Vorstandschaft mit engagierten Mitgliedern und eine deutliche Verjüngung.

Nach rund 40 Jahren in verantwortlicher Tätigkeit für die Ortsgruppe gibt auch der langjährige Vorsitzende Harald Bartsch sein Amt zum 31. März ab. Da coronabedingt keine Mitgliederversammlung in Präsenzform stattfinden konnte, bestimmten die 34 stimmberechtigten aktiven Mitglieder Florian Becker per Briefwahl zum neuen Vereinsvorsitzenden. Becker übte bisher kein Amt in der Vorstandschaft aus, war aber in den vergangenen Jahren als sehr engagierter Wasserwachtler für die Ortsgruppe unverzichtbar. „Becker ist ein sehr aktives Mitglied und einer unserer besten Schwimmer und Krauler“, betont der scheidende Vereinschef Bartsch und wünscht seinem designierten Nachfolger alles Gute und immer ein glückliches Händchen.

Zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden wählte man Florentine Probst. Sie beerbt Manfred Meisinger, der auch als technischer Leiter aufhört. Neuer technischer Leiter ist Andreas Ehrenleitner. Als Stellvertreter zur Seite steht ihm in den kommenden vier Jahren Philipp Propst. Zum neuen Jugendleiter bestimmte man Patrick Probst. Als dessen Stellvertreterin fungiert Anja Becker. Birgit Gangkofner tritt in die Fußstapfen des bisherigen Schriftführers und EDV-Beauftragten Franz Gimpel. Ihre Stellvertreterin heißt Iris Schwenkmeier. Mit Max Ober hat man auch einen neuen Kassier. Der bisherige Kassier Christoph Lynka hatte nicht mehr kandidiert. Stellvertretende Kassiererin ist Gitti Dippold. „Ich bin davon überzeugt, dass die Wasserwacht mit der neuen jungen Crew für die Zukunft bestens aufgestellt ist“, so Bartsch. Bemerkenswert sei der breitere Unterbau der Mannschaft und neuen Vorstandschaft mit den stellvertretenden Funktionsträgern. Bartsch zufolge zeuge dies „von dem unbedingten Willen, den Geist der Wasserwacht in der Zukunft fortzuführen und gemeinsam weiterhin ehrenamtlich den Dienst am Menschen wahrzunehmen“. Die offizielle Ämterübergabe ist erst am 1. April.

„Unsere Ortsgruppe wurde von einer Gruppe engagierter Frauen und Männer gegründet, der auch unser scheidender Präsident angehört. Dafür bin ich und ist die neue Vorstandsmannschaft sehr dankbar, auch um in einer immer anonymeren Gesellschaft zu einer starken Gemeinschaft zu gehören“, betont der designierte Vorsitzende Florian Becker und verspricht: „Wir geben unser Bestes damit die Wasserwacht weiterhin am Tüttensee bestehen kann“. Um für die Zukunft noch besser gerüstet zu sein, hoffe man, dass sich noch mehr junge Leute ehrenamtlich engagieren und das besondere Gemeinschaftsgefühl erleben wollen. Wer Interesse habe, könne unter E-Mail Wasserwacht-Grabenstaett@live.de oder Telefon 0179/7356969 jederzeit mit ihm Kontakt aufnehmen, so Becker, der schon seit seiner Jugend passionierter Wasserwachtler ist.

Coronabedingt sei die vergangene Saison am Tüttensee „sehr ruhig verlaufen“, verriet der scheidende Vorsitzende Bartsch auf Nachfrage. Man habe mit einer „ganz tollen jungen Wachgruppe“ nur einen eingeschränkten Wachdienst verrichtet. Hervorzuheben sei die geleistete logistische Hilfe und Absicherung bei der Suche nach einer vermeintlichen Leiche. „Ein Junge hatte gemeldet, er sei beim Schwimmen gegen eine Leiche gestoßen“, so Bartsch. Ansonsten habe man höchstens mal ein Pflaster anbringen, einen Insektenstich behandeln oder einen Schiefer ziehen müssen. Alle über 60-jährigen aktiven Wasserwachtler seien im vergangenen Corona-Jahr zum Schutz ihrer Gesundheit vom Wachtdienst befreit gewesen.

Ihre nächste im Herbst geplante Mitgliederversammlung möchte die Wasserwacht-Ortsgruppe, die 2014 ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert hatte, wenn möglich wieder als Präsenzveranstaltung durchführen. Zudem hofft man, dass die Saison 2021 nicht mehr so im Zeichen der Coronakrise steht wie die vergangene und man sie im Team erfolgreich und unfallfrei abarbeiten kann. 

mmü

Kommentare