Nach erhaltener Kündigung wegen Eigenbedarfs

Theater-Strickerei Grabenstätt hofft auf eine neue Bleibe in Vachendorf

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Die Vorstandschaft des neu gegründeten Vereins „Theater-Strickerei“ (von links): Rudi Rett (2. Vorsitzender), Doris Biller (1. Vorsitzende), Christoph Brandl (Schriftführer), Gerhard Brusche (Beisitzer), Stephan Mikat (Presse, Öffentlichkeitsarbeit) und Bettina Linner (Kasse). Nicht auf dem Foto ist Simon Jendrischewski (Beisitzer). Bis zur „Abrissparty“ am 25. April gibt es in der Theater-Strickerei Grabenstätt, Chieminger Straße 24, noch ein buntes Kulturprogramm mit Theater, Musik, Musikkabarett, Gesang und Erzählkunst.

Grabenstätt/Vachendorf - Nachdem der Vermieter der Theater-Strickerei Grabenstätt wegen Eigenbedarfs gekündigt hat, hofft Mitgründerin Doris Biller auf ein neue Zuhause in Vachendorf.

Die weithin bekannte Theater-Strickerei Grabenstätt hat von ihrem Vermieter eine Eigenbedarfskündigung erhalten, doch dies soll auf keinen Fall das Ende des erfolgreichen Kulturbetriebes sein. Vielmehr hat Mitgründerin Doris Biller in der Nachbargemeinde Vachendorf, unweit der Grabenstätter Gemeindegrenze, bereits eine idyllisch gelegene mögliche neue Spielstätte mit hellen, freundlichen Räumen ausgemacht. „Das wäre ein absoluter Traum“, so Biller, doch noch stünden einige Genehmigungen aus. 


Um die Erfolgsgeschichte der Kleinkunstbühne fortschreiben zu können, hat man auch den Verein „Theater-Strickerei“ gegründet. Bisher war die Nutzung der Räumlichkeiten der früheren Strickerei (daher der Name „Theater-Strickerei“) ein kulturelles Gemeinschaftsprojekt der Jugendtheater-, Musik- und Kunst-AG (Junge Chiemseer Bühne Grabenstätt) und des Salztheaters Traunstein und dass diese gute Zusammenarbeit fortgesetzt werden soll, zeigt auch die Vorstandschaft des neuen Vereins. Sie besteht nämlich im Kern aus Mitgliedern der Jungen Chiemseer Bühne und des Salztheaters. Doris Biller ist 1. Vorsitzende, Rudi Rett (Junge Chiemseer Bühne) 2. Vorsitzender, „Haus-Regisseur“ Gerhard Brusche (Salztheater) Beisitzer, Christoph Brandl Schriftführer, Bettina Linner Kassiererin, Simon Jendrischewski Beisitzer und Stephan Mikat ist zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Der Verein „Theater-Strickerei“ wird mit den bestehenden Bühnen kooperieren und weiterhin Talente fördern.

Freien Eintritt gibt es indes bei der „Abrissparty“ am 25. April mit der Salzburger Partyband „Repeat it“. „Das wird eine wunderschöne Tanzparty zum Abschied aus den alten Räumlichkeiten. Wir räumen die Stühle raus, die Bänke bleiben drin. Aber ich bin mir sicher, es bleibt keiner sitzen“, so Biller. Die (Frei-)Karten müssten aber trotzdem auf www.theater-strickerei.de reserviert werden. Wer möchte, könne den anstehenden Umzug der Theater-Strickerei mit einer Spende unterstützen. Bevor allerdings die Koffer gepackt werden, gibt es in den kommenden drei Monaten in der alten Theater-Strickerei, Chieminger Straße 24, noch ein abwechslungsreiches Kultur-Programm mit Theater, Impro-Theater, Musik, Gesang, Musikkabarett und Erzählkunst – alle Informationen dazu finden sich auf der Homepage.


Seit der Eröffnung der Theater-Strickerei im Herbst 2016 wurde der Betrieb ausschließlich durch Einnahmen aus den Theater-, Musik- und Kleinkunstprojekten und mit Hilfe eines großen Sponsoren-Pools finanziert. Ein Antrag auf öffentliche Förderung für den jungen Kulturbetrieb war vor rund einem Jahr im Gemeinderat abgelehnt worden. Man habe damals bewusst keinen bestimmten Betrag in den Antrag geschrieben, weil die Voraussetzung für jeden weiteren Förderantrag auf Landkreis- oder Bezirksebene eben eine Unterstützung durch die Gemeinde gewesen wäre, und „da hätte uns schon ein Euro Zuschuss gereicht“, so Rudi Rett. Gute Unterstützung erfahre man hingegen aus der heimischen Wirtschaft. So stellt zum Beispiel die Kreissparkasse Traunstein Trostberg ihre Internetplattform für ein Crow-Founding-Projekt zur Verfügung. Unter https://neu.einfach-gut-machen.de/traunstein können sich die Unterstützer über die „neue“ Theater-Strickerei und das Umzugsprojekt informieren und spenden. 

mmü

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